Christoph Spehr
1996: Die Ökofalle.
Nachhaltigkeit und Krise.1999: Die Aliens sind unter uns!
Herrschaft und Befreiung
im demokratischen Zeitalter2003: Gleicher als Andere.
Eine Grundlegung der Freien Kooperation.wikipedia Spehr
*1963 in Augsburgdnb Nummer (11)
detopia S.htm
Prof. Brand *1967
|
|
2003: Gleicher als Andere. - Eine Grundlegung der Freien Kooperation. 309 Seiten. Dietz-Berlin. Inhalt dnb dnb Buch bing Buch goog Buch Volltext 114 Seiten Erster Teil des Bandes 9 aus der Reihe »Texte« der Rosa-Luxemburg-Stiftung, erschienen 2003 im Karl Dietz Verlag Berlin. Volltext 309 Seiten mit Debatte 1999: Die Aliens sind unter uns! - Herrschaft und Befreiung im demokratischen Zeitalter. 313 Seiten. Goldmann-1999. Inhalt dnb dnb Buch bing Buch aus wikipedia
|
|
Weblinks
1994 =
Dissertation-1993
|
1996 Die Ökofalle. Nachhaltigkeit und Krise /Christoph Spehr
Anke Rösener (AR) Dipl.-Politologin,
Redakteurin pw-portal.de "Praktisch bedeutet das, in leicht schematisierter Form:
Aus "Die
Öko-Falle" (1996) Lesebericht: transitionsblog.de/content/buch-rezension-die-oekofalle-nachhaltigkeit-und-krise-christoph-spehr Öko liegt im Trend und nachhaltige Lebensstile werden für immer mehr Menschen ein Thema. Doch warum hilft dies nicht den gegenwärtigen Trend im Ressourcenverbrauch zu stoppen? Spehr zeigt, warum ein grüner Kapitalismus die Probleme nicht lösen wird und ohne eine Herrschaftskritik, ökologische Lebensstile sinnlos sind. Ökologische Lebensstile in der Ökofalle Kernthese seines Werkes ist die Ökofalle, in der wir gefangen sind. Ökologisch orientierte Lebensstile predigen oft den Verzicht: weniger Fliegen, weniger Autofahren oder weniger Luxuskonsum von den vielen kleinen Dingen, die uns das Leben versüßen. Öko heißt sparen, den Gürtel enger schnallen und den ökologischen Fußabdruck verkleinern, auf dem wir leben. Das Verführerische an diesem Leben mit dem erhobenen Zeigefinger ist die einfache Logik dahinter: weniger Konsum = weniger Rohstoffverbrauch = mehr Nachhaltigkeit Diese Gleichung wurde allerdings ohne einer grundlegenden Herrschaftskritik gemacht. Spehr schreibt dazu:
Nachhaltigkeit lässt sich nicht ohne Herrschaftskritik denken Wenn wir sparen, heißt dies nicht, dass am Ende für alle mehr übrigbleibt. Das, was wir sparen, wird wieder von anderer Seite verbraucht. Beispielsweise durch die aufwändige Produktion und lange Transportketten der multinationaler Konzerne, die weltweit auf der Jagd nach billigen Arbeitskräften und Rohstoffen sind. Das sind aufgeblähte Staatsapparate, die mit Polizei und Militär die Praktiken der Konzerne sichern, indem sie Eigentumsrechte sichern (z.B. Landgrabbing) und die Aufstände der Bevölkerung niederdrücken, weil sie für mehr Land, bessere Arbeitsbedingungen und Demokratie auf die Straße gehen. Und es ist die Werbe- und Propagandamaschinerie, die uns erzählt, dass Geiz geil ist und das Freiheit der Besitz der neuesten Gadgets bedeutet – egal unter welchen ausbeuterischen Bedingungen das neue Smartphone produziert wurde. Die ökologische Frage kann nicht getrennt von der sozialen Frage beantwortet werden. Und diese ist eng verwoben mit Imperialismus, Rassismus und Sexismus. Kritik der Ökobewegung Spehr analysiert die blinden Flecken der Ökobewegung. Warum die vielen Nachhaltigkeitsstudien wie Zukunftsfähiges Deutschland oder Towards Sustainable Europe grundlegende Denkfehler haben und deshalb nicht die richtigen Schlüsse ziehen können. Warum die vielen staatlichen Naturschutzgebiete eher der Ressourcensicherung dienen, als dem Naturschutz. Oder wieso es auch für einen grünen Öko-Kapitalismus wichtig ist, die Umwelt zu zerstören. Nur so schafft er es, alle weiter in die kapitalistische Tretmühle einzuspannen uns sich über die ganze Welt auszudehnen. Lösungen für eine nachhaltige Gesellschaft Der Lösungsvorschlag von Spehr besteht in der Abwicklung des Nordens. Dies meint zunächst, die Zugriffsmöglichkeiten des Nordens auf die Ressourcen anderer Länder einzudämmen. Direkt durch die Friedensbewegung, aber auch die globalisierungskritische Bewegung (z.B. Attac). Die aktuellen Proteste gegen TTIP/CETA sind ein wichtiger Hebel, um die „Waffenfunktion der Ökonomie“ gegen ärmere Länder zu einzuschränken. Weiterhin fordert er eine Zurückdrängung des globalen Sektors durch die Förderung regionaler Produktions- und Konsumtionskreisläufe. Nur die weltweite Vernetzung ermöglicht es Unternehmen, ArbeitsnehmerInnen gegeneinander auszuspielen und Arbeits- wie Umweltschutzgesetze der Länder zu unterlaufen. In diese Kerbe schlägt auch die Forderungen nach einem bedingungslosen Grundeinkommen. Als „Entprivilegisierung der formalen Arbeit“ soll die schon lang formulierte feministische Forderung nach Anerkennung von Reproduktionsarbeit umgesetzt werden. Andere Punkte seines Lösungsvorschlags beschreiben Änderung der Gesellschaftspolitik zu mehr Basisdemokratie, Selbstorganisation und regionale Tausch- und Produktionskreisläufe in einer Shared Economy. |






Christoph Spehr, *1963