2017

Wilhelm Reich 

Massenpsychologie
des Faschismus

Zur Sexualökonomie
der politischen Reaktion
und zur proletarischen
Sexualpolitik

 

Sachbuch

1933 im Verlag für Sexualpolitik
in Kopenhagen

1972 bei Junius-Drucke,
Frankfurt a.M.

2020 im Psychosozialverlag

1933  276 Seiten
*1897 => 36 Jahre

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"Die Formen, unter denen sich die Machtergreifung des Nationalsozialismus vollzog, erteilten dem internationalen Sozialismus eine unauslöschliche Lehre: dass die politische Reaktion sich nicht mit Phrasen, sondern nur mit wirklichem Wissen - nicht mit Appellen, sondern nur durch Weckung echter revolutionärer Begeisterung - nicht mit bürokratisierten Parteiapparaten, sondern nur mit innerlich demokratischen, jeder Initiative Raum gebenden Arbeiter­organisationen und überzeugten Kampftruppen schlagen lassen wird. Sie belehrten uns, dass Fälschung von Tatsachen und oberflächlich-suggestive Ermutigung mit Sicherheit zur Entmutigung der Massen führt, wenn die eiserne Logik des geschicht­lichen Prozesses die Wirklichkeit enthüllt."  (in der Vorrede)

wiki Massenpsychologie

 

Inhalt-2020-pdf

Zweite Auflage 2020

 

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psychosozial-verlag.de/2940 

Buchreihe: Bibliothek der Psychoanalyse, Verlag: Psychosozial-Verlag

280 Seiten, Broschur, Erschienen im Januar 2020

Herausgegeben, redigiert und mit einem Anhang versehen von Andreas Peglau


Wilhelm Reichs "Massenpsychologie des Faschismus" (1933) ist eine tiefgründige Untersuchung der psychosozialen Hintergründe des deutschen und internationalen Faschismus.

Zugleich ist es ein Zeitzeugenbericht: Ein marxistischer Psychoanalytiker jüdischer Herkunft erlebt, kommentiert und analysiert das Ende der Weimarer Republik und den Siegeszug des Nationalsozialismus.

Die hier dargestellte Sichtweise ist so nur noch in Reichs eigener späterer Version der Massenpsychologie (1946) nachzulesen – allerdings deutlich verändert, teils weniger klar formuliert, auf jeden Fall: weniger psychoanalytisch.

Reichs Originaltext von 1933 erscheint hier ergänzt um das Nachwort der zweiten Auflage von 1934 sowie versehen mit einem Glossar und einer biografisch-zeitgeschichtlichen Einordnung von Andreas Peglau.


literaturkritik  reich-massenpsychologie-des-faschismus-die-wiederkehr-eines-verdraengten 
Langer Lesebericht von Bernd Nitzschke

Inhalt 1933           Fremdwörter­verzeichnis (277)

 

Vorrede 1933 (5)  

 

1  Die Ideologie als materielle Gewalt  (13)

  • 1   Die Schere (13)  

  • 2  Ökonomische und ideologische Struktur der Gesellschaft (22)  

  • 3  Die Fragestellung der Massen­psychologie (33)  

  • 4  Die gesellschaftliche Funktion der Sexual­unterdrückung (44) 

2  Die Familienideologie in der Massenpsychologie des Faschismus  (56)

  • 1  Führer und Massenstruktur (56)

  • 2  Hitlers Herkunft (65) 

  • 3  Zur Massenpsychologie des Kleinbürgertums (65)  

  • 4  Familien­bindung und nationales Empfinden (77)

  • 5  Das nationalistische Selbstgefühl (97)

  • 6  Ideologische Verbürger­lichung des Proletariats (103) 

3  Die Rassetheorie  (115)

  • 1  Ihr Inhalt (115) 

  • 2  Objektive und subjektive Funktion der Ideologie (121)  

  • 3  Rassereinheit, Blutsvergiftung und national­istischer Mystizismus (123)

4  Die Symbolik des Hakenkreuzes  (147)

5  Die sexualökonomischen Voraussetzungen der bürgerlichen Familie  (154)

6  Die Kirche als internationale sexualpolitische Organisation des Kapitals  (169)

  • 1  Das Interesse an der Kirche (169)

  • 2  Der Kampf gegen den Kulturbolschewismus (177) 

  • 3  Der Appell an das religiöse Gefühl (188)

  • 4  Das Ziel des Kulturbolschewismus im Lichte der Reaktion (195)

(7) Die Voraussetzungen der sexualpolitischen Praxis im antireligiösen Kampf  (201)  

1 Die Verankerung der Religion durch sexuelle Angst (202)   a. Verankerung in der Kindheit (203)  
b. Verankerung im Jugendalter (208)  2 Gesundes und neurotisches Selbstgefühl (224) 

(8) Einige Fragen der sexualpolitischen Praxis  (227) 

1. Theorie und Praxis (227)

2. Der bisherige Kampf gegen die Religion (228)

3. Sexuelle Bewusstheit contra Mystik (237)

4. Die individuelle Entwurzelung des religiösen Gefühls (240)

5. Einwände und die Praxis der Sexualpolitik (246)

6. Der unpolitische Mensch (271)

Fremdwörter­verzeichnis (277)

 


detopia-2005: 

Dieser sogenannte "Raubdruck" von 1972 aus Frankfurt am Main beinhaltet die 1. (deutsche) Auflage von 1933 und unterscheidet sich von der 3. (englischen) Auflage von 1942, welche heute (noch) bei KiWi erhältlich ist.  


Verlag

Eine Kritik des Faschismus läßt sich ohne Wilhelm Reichs <Massen­psychologie des Faschismus> nicht mehr denken.

Als erster durchschaute Reich mit seinem klinisch und soziologisch geschultem Blick den fundamentalen Zusammen­hang zwischen autoritärer Trieb­unterdrückung und faschistischer Ideologie.

Reich analysiert in der <Massen­psychologie> die Gestik, Phraseologie, die moralischen Schemata und Aktionen der "Hitlerei" und weist in ihnen die Verschiebung von Sexualangst zu einem Mystizismus nach, der zu einem irrationalen Mechanismus chronischer Abhängigkeit führt.


2001 Leser aus Berlin bei Amazon

Nach der Lektüre ist es nicht mehr möglich, Faschismus als räumlich oder zeitlich begrenztes Phänomen zu betrachten. Reich weckt eindringlich ein Bewusstsein für den kleinen Faschisten in uns allen. Eines der pessimistischsten Bücher, die je geschrieben wurden, durch seine zu Ende gedachten Schlussfolgerungen jedoch zugleich eines der hoffnungsvollsten.

Ich bin auf dieses Buch gestoßen, weil Daniel Kulla in allen Büchern ausgiebig auf Reich verweist, um seinen "Optimist Blues" zu erklären. 

Dort heißt das: "Ich habe erklärt, wo überall der Wurm drin ist und wie es dazu gekommen ist. Das ist schrecklich und wirkt in dieser Gewaltigkeit wahrscheinlich lähmend, aber es hat den fröhlichen Grundtenor, daß es ja schon mal gut ist, dahintergekommen zu sein."

Mir war nie klar, woher Kulla diesen inneren Widerspruch bezieht, aber Reichs illusionslose und zugleich leidenschaftliche "Massenpsychologie" scheint sich aus einer ähnlichen Quelle zu speisen. 

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Inhalt 2020   Inhalt-2020-pdf

Vorrede

I. Kapitel: Die Ideologie als materielle Gewalt
1. Die Schere  2. Ökonomische und ideologische Struktur der Gesellschaft  3. Die Fragestellung der Massenpsychologie  4. Die gesellschaftliche Funktion der Sexualunterdrückung

II. Kapitel: Die Familienideologie in der Massenpsychologie des Faschismus
1. Führer und Massenstruktur  2. Hitlers Herkunft  3. Zur Massenpsychologie des Kleinbürgertums  4. Familienbindung und nationales Empfinden  5. Das nationalistische Selbstgefühl  6. Ideologische Verbürgerlichung des Proletariats

III. Kapitel: Die Rassetheorie
1. Ihr Inhalt  2. Objektive und subjektive Funktion der Ideologie  3. Rassereinheit, Blutsvergiftung und Mystizismus  IV. Kapitel: Die Symbolik des Hakenkreuzes  V. Kapitel: Die sexualökonomischen Voraussetzungen der bürgerlichen Familie

VI. Kapitel: Die Kirche als internationale sexualpolitische Organisation des Kapitals
1. Das Interesse an der Kirche  2. Der Kampf gegen den »Kulturbolschewismus«  3. Der Appell an das religiöse Gefühl  4. Das Ziel des Kulturbolschewismus im Lichte der Reaktion

VII. Kapitel: Die Voraussetzungen der sexualpolitischen Praxis im antireligiösen Kampf
1. Verankerung der Religion durch sexuelle Angst  a. Verankerung in der Kindheit  b. Verankerung der Religion im Jugendalter   2. Gesundes und neurotisches Selbstgefühl

VIII. Kapitel: Einige Fragen der sexualpolitischen Praxis
1. Theorie und Praxis  2. Der bisherige Kampf gegen die Religion  3. Sexuelle Bewusstheit contra Mystik  4. Die individuelle Entwurzelung des religiösen Gefühls  5. Einwände und die Praxis der Sexualpolitik  6. Der unpolitische Mensch

Nachwort zur II. Auflage (1934)

Fremdwörterverzeichnis (zusammengestellt von Wilhelm Reich)


Anhang (Andreas Peglau)

  • Editorische Notizen 

  • Glossar

  • Zeitleiste mit dem Schwerpunkt 1930 bis 1933

  • Wilhelm Reich und die Originalausgabe der Massenpsychologie des Faschismus von 1933 -
    Eine biografisch-zeitgeschichtliche Einordnung

  • Literatur

 

2005 / 2011

         

 

 

(Ordner)   www.detopia.de      ^^^^ 

 Massenpsychologie des Faschismus  Zur Sexualökonomie und zur proletarischen Sexualpolitik  (1933) Von Wilhelm Reich (Autor)