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Die Thriller-Buch-
Seuche

 deto   

Blockbusterseuche

 

 

 

1992:


aus wikipedia-2025: Welt in Angst (2004)

Der Roman befasst sich mit der angeblichen Instrumentalisierung der Klimaforschung für politische und wirtschaftliche Interessen. Das Werk gilt als bedeutende klimaskeptische Polemik, die durch die Angabe von Fußnoten und Quellennachweisen den Anschein wissenschaftlicher Objektivität erweckt.

George Morton ist ein amerikanischer Millionär, der mit seinem Geld Umweltorganisationen unterstützt. Als er bei einem Autounfall verunglückt, möchten Umweltaktivisten überraschend schnell sein Erbe antreten. Georges Anwalt und guter Freund Peter Evans macht sich auf die Spur der verschwundenen Millionen. Begleitet vom geheimnisvollen Agenten John Kenner, stellt Peter fest, in welche dubiosen Projekte Georges Unterstützung geflossen ist, und wird gezwungen, seinen eigenen Standpunkt komplett neu zu überdenken.

Rezeption
Der Roman kritisiert eine ideologisierte Wissenschaft. In der Wissenschaft werden diese Thesen abgelehnt. Zwar seien die vorgebrachten Argumente auf den ersten Blick plausibel, tatsächlich seien sie jedoch Scheinargumente, die einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht standhielten. Oft seien sie auch einfach nur falsch. Tatsächlich zeige die Lektüre deutlich, dass Crichton auf gängige Pseudoargumente von Klimaskeptikern hereingefallen sei.[2] Einige Wissenschaftler (mitunter auch einige von Crichton zitierte) und Umweltschützer werfen ihm zudem ein Missverständnis von Fakten, bestenfalls eine Fehlinterpretation seiner von ihm zitierten Quellen, massive Fehlinformationen und die Leugnung der anthropogenen Ursachen der Klimaerwärmung vor.

Auch die scheinbar noch gesteigerte Aktualität des Themas durch das sich kurz nach Erscheinen des Romans ereignende Seebeben in Südasien, das jedoch von keinem Wissenschaftler auf die globale Erwärmung zurückgeführt wurde, trug zur Aufmerksamkeit bei. Obwohl es ein fiktionales Werk ist, wurde es von der Ölindustrie-nahen American Association of Petrol Geologists mit einem Journalismus-Preis ausgezeichnet.


Robert May, ein Physiker und Biologe, der von 2000 bis 2005 Präsident der Royal Society war, schrieb:
„Crichton ist ein großartiger Autor für Flughafenbuchhandlungen, aber nun leidet er an Größenwahn. […] Das Buch gibt sich nicht nur als Thriller, sondern als etwas wirklich wichtiges. Tatsächlich aber ist es totaler Müll, und doch nutzt Crichton es als hohe Kanzel, von der er seine Ansichten predigen kann, selbst wenn sie Unsinn sind.“– Robert May


wikipedia  Der_Schwarm (2004) von Frank Schätzing

detopia-2025: Auch dieses Buch kritisiere ich und gebe zu Protokoll: "Kein nützlicher Beitrag!" - Im Gegensatz dazu wird das Buch von Umweltleuten gelobt, als Beitrag zur notwendigen Aufkläruung der deutschen Bevölkerung in Umwelt- und Zukunftsdingen.

Aber gut: Vielleicht kommt in diesem einzelnen Fall PlusMinusNull heraus.

detopia-2025:
Stichpunkte müssen hier genügen:

 

  • Die Kritik dieser Seuche kann von einem einzelnen Laien nur ansatzweise geleistet werden.

  • Das ist Aufgabe von Universitäten und Instituten, Soziologen, Psychologen, etc., also ähnlich Neil Postman - Postman-1985

  • Finanziert werden muss die Kritik durch die Gesellschaft. Anders geht es nicht, weil Lesen der Primärliteratur zeitraubend ist.

  • Einige Kritikpunkte gleichen denen von Endzeit-Filmen. Aber es gibt auch Unterschiede. Der bedeutendste ist die Zeit, um das Produkt zu konsumieren.

  • Weiterhin hoffe ich auf die Auffindung einer bereits vorhandenen Kritik; eigentlich müsste es diese schon geben.

  • Deutschsprachig will ich vorerst bleiben bei: Schätzing, Fitzek und Rossmann.

  • International bei:

  • wikipedia  Michael_Crichton  (1942-2008, 66)   
    insb. bei wikipedia  Welt_in_Angst (2004)

  • James Herbert - Apokalypse (*1943-2013, 70)  / Buch von 1992. Das habe ich neulich mal komplett gelesen. Etliche Merkmale stoßen mich ab. Die zügellose Verbindung und Vermischen von Öko, Horror, Magie und bösen und lügenden Regierungen. Eben ein "Horrorautor".

  • Kritisieren möchte ich zuerst das Konzept des "Thrillers", also eines Buchwerkes, dass darauf angelegt ist, den Leser aufzuregen und zu überraschen. Damit letzteres gelingt, muss er vorher verwirrt werden.

  • Die drei Rossmann-Oktopus-Bücher sind hier ein aktuelles Ärgernis.

  • Fitzek konnte ich bisher ignorieren, obwohl er im Kaufland im Buchregal immer aufdringlicher wird, weil dicker und bunter.

  • Über Fitzek 2025:  "Wer Fitzek liest, hat die Kontrolle über sein Leben verloren" (Tagesspiegel)
    tagesspiegel.de/kultur/denis-scheck-uber-die-top-ten-der-romane-wer-fitzek-liest-hat-die-kontrolle-uber-sein-leben-verloren-13217647.html

  • Schätzings "Schwarm" scheint erstmal besser als Fitzek, der auf Mord, Totschlag und psychische Störungen spezialisiert ist. Im "Schwarm" geht es auch um Umwelt und Zukunft und das scheint erstmal besser, weil eine gesellschaftliche Verantwortung es Autors dahinter stecken könnte.

  • Über Dirk-Rossmann-Thriller:
    literaturcafe.de/pamphlet-und-thriller-der-neunte-arm-des-oktopus-von-dirk-rossmann 

  • 2/2025   Zwischen-Mars-und-Metaverse-Science-Fiction-als-Blaupause-der-Gegenwart  Übersichtsartikel von Barth auf Telepolis

  • wikipedia  Sebastian_Fitzek  *1971 in Westberlin  

  • aus wikipedia-2025 zu Fitzek:

    Die Kritiken zu Fitzek reichen von „Thriller-König“ bis hin zu Verrissen. Christine Brand schrieb 2013 in der Neuen Zürcher Zeitung zu Der Nachtwandler: „Was im Thriller Der Nachtwandler des deutschen Autors Sebastian Fitzek Fiktion ist, ist im Leben etlicher Menschen Realität. Und nur wer den Wachtraum als solchen erkennt, lernt, ihm zu entkommen. Auch Fitzek kennt diese Träume, was ihn inspiriert hat, diesen Kriminalroman zu schreiben. Dabei hat der Autor nicht nur den Rahmen der Realität, sondern gleichzeitig die Grenzen der Vorstellungskraft gesprengt.“[33]

    Denis Scheck urteilte bei seiner Besprechung des Pädophilie-Krimis <Das Joshua-Profil> (2015), dass Fitzek „die Nulllinie der deutschen Gegenwartsliteratur“ markiere.
    Über Fitzeks 2018 erschienenen Roman <Der Insasse> sagte Scheck: „Dies ist kein Roman, dies ist eine Kloake“.
    Den 2019 erschienenen Psychothriller Das Geschenk bezeichnete Scheck in Druckfrisch als „miesen Gewaltporno“.

    Auf die Kritik durch Scheck angesprochen, urteilte Fitzek, diese Kritik sei für ihn „belanglos“. Er fuhr fort: „Er [Scheck] hat noch nicht mal eine Auswirkung auf Autoren, die er mag. Wenn Elke Heidenreich ein Buch empfohlen hat, haben die Buchhändler die Sektkorken knallen lassen. Das hat Auflagen verdoppelt. Denis Scheck arbeitet sich seit zehn Jahren an mir ab, warum auch immer. Er ist bekannt dafür, dass er Bücher in den Mülleimer wirft. Ich bin bekannt dafür, dass ich Menschen zum Lesen bringe. Mit dieser Aufgabenverteilung kann ich gut leben.“

    Der Spiegel betitelte Fitzek 2014 als einen der „professionellsten und handwerklich zuverlässigsten Thriller-Autoren in Deutschland“ und stellte <Passagier 23> als Krimi des Monats vor: „[Fitzek] entwickelt […] einen sehr dicht geschriebenen, sehr gewalttätigen Thriller, der von der ersten bis zur letzten Seite funktioniert. Keine Szene ist zu viel.“
    Für Takis Würger war Fitzek 2019 „der erfolgreichste deutsche Schriftsteller des 21. Jahrhunderts“.

 

 

detopia-2025:

Nochmal: Mit dieser (unserer) Geisteshaltung haben wir keine Chance. "Chance"? Das Ende des Jahrhunderts zu erleben.

"Geisteshaltung"? Also dass es diese Bücher in Realität gibt und ernst genommen werden, also Teil der realen Volksbildung sind.

Wenn wir alles verwursten. Und das tun wir. Wir verwursten alles, was wichtig ist.

In diesem Falle verwursten wir echte Umweltprobleme und echten Psychoprobleme. (hin zu Ablenkung, Zeitversenkung und Profit)

Wir beuten sie aus. Wir beuten Ängste aus. Wir beuten Umwelt aus. Und lassen stehen. Und werfen weg.

Ja!: "Wir". Denn wir nehmen diesen Medienmüll so hin -- wir nehmen das Mediensystem wortlos hin, dass uns mit Thrillern überfällt, überhäuft, selbst im Kaufland, vermutlich auch bei Webseiten mit eBooks und "Podcasts".)

Nochmal: Mit dieser Geisteshaltung haben wir keine Chance.

 

 

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