Tanja Busse
Weltuntergang
|
|
2000 240 Seiten detopia |
wikipe Claus Eurich
Krah-Hans-2004
Horn-Eva-2014
|
|
Mit Lesen springer.com ... 9783824444380
ganz unten auf tanjabusse.de/buecher : Was hat das zu bedeuten, wenn im Kino immerzu die Welt vor dem Untergang gerettet werden muss? Als Michel von Lönneberga auf dem Jahrmarkt in Vimmerby ein Feuerwerk entfachte, dachten die Vimmerbyer, nun komme das Ende, denn der Komet falle auf die Erde. Am Ende des letzten Jahrhunderts, als die Jahrtausendwende nur noch einige Jahre entfernt war, drohten erneut Kometen auf die Erde zu fallen. Diesmal im Kino. Endzeitspannung lag in der Luft, keine Panik, eher ein Grusel, ein Spaß am großen Schrecken. Die Weltuntergangsfilme im Kino schienen nichts als die Folge der neuen Möglichkeiten in der Computeranimation zu sein, doch mein Doktorvater Claus Eurich hatte meinen Blick dafür geschult, dass sich hinter bunten Bildern von neuer Technik mehr verbirgt. So habe ich mich in meiner Dissertation auf die Suche nach Form und Sinn von Weltuntergangserzählungen gemacht. Meine These: Auch wenn im Kino die Welt nur zum Spaß untergeht, steckt dahinter die uralte apokalyptische Erzählung von der Enthüllung einer Endzeitgefahr und dem Aufruf zu einer richtigen Entscheidung angesichts der Gefahr. Diese apokalyptische Erzählung ist über die Jahrhunderte hinweg immer dann neu erzählt worden, wenn sich eine Kultur in Gefahr wähnt und ihren Untergang spürt. Heute, mit Finanzkrise und Klimawandel, Peak Oil und Peak Soil, ist die Frage nach dem Umgang mit dem Untergang noch viel aktueller. Dennoch ist das Buch vergriffen. lehmanns.de/shop/wirtschaft/2703991-9783824444380-weltuntergang-als-erlebnis (60 Euro) |
Zum Buch (vom Verlag) Wenn in den Medien über Krisen und Katastrophen berichtet wird, geschieht das oft in Form einer apokalyptischen Erzählung. In dieser traditionellen, ursprünglich religiösen Art der Krisenbewältigung erhält die Erfahrung von Unsicherheit und Bedrohung einen höheren theologischen Sinn. Tanja Busse entwickelt eine Theorie der apokalyptischen Erzählung und untersucht ihre Erscheinungsformen an drei historischen und sechs aktuellen Beispielen. In einem historischen Aufriss verfolgt sie die Geschichte des apokalyptischen Denkens und Erzählens von der jüdisch-christlichen Tradition über seine Wandlung in säkulare Vorstellungen bis hin zur Verarbeitung in den Massenmedien. Die Autorin zeigt, dass der Weltuntergang zum medialen Ereignis wird und so die apokalyptische Erzählung die reale Bedrohung fiktiv entschärft. Autorenportrait Tanja Busse: Jahrgang 1970, aufgewachsen auf einem Bauernhof in Eversen (Ostwestfalen), Studium der Journalistik in Dortmund und der Philosophie in Bochum und Pisa. -- Seit 1993 freie Mitarbeiterin für verschiedene Radio- und Fernsehredaktionen des WDR; 1999 Promotion zum Dr. phil. mit einer Arbeit über die Massenmedien vor der Jahrtausendwende; freie Journalistin in Berlin, u.a. für Die Zeit, WDR, DeutschlandRadio Berlin. |
|
|
Inhalt Geleitwort von Prof. Claus Eurich 1 Einleitung (1) 2 Was ist Apokalypse? (7)
3 Kleine Geschichte der Weltuntergangs I : Die Apokalypse Gottes (24)
4 Kleine Geschichte des Weltuntergangs II: Das apokalyptische Erbe in der neuen Zeit (53)
5 Apokalyptische Erzählungen im Zeitalter der Massenmedien I: Drei historische Beispiele (82)
6 Apokalypse im Zeitalter der Massenmedien II: Theoretische Überlegungen (115)
7 Apokalypse 1999: Zur apokalyptischen Befindlichkeit vor der Jahrtausendwende (128)
9 V sprengt Berlin: Endzeitliteratur als innere Apokalypse (179)
10 Folgenlose Erschütterung: Der ICE-Unfall von Eschede (189)
11 Die Banalität der späten Zahl: Der Jahreswechsel 1998/99 als Anlaß zu apokalyptischer Spekulation (206)
12 Schluß: Weltuntergang als Erlebnis (222) 13 Literatur (226) |
Weltuntergang als Erlebnis - Apokalyptische Erzählungen in den Massenmedien - Von Tanja Busse - 2000 |