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Worldwatch Institute Report Zur Lage der Welt 1992 Daten für das Überleben unseres Planeten
detopia-2026:
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3. Bewältigung der
radioaktiven Abfälle Register (309) |
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Deutsche Erstausgabe
Veröffentlicht im Fischer Taschenbuch Verlag GmbH,
Frankfurt am Main, Mai 1992
© Fischer Taschenbuch Verlag GmbH, Frankfurt am Main 1992 Die amerikanische Originalausgabe erschien unter dem Titel »State of the World 1992. bei W.W. Norton & Company, New York © 1992 by Worldwatch Institute Umschlaggestaltung: Buchholz/Hinsch/Walch Umschlagfoto: Tony Stone Worldwide Satz: Jung Satzcentrum GmbH, Lahnau Druck und Bindung: Clausen & Bosse. Leck Printed in Germany ISBN 3-596-11327-X
Vorwort zur deutschsprachigen Ausgabe 7
Sandra Postel: 1. Die Verleugnung im entscheidenden Jahrzehnt 9
John C. Ryan: 2. Schutz der biologischen Vielfalt (18) - Leben am Abgrund 20 - Schutz der Ökosysteme 27 - Naturschutz außerhalb von Naturschutzparks 36 - Mit der Vielfalt leben 42
Nicholas Lenssen: 3. Bewältigung der radioaktiven Abfälle (48) - Gesundheit und radioaktive Strahlung 50 - Bleibende Gefahr 54 - Sie nennen es Entsorgung 60 - Die Politik der radioaktiven Abfälle 66 - Ausblicke 75
Alain Thein Durning und Holly B. Brough: 4. Reform der Viehwirtschaft 80 - Viehwirtschaft 81 - Ökologie der Viehwirtschaft 86 - Futter und Nahrung 94 - Heilige Kühe 98 - Wiederherstellung der Rolle des Viehs 103
Jodi L. Jacobson: 5. Verbesserung der Gesundheit von Frauen 109 - Die Tragödie der Mutterschaft 112 - Leiden und Schweigen 120 - Familienplanung im Hinblick auf die Gesundheit 128 - Befriedigung der Bedürfnisse 133
John E. Young: 6. Förderung von Rohstoffen aus der Erde 137 - Minerale in der Weltwirtschaft 139 - Verwüstung 145 - Zu welchen Kosten? 155 ~ Ans Tageslicht bringen 163
Marcia D. Lowe: 7. Gestaltung der Städte 168 - Stadtplanung rund um den Globus 169 ~ Die fehlende Verkehrsverbindung 174 - Genug Raum für alle 183 - Menschenfreundliche Städte 189 - Grundriß einer städtischen Flächennutzungspolitik 193
Michael Renner: 8. Schaffung nachhaltiger Arbeitsplätze in Industrieländern 199 - Umgestaltung der Wirtschaft 201 - Energieeffizienz und erneuerbarc Energie 208 - Schiene gegen Straße 212 - Stoffe rccyccln, Arbeitsplätze bewahren 215 - Vom Roden zur Erhaltung der Wälder 218 - Den Übergang bewältigen 222
Lester R. Brown: 9. Start der ökologischen Revolution 227 - Mechanismen des Wandels 231 - Die entscheidende Rolle von Regierungen 234 - Firmen angesichts des Wandels 241 - Mobilisierung für den Wandel 248
Anmerkungen 255 Herausgeber und Autoren 308 Register 309
Vorwort zur deutschsprachigen Ausgabe
Die Welt steht heute vor den Anfängen einer ökologischen Revolution oder sie riskiert einen ökologischen Kollaps und einen wirtschaftlichen Niedergang. Unter dieses Motto laßt sich der Report 1992 des Worldwatch Institute (Washington) stellen.
Zwischen 50-400 Arten aus der Pflanzen- und Tierwelt werden jeden Tag vernichtet. Die Ozonschicht in der Atmosphäre erweist sich jetzt schon als dünner, als es sich die Wissenschaftler vor zwei Jahren vorgestellt haben. Seit der Messung des Klimas (Mitte 19. Jahrhundert) erlebte die Erde im Zeitraum zwischen 1980 -1990 die sechs wärmsten Durchschnittstemperaturen pro Jahr. Die Weltbevölkerung nimmt jährlich um 92 Millionen Menschen zu, was etwa der Einwohnerzahl von Mexiko entspricht. Nahezu 6 Milliarden Tonnen Kohlenstoff wurden allein 1991 in die Atmosphäre ausgestoßen. Diese Gefahren lassen sich überwinden, wenn es zu Veränderungen in einem umwälzenden Maß kommt. Das Zeitalter der fossilen Brennstoffe muß von einer ökologisch-effizienten Solarwirtschaft abgelöst werden. Neue Transportsysteme nehmen den Platz ein, der heute dem Automobil zugestanden wird. Land und Wohlfahrt müssen neu umverteilt werden. Die Gleichheit zwischen den Geschlechtern muß in allen Kulturen angestrebt werden. Die Familienplanung erfordert eine schnelle Hinwendung zur kleineren Familie.
Der neue Report »Zur Lage der Welt 1992« zeigt Mittel und Wege auf, was wir unternehmen müssen und welche Technologien für die ökologische Revolution erforderlich sind, um diese zu einem Erfolg zu führen. Ob dies gelingt, hängt vom Verhalten der einzelnen, der sozialen Institutionen und vom politischen Willen ab. Die ökologische Revolution wird sich an die Agrarrevolution und die industrielle
Vorwori zur deutschsprachigen Ausgabe
Revolution anschließen und als eine der großen Transformationen in der Geschichte der Menschheit gelten.
In diesem Band werden unsere Möglichkeiten überprüft, sei es die Ernährung von Milliarden Menschen, die Humanisierung der Städte, der Schutz der biologischen Vielfalt auf der Erde, ohne daß die natürlichen Ressourcen und Ökosysteme vergeudet werden, von denen wir abhängig sind. Die Wissenschaftler zeigen auf, wie eine internationale Zusammenarbeit zur Wiederherstellung der geschädigten Umwelt gestaltet werden kann. __
Dieser Report wird in 23 Sprachen übersetzt, darunter ins Arabische, Chinesische, Französische, Japanische, Portugiesische, Russische und Spanische. In Ermangelung eines jährlichen Berichtes der Vereinten Nationen oder irgendeiner Regierung nimmt dieser Report eine wichtige Stellung in der internationalen Umweltdiskussion ein. Allein in den USA wird er an mehr als 1300 Universitäten und Colleges für den Unterricht benutzt. Die New York Review of Books stellte fest, daß der State ofthe World Report »katastrophale Ereignisse rational und konstruktiv abhandelt und immer eine schlüssige Lösung anbietet«.
Dieser Report erscheint hier zum sechsten Mal im S. Fischer Verlag. Für das Jahr 1992 wurde erstmalig die Form eines Taschenbuches gewählt, um so durch ein günstigeres Preisangebot möglichst vielen Leserinnen und Lesern den Kauf dieser lebenswichtigen Informationen zu ermöglichen.
Zugleich sei an dieser Stelle dem Worldwatch Institute, vor allem dessen Direktor Lester R. Brown und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement gedankt, mit dem sie sich weltweit für die Erhaltung einer lebenswerten Welt einsetzen und so auch vielen Menschen in Europa Mut machen, die Belange der Umwelt zu vertreten.
Frankfurt am Main, im Februar L992
Sandra Postel
1. Die Verleugnung im entscheidenden Jahrzehnt
Vor August 1991 stellte kaum jemand sich vor, daß ein solch monumentaler Wandel praktisch über Nacht hereinbrechen könnte. In einer bemerkenswerten Folge von Ereignissen brach die sowjetische Form des Kommunismus unwiederbringlich zusammen und verwies den Kalten Krieg in die Geschichtsbücher. Wie erstaunlich und schnell diese Veränderungen auch waren, so muß der Rest dieses Jahrzehnts eine noch tiefgreifendere und weitreichendere Umwandlung hervorbringen, wenn wir an einer realistischen Hoffnung auf eine bessere Welt festhalten wollen. Es geht um das schwer geschädigte Verhältnis der Menschheit zu ihrem »Haus Erde« und um die Dringlichkeit, es wiederherzustellen, bevor dauerhafterer und tragischerer Schaden angerichtet worden ist.
Wohl oder übel werden die neunziger Jahre ein entscheidendes Jahrzehnt für den Planeten und seine Bewohner. Ein kurzer Blick auf die gegenwärtigen ökologischen Tendenzen:
• Die schützende Ozonschicht in dichtbesiedelten Breiten der nördlichen Hemisphäre verdünnt sich doppelt so schnell, wie es Wissenschaftler noch vor wenigen Jahren erwarteten.
• Jeden Tag sind mindestens 140 Tier- und Pflänzenarten zum Aussterben verurteilt.
• Der Gehalt des Hitze einfangenden Kohlendioxids in der Atmosphäre ist heute um 26 Prozent höher als vor Beginn des Industriezeitalters und steigt weiter an.
• Die Erdoberfläche war 1990 wärmer als je seit Beginn der Messungen Mitte des 19. Jahrhunderts; sechs der sieben wärmsten gemessenen Jahre folgten nach 1980.
• Wälder schwinden um etwa 17 Mio. Hektar im Jahr - eine Fläche, die der Hälfte Finnlands entspricht.

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Worldwatch Institute - Bericht (Report) Zur Lage der Welt