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Anmerk zu K4:Ökologie
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ab LS:226
101 Ich stütze mich im folgenden vor allem auf die Veröffentlichungen der beiden Wirtschaftswissenschaftler Gerhard Prosi: "Wachstumsorientierte Umweltpolitik in der Marktwirtschaft", Vortrag an der Universität Kiel am 1.6.1984, und Gerhard Scherhorn: "Ökonomie und Ökologie", Vortrag an der Universität Stuttgart am 22.11. 1984. Die besonders wichtige Publikation von Scherhorn enthält zahlreiche Angaben über weiterführende Literatur.
Herangezogen habe ich ferner Publikationen der Biologen Hans Mohr: "Qualitatives Wachstum — eine Strategie für die Zukunft?", Vortrag an der Universität Stuttgart am 7.6. 1984, sowie Hubert Markl: "Untergang oder Übergang — Natur als Kulturaufgabe", Mannheimer Forum 1982/83, S. 61. (Die Veröffentlichungsreihe "Mannheimer Forum" ist im Handel nicht erhältlich, aber als Leihgabe über alle größeren Bibliotheken zu beziehen.)102 Friedrich August von Hayek, "Die drei Quellen der menschlichen Werte", Tübingen 1979
103 So der Wirtschaftswissenschaftler Hans-Christian Binswanger (zit. nach G. Scherhorn, s. Anm. 101)
104 G. Scherhorn (s. Anm. 101) schreibt, daß es im kapitalistischen Wirtschaftssystem zweifellos ökonomische Anreize gebe, Kosten abzuwälzen. Das gelte aber für sozialistische Systeme in gleichem Maße. Diese hätten ihre eigenen Schwierigkeiten, z. B. mit der Berücksichtigung der Seltenheit des Vorrats an naturgegebenen Gütern. "Sie haben die Arbeitswertlehre, die es ihnen erschwert, in den Wert eines Naturgutes nicht nur die Kosten der Bearbeitung einzubeziehen, sondern auch die Seltenheit des Vorrats. Sie haben die Unzulässigkeit von Privateigentum, die es ihnen erschwert, den einzelnen Betrieb dazu zu bringen, mit naturgegebenen Gütern haushälterisch umzugehen."
Man sieht: Ökologische Belastung ist unabhängig von der jeweils ideologischen Position allein eine Frage extensiver wirtschaftlicher Produktivität, gekennzeichnet durch die Tendenz, "interne" Kosten soweit irgend möglich zu reduzieren.
105 Alle wesentlichen Fakten und Argumente enthält in knappster Zusammenfassung: "Hunger durch Überfluß?", Arbeitsheft zum Jahresthema "Brot für die Welt 1981/82", hrsg. v. d. Ev. Kirche. Darin auch (S. 36) der (auszugsweise) zitierte "Meditationstext" von B. Burkhardt.
106 Rupert Lay, "Credo. Wege zum Christentum in der modernen Gesellschaft", München 1981, S. 135
107 1981 trafen sich in Malente (Holstein) namhafte Demographen und Bevölkerungsstatistiker zu einem Symposion mit dem Titel "Dritte Welt — ganze Welt? Das Bevölkerungswachstum bedroht die Menschheit".
Teilnehmer waren u.a. Hermann Schubnell (Univ. Mainz, ehem. Direktor des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung), Gabriele Wülker (Univ. Bochum, Vorsitzende des Deutschen Komitees der UNICEF), Heinz-Ulrich Thimm (Dir. d. Instituts für Welternährungswirtschaft, Univ. Gießen), Hans Jochen Diesfeld (Univ. Heidelberg) und Karl W. Deutsch (Harvard University, Wissenschaftszentrum Berlin).
Im folgenden Text stütze ich mich u. a. auf die Referate und Diskussionen dieses Kongresses, dessen Ergebnisse unter dem angegebenen Titel als 5. Band der Dräger-Stiftung 1982 in Bonn erschienen sind.
Eine weitere wichtige Quelle (für die Umweltproblematik insgesamt, darin u. a. auch ein zusammenfassender Artikel zur Problematik des Bevölkerungswachstums) ist: Gerd Michelsen, Uwe Rühling, Fritz Kalberlah (Hrsg.), "Der Fischer Öko-Almanach", Öko-Institut Freiburg, Frankfurt/M. 1982. Neben enzyklopädisch konzipierten Spezialartikeln zu allen einschlägigen Grundproblemen eine Fülle von Literatur und eine Zusammenstellung der Anschriften aller staatlichen, politischen und privaten Institutionen und Organisationen aus dem Umweltbereich.108 Beispiel: Im Jahre 1904 ließ ein General L. von Trotha den Stamm der Hereros, der sich zur Befreiung seiner von den Deutschen besetzten Heimat ("Deutsch-Südwest-Afrika") zu einem Aufstand hatte hinreißen lassen, in die wasserlose Omaheke-Steppe treiben. Von den etwa 80.000 Männern, Frauen und Kindern kamen fast alle um. (Quelle: Brockhaus-Enzyklopädie, 17. Aufl., Wiesbaden 1969, Bd. 8, S. 395)
Ich habe keine Hinweise darauf finden können, daß dieser Massenmord, verübt von einer Armee, die sich auf ihren Ehrenstandpunkt nicht wenig zugute tat, in der damaligen Gesellschaft eine dem Ausmaß der Tat entsprechende Entrüstung ausgelöst hätte. # wikipedia Lothar_von_Trotha (1848-1920)
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109 Hermann Schubnell, "Die demographische Situation in Entwicklungsländern — Fakten, Trends, demographische Ursachen und Auswirkungen", in: s. Anm. 107/1, S. 15
110 Die Zahlen des vorhergehenden Absatzes sowie die folgenden Beispiele sind dem Beitrag von Hermann Graf Hatzfeld, "Dritte Welt: Entwicklung zur Unterentwicklung", in: s. Anm. 107/2, S. 308, entnommen.
111 Mit diesem Satz, dem niemand in der Runde der anwesenden renommierten Bevölkerungswissenschaftler widersprach, eröffnete H. J. Diesfeld auf der Malenter Konferenz des Jahres 1981 sein Referat: "Die Bedeutung des Gesundheitsdienstes für Maßnahmen der Familienplanung", in: s. Anm. 107/1, S. 177.
112 Worldwatch Paper 29: "Ressource Trends and Population Policy", Washington 1979, S. 13
113 Wenn sich die Zwei-Kinder-Familie statistisch weltweit als Obergrenze einführen. ließe, würde die Weltbevölkerung innerhalb weniger Generationen heilsam schrumpfen. Zwei Kinder würden nicht ausreichen, ihre Eltern in der Nachfolgegeneration zu ersetzen, weil nicht alle von ihnen das heiratsfähige Alter erreichen würden (z. B. durch Unfalltod), weil nicht alle von ihnen heiraten würden und weil selbst von diesen nicht alle wiederum zwei Kinder haben würden (sondern vielleicht nur eins) und manche sogar kinderlos blieben. In der Konsequenz bedeutet das u. a., daß niemand auf Kinder zu verzichten brauchte, wenn man zu dieser Lösung griffe.
114) Bericht auf der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Bevölkerungswissenschaft, November 1974, zit. nach: s. Anm. 107/1, S. 80
115) Siehe z.B. den Beitrag von Robert Hepp in der Welt vom 28.2.1984: "Die Deutschen — ein Volk in der Todesspirale?" oder das Streitgespräch: "Sterben die Deutschen aus?" in GEO, Nr. 12 (1980), S. 160. In diesem Gespräch vertritt Theodor Schmidt-Kaler u.a. die verblüffende These, der Zustrom ausländischer Asylanten in die Bundesrepublik sei die Folge eines "Bevölkerungsdrucks", der durch die zu geringe Geburtenzahl in unserer Bevölkerung wirksam werde. Auch diese Behauptung ist rational nicht zu erklären: Wenn es so wäre (und das Phänomen nicht durch Besonderheiten der Asyl-Gesetzgebung eine viel einfachere Erklärung fände), würden die Asylbewerber gewiß eher in das nur halb so dicht besiedelte Frankreich "drängen".
116 In einer Rede auf dem Bezirksparteitag der oberfränkischen CSU 1983
117 Karl Schwarz vom Statistischen Bundesamt hat prognostiziert, daß es schon in 30 Jahren mehr Personen im Rentenalter als Kinder geben werde. Daraus dürfe man jedoch nicht unmittelbar auf die weitere Wirtschaftsentwicklung schließen, stellt Hilde Wander (Institut für Weltwirtschaft, Kiel) fest, denn: "Je komplizierter die Produktions- und Verteilungsmechanismen werden und je höher die Leistungs- und Wohlstandsansprüche steigen, um so geringere Bedeutung haben bloße demographische Bestandsveränderungen. Neben der Zahl der Arbeitskräfte wird dann deren Produktivität, neben der Zahl der Verbraucher deren Kaufkraft für den Ablauf der Wirtschaft immer wichtiger. Wenn beständiges Bevölkerungswachstum im vergangenen Jahrhundert eine unerläßliche Voraussetzung für hohe Investitionstätigkeit und rasche Industrialisierung war, so darf man daraus also nicht einfach schließen, das gelte für alle Zeiten. Heute werden viel weniger Arbeitskräfte je Produktionseinheit benötigt, und diese Relation wird noch weiter sinken." (Zitiert aus: Lutz Franke, "Brauchen wir mehr Kinder?", in: Lutz Franke u. Hans W. Jürgens [Hrsg.], "Keine Kinder — keine Zukunft?", Schriftenreihe des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung, Bd. 4, 2. Aufl., Wiesbaden 1978, S.116/ 117)
Bei einem unabhängig von der Beschäftigungszahl ansteigenden Sozialprodukt aber lassen sich auch die Renten unabhängig von der Relation zwischen der Zahl der "Personen im Erwerbsalter" und der Rentner finanzieren. Tatsächlich wird die in diesem Zusammenhang immer wieder beschworene "Rentenfrage" bezeichnenderweise selbst von den extremen Kritikern des Bevölkerungsrückgangs als grundsätzlich lösbar betrachtet (so z. B. von dem Mitunterzeichner des "Heidelberger Manifests" Th. Schmidt-Kaler in dem unter Anm. 115 zitierten GEO-Streitgespräch).
118) wikipedia Heidelberger_Manifest
Ein besonders lehrreiches — und beklemmendes — Dokument der Wirksamkeit des beschriebenen archaischen Vorurteils stellt das sogenannte <Heidelberger Manifest> dar, ein Anfang 1982 von 15 Hochschullehrern unterschriebener Aufruf "zur Gründung eines parteipolitisch und ideologisch (!) unabhängigen Bundes ... dessen Aufgabe die Erhaltung des deutschen Volkes und seiner geistigen Identität auf der Grundlage unseres christlich-abendländischen Erbes ist".
Der Aufruf beginnt mit dem die proklamierte "ideologische Unabhängigkeit" der Unterzeichner gleich eingangs in Frage stellenden Satz: "Mit großer Sorge beobachten wir die Unterwanderung des deutschen Volkes durch Zuzug von vielen Millionen von Ausländern und ihren Familien, die Überfremdung unserer Sprache, unserer Kultur und unseres Volkstums... Bereits jetzt sind viele Deutsche in ihren Wohnbezirken und an ihren Arbeitsstätten Fremdlinge in der eigenen Heimat."
Mir kommt es hier — wie ich hinzufügen möchte, um psychologische Widerstände über das in diesem Zusammenhang allein gemeinte Argument hinaus aus sozusagen "ökonomisch-didaktischen Gründen" zu vermeiden — nicht auf die Berechtigung der mit diesen Sätzen formulierten Sorge an, auch nicht auf die naheliegende Kritik an dem Volkstums-Vokabular, in das sie sich kleidet. Aufmerksam machen möchte ich vielmehr auf eine von den Unterzeichnern eher beiläufig erwähnte angebliche Mitursache des Problems.
Zwar klagen sie auch "die jetzt praktizierte Ausländerpolitik [an], welche die Entwicklung zu einer multirassischen Gesellschaft fördert". Einen Absatz später aber lautet eine weitere Forderung: "Allein lebensvolle und intakte deutsche Familien können unser Volk für die Zukunft erhalten. Nur eigene Kinder sind die alleinige Grundlage der deutschen und europäischen Zukunft."
Von dem miserablen Deutsch einmal abgesehen, in dem hier für die Erhaltung deutscher Kultur plädiert wird: Hier äußert sich unverkennbar wieder jene archaische Phobie, die uns einflüstert, daß "Überfremdung" die Folge unzureichender "Lebensfülle" in den "deutschen Familien" sei — als ob man den Zustrom von Ausländern durch deren "Hinausgebären" steuern müsse anstatt durch gesetzgeberische Entscheidung.
(Das "Heidelberger Manifest" erschien seinerzeit als Anzeige, aber auch im redaktionellen Teil mehrerer großer Zeitungen, so z.B. in der <Zeit> vom 5.2.1982.)
119) "Alarmierender Geburtenrückgang", Meldung der Katholischen Nachrichtenagentur z.B. in: Badische Zeitung vom 11.3.1983
120) Diese Auskunft bekam ich wiederholt von Vertretern der katholischen Kirche anläßlich von Diskussionen über das Thema. Auf Nachfrage wurde mir mehrfach auch versichert, daß man "selbstverständlich über alle heute bekannten Methoden der Empfängnisverhütung" mit den betroffenen Frauen rede. Dies geschieht allerdings, wie sich bei weiteren Fragen regelmäßig herausstellte, in der Form, daß vor der Anwendung von "Pille", Intrauterin-Pessar und anderen Methoden einer "künstlichen" Konzeptionsverhütung ausdrücklich gewarnt wird und an ihrer Stelle "natürliche Methoden" (Ausnutzung der empfängnisfreien Tage, Temperaturmessung, evtl. Abstrichverfahren) oder sexuelle Enthaltsamkeit empfohlen werden.
121) Das Zitat stammt aus einem Minderheitsgutachten der Päpstlichen Kommission zur Frage der Geburtenregelung (Quelle: Anton Antweiler, "Ehe und Geburtenregelung. Zur Enzyklika Pauls VI. ›Humanae Vitae‹", Münster 1969, S. 139).
122) Die zum Prinzip erhobene Unterscheidung zwischen "künstlichen" und "natürlichen" Methoden der Empfängnisverhütung wirkt bei näherer Betrachtung äußerst willkürlich. Was ist denn noch "natürlich" an einer Situation, in der ein Paar die Spontaneität der sexuellen Umarmung zu zerstören gezwungen ist, weil es zunächst den Kalender zu Rate zu ziehen, eine rektale Temperaturmessung durchzuführen oder zwecks Erhaltung eines Abstrichs gar eine Art gynäkologischen Eingriffs bei der Frau vorzunehmen hat?
Dem entspricht die Beobachtung erfahrener Entwicklungshelfer, daß der Versuch einer Durchsetzung "natürlicher" Methoden zur Geburtenbeschränkung nicht selten eine Neurotisierung der beteiligten Frauen zur Folge hat (so der deutsche Arzt und Entwicklungshelfer Rupert Neudeck, Mitglied der Cap-Anamur-Crew, in einer Fernsehdiskussion bei Radio Bremen am 5.10.1984).
Das gelegentlich zu hörende Argument, "künstliche" Methoden der Empfängnisverhütung seien insbesondere deshalb als "widernatürlich" abzulehnen, weil sie Manipulationen innerhalb der schutzbedürftigen menschlichen Intimsphäre darstellten, kann, jedenfalls so weit es zugunsten der sog. "natürlichen" Methoden ins Feld geführt wird, daher nicht als stichhaltig gelten.
Wenn man die Beweisführung konsequent durchdenkt, kommt man früher oder später zu der Vermutung, daß die "natürlichen" Methoden den kirchlichen Entscheidungsträgern vielleicht nur deshalb in einem relativ milden Licht erscheinen mögen, weil sie die Empfängnis in aller Regel eben nicht effektiv zu verhüten imstande sind.
Als letztes Argument in der ganzen Diskussion stößt man dann schließlich auf die als Warnung gemeinte Äußerung Pauls VI., daß Geburtenkontrolle (die der Papst im selben Kontext als "irrational" bezeichnete) "das Eintreffen neuer Münder am Tische des Herrn" verhindere.
Damit ist wenigstens unmißverständlich ausgesprochen, daß es nicht die Frage der "Künstlichkeit" oder "Natürlichkeit" dieser oder jener Methode ist, die in den Augen der Kirche den Ausschlag gibt, sondern ausschließlich und allein die Sorge vor einem Rückgang der Geburtenzahlen.
Warum aber "das Eintreffen neuer Münder am Tische des Herrn" ein unbefragbar wünschenswertes Ziel sein soll, bleibt unbeantwortet und ist einer rationalen Analyse nicht mehr zugänglich.
123) 1978 führte die WHO in sechs Entwicklungsländern "kontrollierte" Projekte einer Familienplanung mit "natürlichen" Methoden der Empfängnisverhütung (Beschränkung des Verkehrs auf "empfängnisfreie Tage", Temperaturmessung) durch ("Natural Methods Relatively Ineffective", People, Vol. 4, No.4, Winter 1978, S.125).
In dem Bericht wird betont, daß die Untersuchung auf in der Beratung erfahrene Gesundheitszentren und "motivierte Freiwillige" beschränkt war. Trotzdem wurden rund 20 Prozent der beteiligten Frauen bereits im ersten Jahr der Beobachtung schwanger. Eine zwei Jahre später unter der Mitwirkung von mehr als 800 freiwilligen Paaren in Los Angeles durchgeführte gleiche Untersuchung hatte fast exakt das gleiche Ergebnis ("High Pregnancy, Dropout Rates for Two Natural Family Planning Methods", People, Vol. 6, No.1, March 1980, S. 39).124) So berechtigt und notwendig es auch ist, die katholische Argumentation gegen die lebensnotwendige Geburtenkontrolle als Ausdruck eines Vorurteils zu erkennen und einzustufen, so sollte man, umgekehrt, gerade deshalb auch darauf verzichten, die Repräsentanten dieser Kirche zu tadeln oder gar zu schelten. Angesichts der im Text skizzierten psychologischen Mechanismen, die hinter ihren Entscheidungen und "offiziellen" Urteilen verborgen sind, wäre das ungerecht.
Sie haben aus demselben Grunde Anspruch auf Verschonung mit persönlichen Vorwürfen, den Karl Marx für die von ihm in der Sache unbarmherzig kritisierten Kapitalisten geltend machte:
"Kapitalist und Grundeigentümer zeichne ich keineswegs in rosigem Licht. Aber es handelt sich hier um die Personen nur, soweit sie die Personifikation ökonomischer Kategorien sind... Weniger als jeder andere kann mein Standpunkt... den einzelnen verantwortlich machen für Verhältnisse, deren Geschöpf er sozial bleibt." (Karl Marx/Friedrich Engels, Werke, Bd. 23, Berlin [DDR], S. 16)125) Karl W. Deutsch, "Die politischen Auswirkungen der demographischen Verschiebungen", in: s. Anm. 107/1, S.213
126) Hans Jonas, "Das Prinzip Verantwortung", 2. Aufl., Frankfurt/M. 1980,5.252
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