18 Nadine Janov 1991
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Viele Gefühle über den Tod meines Vaters. Schmerzliche Szenen, in denen sich damals Sehnsüchte und Hoffnungen so verdrehten, daß sie mich zu einem gewalttätigen, hysterischen, besitzergreifenden und zurückgezogenen Kind machten, unfähig, sich später als Erwachsene mit einem Mann wohlzufühlen, weil ich mich nicht mit ihm teilen konnte. Ich interpretierte seinen Tod so, daß er mich verließ, weil ich etwas falsch gemacht hatte.
Als mein Therapeut mich über Vaters Tod sprechen ließ, hielt ich einen schrecklichen Drang zurück, auf die Toilette zu gehen, was darauf hindeutet, daß ich ein Bedürfnis habe loszulassen. Dann fing ich an, das Haus meiner Großmutter zu beschreiben. Ich war überrascht, meine Großmutter zu sehen, weil ich dachte, sie sei noch mit meiner Mutter im Krankenhaus. Und meine Schwestern waren auch da. Eine von ihnen sagte, Mutter komme im Laufe des Vormittags. »Was ist mit Papa?« sagte ich. »Kommt er auch?« Meine Schwester sah mich seltsam an und sagte: »Nein, dein Papa wird nicht mehr leiden.« Meine Schwestern stellten weitere Fragen, die ich nicht hören konnte, sie fingen an zu weinen, und ich hörte jemanden schreien wie ein Tier, ehe ich ohnmächtig wurde.
In der nächsten Szene sind meine Schwestern und ich auf einem Feld mit Mohnblumen und Weizen, und in der Ferne können wir die Kirchenglocken hören, die eine Messe für meinen Vater einläuten. Wir sind zu jung, um hinzugehen, hat meine Mutter gesagt. Also brachten sie uns hinterher zum Friedhof... es ist seltsam, aber heute konnte ich fühlen, wie ich zu diesem Friedhof ging, ich hörte den Kies unter meinen Schuhen knirschen, ich konnte die Blumen ringsum riechen und wirklich all die Leute sehen, als ich auf das Grab zuging. Und ich sah den Sarg dann, und ich soll glauben, daß mein Vater da drin ist. »Ja«, sagte Rick, mein Therapeut. »Dein Vater ist in dieser Kiste.« Ich schreie, daß das nicht sein kann. Ich schreie, mein Vater solle zu mir zurückkommen. Zum erstenmal seit seinem Tod weine ich um ihn und fühle, daß er wirklich tot ist.
An einem Tag in der Therapie weinte ich mir in einem kleinen Raum das Herz aus dem Leib; mein ganzer Körper war in einer Art Erwartung, die meine Psyche noch nicht kannte. Die Tür ging auf, mein Körper spannte sich an, und als die Tür sich schloß, wußte ich, wo ich war. Ich war in einem Brutkasten, einer glockenähnlichen Form, und wartete darauf, daß die Hand kam und mich berührte und mich aus meinem Schmerz herausholte.
Es ging wirklich darum, daß ich ganz allein war. Ab und an streichelte eine Hand meine Stirn, linderte meinen Schmerz, blieb eine Weile da. Es war die reine Qual, wenn sie fortging, aber auch Qual, wenn sie auf meinem Kopf war, weil die Hand nicht verstehen konnte, daß ich wollte, daß sie dablieb. So verfiel mein Körper in Krämpfe. Ich saugte am Daumen und schrie nach der Hand. Die Einsicht, die ich hatte, war so, wie der Therapeut es ein paar Monate zuvor vorhergesagt hatte: »Du willst nicht geliebt werden, weil du einst etwas wie Liebe gefühlt hast und es weggenommen wurde.«
Weitere Szenen sind mir vertraut. In einer sitze ich mit meiner Mutter und meinen Schwestern am Eßtisch (Papa war viel unterwegs) und höre zu, wie meine Mutter herauszufinden versucht, wer für die neuesten Mißgeschicke verantwortlich war, wer die Stifte zerbrochen hat etc. Ich pflegte lächelnd dazusitzen, weil ich wußte, irgendwie würde es doch auf mich hinauslaufen. Die ganze Zeit grinste ich; ich weinte nie. Ich schaute ihr gerade ins Gesicht, um ihr zu zeigen, daß es mir nichts ausmachte. Aber ihr machte es etwas aus, das war die einzige Art, wie ich sie erreichen konnte, und sie verlor die Kontrolle und schlug mich und schlug mich immer wieder, mit diesem starren Blick in den Augen, bis sie erschöpft war und mich in mein Zimmer schickte.
Gefühle über meine Mutter helfen mir zu erkennen, welche Angst vor Nähe ich habe, besonders vor Frauen, und wie sehr ich meine Weiblichkeit zurückgewiesen habe und wie häßlich und unzulänglich ich mich immer in Konkurrenz zu anderen Frauen fühle. Das erste Mal, als ich den Wunsch fühlte, eine andere Frau in den Armen zu halten, begann ich mich an ihr festzuklammern, und bald wand ich mich auf dem Boden, weil das Gefühl innen so schwer war. Ich erkenne jetzt, daß es mich verrückt macht, dieses Gefühl. Ich agiere auf so viele Arten sexuell aus, weil ich von meiner Mutter gehalten und berührt werden möchte. Zum erstenmal kann ich auch in der Gruppe über mein Bedürfnis sprechen, vom Therapeuten akzeptiert und geliebt zu werden. Der Therapeut sagt, ich solle »Bitte« sagen, aber dazu bin ich noch nicht bereit. Ich weiß, daß mein ganzes Leben hinter diesem »Bitte« liegt, dem Bedürfnis zu sagen: »Berühre mich, liebe mich.« Das Bitten macht mir panische Angst. Also agiere ich es sexuell mit etlichen Männern aus, Affären für eine Nacht.
Gegen Ende des ersten Therapiejahres höre ich für drei Monate auf, mit Männern zu schlafen, und fange an zu fühlen, daß ich nicht mehr weiß, wie man sich dabei anstellt. Irgendwie habe ich das Empfinden, daß Emotionen an der Liebe beteiligt sein sollten, nicht nur mein Körper, und das ist etwas Neues für mich. Ich habe gelernt zu gefallen, um zu bekommen, was ich will, aber niemals gelernt loszulassen. Ich habe schreckliche Angst, jemand könne mich »innerlich berühren«, was immer das bedeutet, aber ich weiß mit Sicherheit, daß ich Angst habe, verletzt zu werden. Meine kalte Fassade ist jetzt nur noch eine Fassade.
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Bei meinen Liebhabern habe ich ständig Angst, zurückgewiesen zu werden, weil ich keine nette Person bin, weil ich zu stark bin oder nicht hübsch genug. Im Grunde geht es mir nur darum, was sie von mir denken. Ich denke nie darüber nach, wie es wäre, akzeptiert oder gemocht zu werden. Ich glaube, wenn ein Mann mich mag, dann liegt es sicher daran, daß er mich sexuell attraktiv findet und weil ich nett zu ihm bin. Innerlich fühle ich, daß keiner mich wirklich verstehen oder akzeptieren kann. Nach ungefähr sechs Monaten Therapie gehe ich in einen großen Raum im neuen Institut und schreie etwa eine Woche lang: »Geh zur Hölle, Arthur Janov!« Jetzt fühle ich den Schmerz, wenn er wehtut, und ich kann die Leute hören, wenn sie sagen, daß sie mich nicht mögen. Es scheint, daß der Therapievorgang endlich die Wände eingerissen hat, die mich funktionieren ließen, ohne wirklich zu fühlen.
Als ich eines Morgens nach einem sehr tiefen Gefühl über den Verlust meines Vaters aus dem Institut kam, hielt ich inne und betrachtete die Welt draußen. Zum erstenmal in meinem Leben konnte ich sehen, daß die Farben nicht so leuchtend waren wie zuvor, daß Dinge um mich herum nicht dieselben intensiven Empfindungen hervorriefen, die ich brauchte, um zu fühlen, daß das Leben der Mühe wert war. Die Dinge waren irgendwie anders, nicht so vibrierend oder sensationell, aber das Gefühl war irgendwie ausgewogener. Selbst die Liebe wurde anders. Ich pflegte ohnmächtig zu werden, wenn ich einen Orgasmus hatte, meine sinnlichen Gefühle waren wirklich stark. Ich pflegte mich mit meinem damaligen Liebhaber in sinnloser Leidenschaft zu verlieren. Doch wenn er anfing, mich zu mögen, wurde ich kalt und gewöhnlich frigide. Ich ging dann meistens, weil ich mich erstickt fühlte. Nach etwa sieben Monaten in Therapie hatte ich viele Gefühle über meine Religion. Ich bin katholisch erzogen worden, aber irgendwie habe ich ein paar Monate nach Papas Tod den Glauben verloren. Innen blieb aber noch etwas Hoffnung. Diese Hoffnung bezog sich auf Gott; wenn Er wirklich existierte, würde ich eines Tages wieder mit meinem Vater vereint sein. Ich glaubte auch sehr stark, daß es in Wirklichkeit keinen Tod gäbe, nur Übergänge. Ich verbrachte zahllose Stunden damit, Gott wegen all der Lügen anzuschreien, an die ich wegen der Hoffnung, meinen Vater wiederzusehen, geglaubt hatte.
Nach etwa sechs Monaten Therapie fühlte und verstand ich endlich, warum ich mein ganzes Leben lang zwanghaft Fingernägel gekaut habe (und auch meine Fußnägel, bis sie bluteten). Die Einsicht, die ich hatte, war sehr einfach, aber sie zeigte mir das Ausmaß meiner Neurose. Ich brauchte den Schmerz, den man spürt, wenn man etwas mit den Händen tut und keine Fingernägel hat. Ich brauchte den Schmerz, mit blutenden Fußnägeln zu laufen, weil ich mich physisch so tot fühlte, daß ich nur durch den Schmerz spüren konnte, daß ich noch existierte.
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Nach etwa neun Monaten Therapie fing ich an, seltsame Phantasien über Frauen zu haben; ich lebte mit einem Mann zusammen. Ich war absolut fasziniert von weiblichen Brüsten. Ich fühlte, daß ich eine Frau berühren und von ihr berührt werden wollte. Ich sagte das meinem Liebhaber, und er hatte nichts dagegen, daß ich in lesbische Clubs ging. So agierte ich meine Phantasien eine Weile aus, aber ich konnte mich nicht überwinden, einen sexuellen Schritt zu tun. Ich tanzte mit Frauen, ließ mich von ihnen auffordern, aber ich konnte nicht mit einer von ihnen nach Hause gehen. Es machte mich wahnsinnig, und mein Körper stand den ganzen Tag buchstäblich in Flammen. Endlich sagte ich eines Abends im Institut in der Gruppe den Therapeuten, was sich abspielte. »Ich habe wirklich das Gefühl, nur eine Frau kann eine andere Frau befriedigen«, sagte ich, »weil wir unsere Körper viel besser kennen als Männer.« Fred, einer der Therapeuten, sagte: »Wirklich, Nadine, bist du sicher, daß du nicht Gefühle über deine Mutter hast...«
»Nein, über meine Mutter habe ich noch nichts gefühlt. Alles dreht sich um meinen Vater.«
»Also gut, wenn du eine Frau willst, dann sollst du eine bekommen... jemand soll bitte Alice holen.«Sie brachten diese wohlgerundete neue Therapeutin herein, und Fred sagte: »Du hast zwei Optionen, Nadine. Entweder agierst du das Gefühl jetzt aus und kommst heran, oder du agierst es heute abend später aus und kommst nicht heran.«
Vor all den Leuten, die mich anstarrten, fühlte ich mich kalt und unbeteiligt, aber ich wußte, daß er vielleicht recht hatte; also stand ich auf und stellte mich vor Alice, die an die Wand gelehnt wartete.
»Hast du auch bestimmt nichts dagegen? Ich meine, was ich tun möchte?«Sie versicherte mir, sie habe nichts dagegen, und ich konnte hören, daß Fred mit der Gruppe weitermachte, um etwas von der Aufmerksamkeit von mir abzulenken. Ich fing also an, ihr Gesicht zu berühren, noch immer ohne zu fühlen, den Hals hinunter, und als ich anfing, ihre Brust zu berühren, war es um mich herum still, und etwas Unglaubliches spannte meinen Körper an. Ich fühlte mich, als sei ich in einem anderen Raum oder einer anderen Zeit, und es dauerte nur eine Minute, bis ich schreiend zu Boden fiel und nach meiner Mutter schrie, zum erstenmal seit Beginn meiner Therapie. Die Gefühle um meine Mutter gingen von Kummer aus, von dem Gefühl, nicht wirklich eine Mutter zu haben. Ungefähr um dieselbe Zeit bekam ich viele wütende Gefühle meinem Vater gegenüber, weil er mich nicht vor ihr beschützt hatte und nie da war, wenn ich ihn brauchte; dann kamen Verständnis und Mitleid, und ich hörte für sehr lange Zeit auf, über Papa zu fühlen. Für Jahre.
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Etwa um dieselbe Zeit erkannte ich, daß mein Kopf ganz leer wird, wenn jemand sich zu sehr für mich interessiert, und wenn ich denke, ich brauchte jemanden, wird es noch schlimmer. Meine Beziehungen zu Männern seit Beginn der Therapie scheinen immer mit derselben Art von Männern zu sein — unsicher, nach jemand Besserem Ausschau haltend, nie mit mir zufrieden, außer im Bett, ängstlich, ihre Gefühle oder Bedürfnisse zu zeigen, und mir viele ihrer negativen Emotionen in die Schuhe schiebend. Die meiste Zeit mußte ich mir ihren Schmerz zu erklären versuchen, aber ich hielt dennoch an ihnen fest, weil ich nicht wußte, was ich sonst tun sollte. Lange Zeit, jahrelang, habe ich gemeint, wenn ich besser wäre, wenn ich mich genügend änderte, würden sie mich schließlich akzeptieren. Unbewußt glaubte ich wirklich, das Problem in der Beziehung sei mein Problem. Schließlich hatte ich das mein ganzes Leben lang gehört, also mußte stimmen, was sie sagten. Von dieser Ebene brachte mich jahrelang nichts weg, weil ich im tiefsten Inneren kein Selbstwertgefühl und genausoviel Angst davor hatte, Liebe zu empfangen, wie die Beziehung abzubrechen.
Ich stelle fest, daß ich mich immer in eine verletzliche Stellung begeben muß, um herauszufinden, ob Leuten an mir liegt. Aber das ist nicht so, denn das, was ich tue, ist so ausgefallen, daß keiner es wirklich versteht. Alle Verbindungen, die ich herstelle, haben mit meiner Mutter und den seltsamen Arten zu tun, wie ich ihre Aufmerksamkeit weckte, um berührt zu werden und zu zeigen, daß ich litt. So kam ich einmal von einem Ausflug in den Bergen Südfrankreichs zurück, beide Beine aufgerissen und blutend von einem Sturz in den Felsen. Sie war nie zu Hause, also badete ich meine Wunden mit Wasser und band mir so viele Taschentücher um die Beine, wie ich finden konnte. Ich war wirklich ein Anblick mit all dem Blut. Als sie kam, sorgte ich dafür, daß ich in der Diele wartete. Nach ihrem Angstschrei kam dann unweigerlich ihre Faust auf meinen Kopf niedergeprasselt, weil ich nicht vorsichtig gewesen war. Dieser Angriff unterdrückte jedes Bedürfnis nach Trost, das ich vielleicht gehabt habe. Endlich hörte ich auf, mir selbst wehzutun. Es war ohnehin wirklich sinnlos, und ich wußte nicht mehr, was ich eigentlich wollte.
Ich bitte nie um Liebe, weil ich das Gefühl habe, ich hätte kein Recht, irgend etwas zu erwarten oder zu erbitten. Also intrigiere ich. Ich stelle Forderungen. Ich bekomme immer, was ich will. Ich verstehe, ich schließe Kompromisse, ich werde kalt, und die äußerste Befriedigung an Nähe ist für mich die körperliche Liebe. Ich gebe mir ständig selbst die Schuld an meiner Kälte, meiner Wut und meiner Unfähigkeit, mit irgendeinem meiner Bedürfnisse in Verbindung zu treten. Ich bin so sehr an den Schmerz gewöhnt, daß ich nichts anderes kenne.
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Bei der Arbeit mögen die Leute meine herrische Art nicht; einige arbeiten nicht gern mit mir. Ich weiß, daß sie hinter meinem Rücken über mich reden, und in gewisser Weise bin ich stolz... aber warum? Ich versuche immer, voranzukommen, Leute auf die eine oder andere Art zu überrunden, indem ich besser bin, versuche sie zu kontrollieren und nur soviel zu geben, wie ich geben will. Ich will nicht fair sein. Das gleiche Gefühl habe ich beim Stehlen, was ich hier und da immer noch tue, kleine Sachen wie Zeitschriften und Bücher. Ich möchte mich bei Leuten rächen, etwas zurückbekommen, das ich nicht habe, als seien sie es mir schuldig. Ich fühle, daß andere Leute es haben. Meine Schwestern hatten es, die Aufmerksamkeit, die Liebe, und ich muß es mir stehlen, es mir auf hinterhältige Art verschaffen.
Ich bin zu keinem fair, ich gebe den Leuten nicht, was ihnen rechtmäßig zusteht, ich will alles für mich behalten, weil ich mit dem, was ich habe, nicht genug habe, und ich fürchte, das wird immer so sein, denn was ich will, ist etwas aus der Vergangenheit. Ich mache das auf zahllose Arten, vom Stehlen bis zum Betrügen, ich drängele mich beim Schlangestehen vor und verdrehe Dinge so, wie sie mir passen, damit ich das Gefühl haben kann, daß ich vorne bin, daß ich etwas mehr als die anderen habe, daß ich nicht verliere. Ich habe auch das Gefühl, ich hätte ein Recht dazu, weil ich es bin. Sehr wenige Leute mögen mich, viele fürchten mich, aber um ehrlich zu sein, fühle ich mich dabei sicherer als bei allem anderen, denn dieses Gefühl kenne ich wenigstens und weiß, wie man damit umgeht.
Als Erwachsene fing ich an, fast jeden Tag Freßorgien abzuhalten und mich hinterher zu übergeben. Es war, als wollte ich innen ein leeres Loch spüren, und ich fühlte mich betäubt. Einmal ging ich, um meinen Sohn bei seinem Babysitter abzuholen, und sie sagte, er rede sie mit »Mama« an. Das erzeugte in mir ein starkes Gefühl der Zurückweisung - mein eigener Sohn wollte mich nicht. Ich konnte das verstehen. Ich hatte Probleme, mit ihm zu spielen, weil ich als Kind nie spielte, nie einen Spielkameraden hatte außer meinen Schwestern, und diese Spiele endeten immer in Kämpfen, bei denen ich der Verlierer war.
Darum fällt es mir schwer, meinem Sohn länger als eine Viertelstunde hintereinander zu geben, was er will. In mir baut sich Wut auf. Ich möchte schreien, ihn schlagen oder an die Wand werfen, und dann gehe ich einfach weg. Nach einer Sitzung erkannte ich, daß ich es brauchte, mit ihm zu spielen, um an einige von diesen tief vergrabenen Gefühlen heranzukommen, statt ihnen durch Rauchen auszuweichen. Ich lasse ihn so aggressiv sein, wie er will, weil mir klargeworden ist, daß er jetzt an der Reihe ist, seine Gefühle auszudrücken, und auch weil ich ihn nicht umbringen möchte, wie meine Mutter mich umgebracht hat. Also schreit er, er wolle oder liebe mich nicht, und er sagt, er wolle nicht, daß ich ihn halte oder berühre. Und ich denke an all die Anlässe, bei denen er mich bat, mit ihm zu spielen, und ich mich statt dessen in Büchern vergrub. Heute verließen wir beide weinend den Stand. Er, weil er noch weiterspielen wollte, ich wegen seines wütenden und ablehnenden Geschreis. Aber ich weiß, daß ich es ertragen und den Schaden wiedergutmachen muß, den ich angerichtet habe.
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Heute abend ging ich in die Gruppe und weinte über die Tatsache, daß meine Mutter sich im Grunde meinen Tod gewünscht hatte. Dann fühlte ich mich wirklich tot, genauso, wie ich es gewollt hatte, und ich erkannte, daß ich all die Jahre gegen das Wissen gekämpft hatte, das in mir war, und daß das meine Realität gewesen war. Sie erfüllte mich mit ihrem ständigen Haß auf mich, und ich wehrte mich aus Leibeskräften, um so zu tun, als spiele ihr Haß keine Rolle. Doch als er anfing, eine Rolle zu spielen, ertappte ich mich dabei, daß ich sie anflehte, sie solle mir vergeben, daß ich geboren wurde, ihr Leben durcheinanderbrachte, mich in ihr festklammerte, obwohl sie erfolglos versucht hatte mich loszuwerden.
»Du saßest ganz schön fest da drin«, sagte sie einmal, als ich sie zum Reden brachte, als ich sechzehn Jahre alt war. Ich mußte wissen, warum sie mir all das angetan hatte. Ich fühle mich jetzt so schuldig, am Leben zu sein, sie gehindert zu haben, Krankenschwester zu werden, wie sie es wollte, frei von ihrer Familie und Vergangenheit. Ich habe dich wirklich in die Bredouille gebracht, Mama, es tut mir leid. Aber ich fühle mich innerlich so durcheinander. Wie verrückt hat sie mich gemacht, nichts wirklich Wertvolles ist in mir übrig. Ich weiß überhaupt nichts über mich selbst, kenne meine Lieblingsfarben nicht, weiß nicht, was ich tun möchte. Ich hatte immer Angst vor der Welt, weil keiner mich darauf vorbereitet hat, außer auf den Schmerz. Ich lebe ständig in Abwehr, bereit, anzugreifen und mich zu verteidigen. Ich bin die perfekte Überlebenskünstlerin.
Nach einer Zeit in der Therapie hat meine Beziehung zu meinem Sohn sich gebessert. Ich empfinde wirkliche Liebe für ihn, und das macht mich geduldiger. Ich weiß jetzt, daß der Versuch, meinem Sohn aus dem Weg zu gehen, in Wirklichkeit dazu dienen sollte, mir selbst in seinem Alter aus dem Weg zu gehen, und ich kenne den Schmerz, den er empfindet, weil ich ihn auch gefühlt habe. In gewisser Weise ist es einfacher für mich, einen Sohn zu haben als eine Tochter... und ich weiß auch, warum. Irgendwie bin ich mit der Vorstellung auf gewachsen, daß Jungen zäher und weniger sensibel sind als Mädchen. Wenn ich eine Tochter hätte, wäre die Beziehung zu eng gewesen, als daß ich sie angenehm hätte finden können, denn ich hätte mich selbst in ihr gesehen.
Ich habe dies mit der Wut in Verbindung gebracht, die ich meiner Mutter gegenüber empfinde, weil sie mich nicht aus sich herausließ, weil ich das Gefühl hatte, gefangen und erschöpft zu sein. Kein Wunder, daß ich nicht mehr arbeiten will! Der Versuch, geboren zu werden, ist anstrengend.
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Als ich nach Frankreich zurückging, in das Land meiner Geburt, waren meine ersten Gefühle, als ich durch die Straßen von Paris ging, völlige Entfremdung. Ich gehörte nicht mehr dazu. Mir wurde klar, daß ich nach LA gehörte, wo ich mich selbst kennengelernt hatte. Das war das beste Gefühl, das ich je hatte. Ich hatte endlich ein Zuhause, einen Ort, an den ich zurückgehen konnte.
Da war ich, stand vor den Schatten der Vergangenheit, und nichts war mehr wie früher. Ich ging meine Mutter besuchen, die nicht einmal wußte, daß ich im Lande war, und die nichts mehr von mir gehört hatte, seit ich achtzehn war. Wir fuhren zu ihrer Wohnung, und ich brauchte viel Mut, um zu läuten und ihre Stimme zu hören.
»Wer ist da?« hörte ich sie sagen. Aber ich antwortete nicht.
Ich ging die Treppe hinauf, mein Herz klopfte heftig. Ich konnte jemanden oben auf dem Treppenabsatz warten sehen. Ich versteckte mein Gesicht unter meinem Hut, und als ich ihr Stockwerk erreichte, schaute ich ihr direkt ins Gesicht. In ihren Augen war ein seltsames Licht, sie glaubte nicht, was sie sah; einen Augenblick herrschte Spannung, ein verblüffter Ausdruck war auf ihrem Gesicht, ehe sie zögernd meinen Namen sagte. Der erste Gedanke, der mir kam, war, wenn ich sie jetzt schlagen würde, könnte ich sie töten. Sie sah klein und zerbrechlich aus, eine alte Frau. Verschwunden war die verrückte Frau aus der Vergangenheit, das riesige Ungeheuer meiner Alpträume. An ihrer Stelle stand diese winzige, stammelnde alte Frau. Sie fühlte sich unwohl in meiner Gegenwart, zitterte. Ich konnte nichts empfinden. Ich starrte sie nur an, meine Mutter, die sich mit meinem Sohn zu schaffen machte und schrecklich stotterte mit einer Stimme, die ich kaum erkannte. Meine Schwester hatte mir gesagt, seit ihrer letzten Operation habe sie sich ziemlich verändert, aber ich hatte nicht erwartet, daß es so schlimm sein würde. Wir redeten ein bißchen über ungefährliche Sachen. Ich konnte all die Veränderungen an ihr nicht fassen. Als ich ging, sagte ich, ich würde wiederkommen, um mit ihr zu reden, und zum erstenmal sah ich Tränen in ihren Augen. Erinnerungen. Ich ging zurück zu dem Haus, in dem wir gewohnt hatten, als mein Vater noch lebte. Auch das hatte sich sehr verändert. Der Anstrich der Fassade blätterte ab. Verschwunden war der schöne Garten, in dem mein Vater soviel Zeit verbracht hatte. Der allgemeine Eindruck war totale Vernachlässigung, und der neue Besitzer wollte uns nicht hereinlassen.
Ich wollte unbedingt die alte Dame besuchen, die ich »Tante« Berthe genannt hatte. Ich hatte zwei ganze Wochen bei ihr verbracht, gleich nachdem wir vom Unfall meines Vaters erfahren hatten. Sie war ziemlich taub, aber es gelang uns, uns ein bißchen zu unterhalten, und ich war glücklich, durch die Räume zu gehen, in denen diese alte Dame mich für eine kurze Zeit wie ein richtiges kleines Mädchen behandelt hatte. In gewisser Weise drängte ich sie, mich wiederzuerkennen. Später an diesem Tag hatte ich ziemlich intensive Gefühle über diese Wochen, die ich mit ihr verbracht hatte, den einzigen Hinweis auf die Existenz eines sorglosen kleinen Mädchens. Ich hing noch immer an ihr, um nicht erwachsen zu werden, weil ich nie eine Kindheit gehabt habe.
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Als ich wieder in den Staaten war, ließ die Erkenntnis, daß ich für Berthe nur eines von vielen Kindern gewesen war, um die sie sich im Laufe der Jahre gekümmert hatte, diese Säule meiner Kindheit endlich einstürzen. Ich war nie etwas Besonderes für irgend jemanden. Das war das verheerendste Gefühl, das ich je hatte.
Meine Realität scheint sich jeden Tag zu verändern, doch ich werde noch immer von altem Schmerz überschwemmt, und oft kann ich das alte Gefühl nicht von der Gegenwart unterscheiden. Es ist ganz ähnlich wie Déjà-vu-Szenen mit neuen Leuten und anderen Orten. Trotzdem reicht der Gedanke, jemanden zu lieben und akzeptiert zu werden, noch immer aus, damit alle meine Sinne wie wahnsinnig nach einem Ausweg suchen. Mein Kopf analysiert immer die Motive der Leute, aber ich bin jetzt vorsichtiger mit meinem Urteil über sie. In gewisser Weise ist die größte Entdeckung für mich die Erkenntnis, daß die Art, wie ich mich verhielt und dachte, eine reine Reaktion war, geboren aus Abwehrmechanismen und Schmerz. Als mir diese Wahrheit klar wurde, verlor ich das einzige Schutzgefühl, das ich hatte, was ich für Selbsterkenntnis gehalten hatte. Tatsächlich lernte ich, daß ich nichts über mich wußte, daß ich ein ganzes Gebäude errichtet hatte, um mich vor weiterem Schmerz zu schützen, und daß die meisten meiner gesunden oder normalen Reaktionen in Wirklichkeit verzerrt waren; nichts an mir war spontan oder frei fließend. Ich kann nicht mit Worten ausdrücken, wie es sich anfühlt, wenn man merkt, daß das ganze eigene Leben ein Haufen von Vorwänden und Verstellungen war.
Jetzt wechsle ich die Gangart. Es ist erschreckend, wenn man neu lernen muß, mit Menschen umzugehen, und sieht, wie sehr man sich geirrt hat. Die Hauptverbindung bezog sich darauf, meinen Vater und meine Mutter zu bitten, meine Existenz zur Kenntnis zu nehmen. Ich kam herunter in das Gefühl, daß ich in ihren Augen nie existierte, sondern etwas Lästiges war, ein namenloses Ding, das hätte sterben sollen, weil es zu viele Probleme schuf für zwei Menschen, die eigentlich nicht zusammengehörten. Die andere Einsicht, die ich um diese Zeit hatte, war das vollständige Gefühl, daß mein Vater mich nie zur Kenntnis genommen hatte, weil er nie das Gefühl hatte, ich sei seine Tochter. Jetzt wünsche ich mir nicht mehr sonderlich, jemand anderes Tochter zu sein. Ich hoffe nicht mehr darauf, irgendwo einen besseren Papa zu finden. Die Tatsache, daß ich jetzt verstehe, warum mein Vater mich immer zweifelnd ansah, mir aus dem Weg ging und meine Schwestern so anders behandelte als mich, ergibt jetzt einen Sinn, und das genügt mir.
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Ich habe jetzt seit neun Monaten eine Beziehung zu einem Schweden, und zum erstenmal fühle ich Liebe für ihn. Durch meinen Liebhaber erkannte ich zum erstenmal, daß hinter all meinem Ausagieren mit Männern das tiefe Bedürfnis stand, von ihnen bestätigt zu bekommen, daß ich eine reale Person bin, und zum erstenmal taucht das Gefühl auf, besonders sein zu wollen. Bis auf den heutigen Tag habe ich noch immer das Bedürfnis, für jemanden besonders zu sein, alles für ihn zu sein, was er nie bekommen hat. Und ich möchte mich so gebraucht und erwünscht fühlen, wie ich mich immer fühlen wollte.
Leider wurde ich zu einer Traumfrau, einer Ersatzmutter, die ihre Liebhaber hilflos und bedürftig machte. Ich war schließlich diejenige, die unter der Anstrengung ihrer Bemühungen zusammenbrach und die Beziehung beendete. Anscheinend kann ich Männer nicht Dinge für mich tun lassen, kann ihre Fürsorge nicht annehmen, ohne mich innerlich vollkommen hilflos zu fühlen. Wenn sie wirklich wissen, wie sie sich um sich selbst kümmern können, wenn sie glücklich und in Ordnung sind, dann brauchen sie mich nicht.
Ich muß mich gebraucht und in gewisser Weise als Herrin der Situation empfinden, um mich innerlich sicher zu fühlen. Ich habe gemerkt, daß ich, um Fürsorge zu erhalten, zuerst fürsorglich zu meinem Liebhaber zu sein versuche, damit ich verdiene, was er mir gibt. Aber wieder fällt mir dieser Handel so schwer, daß nichts, was er tut, gut genug ist, wenn dieses Stadium einmal erreicht ist. Ich habe wirklich schreckliche Angst davor, hilflos und bedürftig zu sein, weil ich als Kind diese Gefühle erlebte... ich kann mich nicht einmal erinnern, mich hilflos und bedürftig gefühlt zu haben... ich erinnere mich nur an ein schreckliches Gefühl von innerer Leere. Einmal brach ich mit meinem Liebhaber und lag einen ganzen Tag krank und mit Fieber im Bett, bis er zurückkam. Damals habe ich das gar nicht verstanden.
Mit meinem Liebhaber habe ich meine wirkliche Sexualität kennengelernt. Ich lernte, seine Berührung überall auf meinem Körper zu akzeptieren, und ich überwand den größten Widerstand, den ich gehabt hatte, nämlich gegen Küsse auf mein Genitale. Nie zuvor hatte ich gewollt, daß mich dort jemand küßt. Mit Zeit und Geduld war ich eines Nachts fähig, mich genügend zu entspannen, um diese intime Berührung zu akzeptieren, und als ich anfing, mich von der Lust überschwemmen zu lassen, begann ich aus der Tiefe zu weinen.
Das Gefühl war ganz einfach. Ich fühlte mich nicht wert, etwas zu empfangen, da ich nichts zurückgeben konnte. Wenn ich zurückschaue, sehe ich, daß Nahrung auch eine Besessenheit von mir ist. Mein ganzer Tag ist um das herum geplant, was ich essen oder mir versagen werde. Ich fühle mich dauernd schuldig, wenn ich esse, also überfresse ich mich häufig und übergebe mich dann, und ich verstehe nicht, warum ich das tue. Ich fange also mit der »Beverly Hills Diät« an, hauptsächlich Ananas den ganzen Tag über, auch andere Früchte, eine strenge Diät. Sie funktioniert für die ersten zwei Tage.
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Es ist schwer, aber ich esse nur Ananas. Am dritten Tag gibt mein Liebhaber mir einen Bissen von seinem Brötchen mit Käsecreme, nach dem ich mich sofort erbrechen muß. Mich überkommt ein höchst seltsames Gefühl der Entbehrung. Es war so intensiv, daß ich auf der Straße zu weinen anfing. Ich spürte die Leere in mir, lebhafte Szenen überschwemmten mich... es ist absolut ungeheuerlich. Ich sehe mich als Säugling auf eine geschlossene Tür zukriechen und schreien, weil ich Hunger habe. Niemand kommt, und ich weine mich in den Schlaf.
Nächste Szene. Ich werde gefüttert, und mein Bauch tut weh, weil ich aufgrund der Schmerzen des Wartens die Nahrung nicht aufnehmen kann. Schockiert erkenne ich, daß meine Mutter mich aushungerte. Erinnerungen an etwas, das sie einmal gesagt hat, kommen zurück. »Du warst eine Frühgeburt, darum sagten die Ärzte, man müßte dir alle zwei Stunden kleine Mengen Nahrung einflößen ...« Ich kann ihr wütendes Gesicht sehen, ihre Ungeduld. Es ist so entsetzlich, so klein und so bedürftig zu sein. In der nächsten Szene weine ich auf dem Fußboden hinter der Tür und versuche, daran hochzukriechen. Ich höre Geräusche, und plötzlich wird die Tür so heftig aufgerissen, daß ich gegen die Wand fliege. Meine Mutter kommt herein — so wütend und so groß —, packt mich und wirft mich ins Bett zurück... zum erstenmal fühle ich Angst um meine Sicherheit. Als Säugling mußte ich selbst für meine Sicherheit sorgen.
Ich lernte sehr früh, daß Aufmerksamkeit und Zuwendung nicht für mich waren. Was mich wirklich verrückt machte, war der Gedanke, daß ich tun konnte, was ich wollte, nichts änderte die Einstellung meiner Mutter. Ob ich artig oder unartig war, es war alles dasselbe. Am Ende glaubte ich, mit mir stimme etwas nicht. Für mich ist dies das äußerste Gefühl, zusammengefaßt in einem Satz ... tief in meinem Innersten fühlte ich mich wirklich wie ein Stück Scheiße.
Die nächsten vier Jahre meines Lebens trugen auf sehr seltsame Weise stark zu diesem Gefühl bei. Ich wurde Kunsthändlerin, flog um die Welt, traf ernsthafte Geschäftsleute, ging mit wirklich harten Händlern um und agierte den irrealen Teil meiner selbst aus, bis er endlich starb. In diesen vier Jahren war ich buchstäblich unablässig auf der Bühne, in Galerien, Ausstellungen, Konferenzen, aber das gab mir schließlich das Selbstvertrauen, das ich nie gefühlt hatte.
Ich erlebte jetzt, daß ich intelligent und gerissen und auf positive Weise raffiniert war. Ich benutzte die meisten meiner Abwehrmechanismen zu meinem Vorteil und merkte endlich, daß ich in meinem Leben Wahlen und Entscheidungen treffen konnte, etwas, das ich nie zuvor für möglich gehalten hatte. Ich mochte den Job nie, glaubte nie daran. Das Gefühl war so real, daß ich mich zum erstenmal der Tatsache stellte, daß ich genauso ein Schwindler war wie die anderen. Ich brauche keine Spielchen mehr zu spielen.
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