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Blockbuster-Seuche
detopia-2024 Es ist der 26.7.2024, ein Freitag. Man muss die ersten 10 min des Films als Audio hier
einstellen. Es sah auch schon etliche Filme mit ähnlichem psychischem
Zerstörungspotenzial. Ich will darauf hinaus, dass diese Filme die Individualpsyche
und Auch sekundär, weil der Mensch ja lebenslang seine Moral
aufbauen muss, Und diese Filme (und alles andere Brachial-Entertainment) Das ist der Fakt. Aber wir schaffen dort nichts, wenn wir uns nicht vom
Untergangs-Entertainment befreien. (Natürlich auch irgendwelche "Thriller" in Buchform.) Aber diese speziellen SF-Action-Filme tun es verstärkt. Um die Größe der Aufgabe und deren Unausweichlichkeit zu
begründen, sollte man Und man sollte sich nicht davor scheuen, durchaus die
anziehenden Filme zu nehmen; Welche? Auf jeden Fall "2012" von Emmerich (noch Independence Day). Bei Cruise wohl das Ding, wo immer die Zeit zurückgedreht wird; da ist schön-viel Falsches drinn. Bei Wick das Ding, wo in die Wüste in Marokko zur "Hohen Kammer"
geht und dort mit Ich würde auch einen Bourne mit reinnehmen, gerade weil wenig SF
drinn ist, nur das mit den Wunder-Pillen. Und bei Schwarzenegger den von gestern, also Genisys-2015, weil
hier schon das Gequatsche in den ersten Vielleicht finden wir jemanden wie
Peter Bürger, der das "Kriegskino" untersucht. Zwischen-Mars-und-Metaverse-Science-Fiction-als-Blaupause-der-Gegenwart Barth, 2/25
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https://durchhalteprosa.de/2025/04/22/118-soziale-dunkelangst/ Eisenberg 4/25
In einem Beitrag zu dem unter anderem von Günter Grass herausgegebenen und 2002 im Steidl-Verlag erschienenen Band „In einem reichen Land“ habe ich mich unter der Überschrift „Das Monströse als Ernstfall der Demokratie“ zum Thema Kriminalitätsfurcht wie folgt geäußert:
„Der Übergang von der fordistisch-industriellen zur informationellen Produktionsweise und die mit ihm einhergehenden Globalisierungsprozesse scheuchen die Menschen aus Gewohnheiten und Routinen auf und bringen die Grundlagen ihres Alltagsleben und ihrer Lebensläufe ins Wanken. Die Beschleunigung des gesellschaftlichen Wandels erzeugt massenhaft Schwindelgefühle und innere Gleichgewichtsstörungen und entbindet Ängste, aus der Gesellschaft und der Welt herauszufallen. Immer mehr Menschen haben das Gefühl, mit dem Fortgang des Ganzen nichts mehr zu tun zu haben. Die Ängste bleiben vage und unbestimmt, vagabundieren durch den sozialen Raum und heften sich an dieses und jenes. Seit einiger Zeit ist nun zu beobachten, wie die durch die ökonomisch-sozialen Umbrüche der Gegenwart freigesetzen Gefühle von Angst, Desorientierung und Unsicherheit durch ein medial und politisch betriebenes Panikmanagement gezielt in Verbrechensfurcht umformuliert und in eine Art sozialer Dunkelangst verwandelt werden. Die von der Filmindustrie und den Medien betriebene „Vermonsterung“ und „Hannibalisierung“ des Verbrechers erlaubt die Konkretisierung einer diffusen Angst, die in der Verfolgung, Verurteilung und möglichst harten Bestrafung des Täters zur Ruhe zu kommen hofft. Das kriminalpolitische Panikmanagement trägt dazu bei, dass eine archaisch anmutende Lust an der Strafe und eine Logik der Rache wiederauferstehen, gegen die einst die gesamte juristische und demokratisch-politische Logik aufgebaut wurde. Die angstvermarktende und -fördernde Politik der Medien lässt eine pervertierte Form direkter Demokratie um sich greifen, die die Distanz zum Zeitdruck abschafft und kollektive, nicht gerade demokratisch zu nennende Leidenschaften entfesselt.“