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Politische Propaganda
und kommerzielle Reklame


detopia: Ich trenne hier nicht zwischen Polit
und Kommerz, Staat und Privat.

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detopia-2025:
Ein fulminantes Vorwort wäre der Bedeutung des Themas angemessen; ähnlich wie der Prolog-Koestler-1978 zur Atomwirtschaft.
Aber woher nehmen?

Die ganze Sache ist tieftraurig.

In der DDR hatte wir "Neuerervorschläge" und die "Messe der Meister von Morgen". Daher:

Eine 16seitige Wochenzeitung ohne Bilder im handlichen Format mit Bezugspflicht (für jeden Haushalt) und Schutzgebühr (z.B. 5 Eu im Monat). Die Kosten bezahlt der Staat aus der Mediensteuer ("GEZ").

Es gibt einen inhaltlichen Chefredakteur und einen journalistischen. Ein Viertel, also 4 Seiten, für die typische praktische Haushaltshilfe. (Meinetwegen auch ein kleines Sudoku und ein Horoskop zur Erinnerung an alte Zeiten.)

Und dann müssen wir das bestmögliche Konzept finden, um die minimale politische Bildung in den 12 Seiten unterzubringen. Und ein Zeitungskonzept entwickeln, damit der normale Bürger sich dort zurechtfindet.

Welche Themen in der Zeitung gedruckt werden, wird von einem größeren Gremium bestimmt, eine Art "Programmbeirat", aber "parteienunabhängig". Der Schwerpunkt: "Zukunft für Deutschland".

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zettelkasten:



detopia-2021-Blockbuster

"Nach dem rätselhaften Tod des britischen Premierministers versammeln sich die Oberhäupter der westlichen Zivilisation zur Staatstrauer in London. Wie auch ihre Gegner.

Die wohl bestgeschützte Beerdigung der Welt, entwickelt sich aber schnell zum tödlichen Spießrutenlauf.

Hunderte Terroristen entfesseln in der britischen Hauptstadt ein höllisches Inferno - dabei sterben fünf Staatschefs.

Nur in knapper Not rettet der robuste Bodyguard Mike Banning das Leben des US-Präsidenten Benjamin Asher und flieht mit ihm umgehend in den Londoner Untergrund.

Derweil nehmen die Terrorbosse London ins Visier, um so die Auslieferung des untergetauchten US-Präsidenten zu erzwingen. Während Vizepräsident Allan Trumbull versucht, das Ultimatum der Schurken hinauszuzögern, begibt sich Leibwächter Mike Banning auf eine gefährliche Terroristenjagd."

<London Has Fallen> von 2016   --- Text aus klack.de

Gestern sah ich wieder einen ganz furchtbaren Blockbuster-Actionthriller (zur Hälfte; auf RTL2). Ich reibe mir immer wieder neu die Augen, was wir uns mit dem Fernsehen antun - also gefallen lassen.

Ich bin mittlerweile ein "negativer Fan" der Kurzbeschreibungen (der Filme) in den Kommerzmedien. Auch diese kleinen Texte wirken ein auf die Köpfe und die Hirne und das dauerhaft - auch weil sie ja unendlich-dauerhaft wiederholt werden im Verlaufe eines Lebens (wenn ein Mensch ab seiner Kindheit und Jugend solche Filme sieht, ja: "sich reinzieht").

Ich habe mittlerweile eine ganze Sammlung dieser Kleintexte.

Aber konzentrieren wir uns als erstes nicht auf den Film selbst, sondern darauf, wie solche (kommerzielle) Textssprache unsere ganz normale Sprache (die wir täglich brauchen) kaputtmacht.

Ein Klein-Beispiel, das ich verkürzt darstelle, und den Leser dadurch noch nicht überzeugen kann:

"US-Präsident Benjamin Asher"? - Das ist eine Vermischung mit der Realität und dadurch eine Einflussnahme auf die Realität, denn es gab nie einen realen US-Präsidenten mit diesem Namen. Es ist aber von höchster Wichtigkeit, dass die normale Allgemeinbildung genügend über die Geschichte der USA weiß. Dazu muss die Allgemeinbildung etwas über die Präsidenten wissen (Name, Zeitraum, Leistung). Nun werden aber - völlig unnötig - fiktive Präsidentennamen in die Welt gesetzt. (Und dann auch noch in diesem Film mit irren Inhalten verbunden; aber das führt mir jetzt zu weit.). Das hat Wirkung auf das reale Wissen. (Das mag heute als Andeutung genügen. Ich bin übersättigt von meinen Predigen.)

 


detopia-2017
Die öffentliche, weil veröffentlichte, Sprache erreicht uns durch Medien; „die“ Medien, sagen die „Medien“. Zur „Mediensprache“ gehört auch, wenn „O-Ton“ aus dem Volk „über die Medien geht“; zum einen, weil der Journalist den O-Ton auswählt (aus mehreren) und zum anderen, weil die Leute sich schon fernsehgerecht verhalten, wenn sie „gefilmt“ werden. Aber auch Dialoge im Spielfilm empfinde ich heute oft als künstliche Reklamesprache.– Aber ich will jetzt nur auf eines hinaus: Letztendlich sind die Inhaber der „Werbeagenturen“ die heimlichen Herren unserer Zeit. (Und so wird es auch in Zukunft bleiben; vielleicht sogar, ganz bis zum Schluss.) Sie bestimmen die Sprachwahl, und zusammen mit den Auftraggebern der Reklame auch die Inhalte. Das hat Wirkung auf das Denken (und damit auf die Emotionen) – und zwar keine (Wirkung), die uns optimistisch an eine nachhaltige Zukunft glauben läßt.


detopia-2024:

us-wahl-2024-koennen-sportstars-einen-unterschied-machen   22.10.24  DW

Das zeigt auch (deutlich), wo wir (seelisch) stehen (im demokratischen Prozess). Das Showbusiness ("Sport") regiert mit bzw. "wählt mit".

Man möchte sich angewidert abwenden. Es wird mit jeder Wahl schlimmer. Otto Reuter: "In 50 Jahren ist alles vorbei!".


 

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