blog   April, Mai, Juni 2025

 

 

 

detopia  4/2025

  1. In inhaltlicher Weise komme ich mit dieser Webseite zum Ende. Es wurde anders, als anfänglich gedacht (2001). Mit dem Internet und mit dieser Webseite. Es war vielfaches Interesse vorhanden. Dann entwich die utopische Luft nach oben. Dann kamen die Internetkonzerne, dann die amerikanisch-apokalyptischen Blockbuster ("2012" und Terminator als Beispiel).

  2. Die gesamte Medienindustrie, samt Gebühren-Medien, haben die Aufnahmefähigkeit (der Massen) "unter sich aufgeteilt". Die Bedeutung des pop-wiss Sachbuches sinkt. Das Ende wird nicht aufgehalten.  Und nun kommt noch KI als Turbo dazu. Naja. Ich mache immer weiter. Auch weil es Zufriedenheit gibt, in alten Büchern zu wühlen. Und weil ich einmal damit angefangen habe.

  3. Wir müssen uns irgendwas anderes ausdenken. Mein "Masterplan" würde zwar funktionieren. Aber insbesondere, wenn ich Kommerz-TV oder Kommerz-Radio zappe (mit Reklame) und vorher auf einer (meinem Alter entsprechenden) Gesprächs-Party war (auf Jungparties mag noch mehr über radikale Politik geredet werden), dann ..."weiß ich", dass ... wir nur noch zugucken können (und viel aushalten müssen). Zwar gibt es vielfältige Umweltschutzvereine und -bewegungen. (Und denen haben wir zu danken, dass es uns bisher so gut ging, auch der deutschen Grünpartei.) Aber die Gesamt-Psycho-Lage (in DL und Welt) läßt keinen Raum für Zuversicht.

  4. Wir müssen uns etwas anderes ausdenken. Irgendwas mit Meditieren und "Kollaps- und Endzeitakzeptanz". Und meinetwegen ein auch Survival-Prepperei; wer dran' glaubt und wen es beruhigt.

  5. Ich schreib's nicht gerne. Aber die Fakten sind übermächtig. Es ist in den letzten dreißig Jahren fast nichts passiert - massen­bewusstseinsmäßig. Offenbar ist der Weltkapitalismus die höchste Stufe der Menschheitsentwicklung. (höchste, weil letzte). Und nicht der Sozialismus und Kommunismus. Und auch nicht Detopia. Eine friedliche und vereinte Menschheit für die kommenden hunderttausend Jahre ist nicht möglich (nunmehr). Stattdessen der Garaus in diesem Jahrhundert (oder etwas später). Zukunftsfreude sah früher anders aus.

  6. Nun erfuhr ich (mir) Neues über KI durch ein "klassisches" Gespräch ("face-to-face", "Unter-vier-Augen"). Demzufolge wird die ("alte") Welt nun durch KI "neu geordnet" und somit zu einer "Schönen Neuen Welt". Dann läuft eine detopische Webseite ins Leere, denn es ist eine "Bücherwebseite"; Webseite zur Förderung der Mündigkeit des Bürgers gegenüber dem Staat, der kommerziellen Propaganda und der "KI-Machtübernahme"; Befreiung aus Vormundschaft und geistigen Knechtschaft; Stärkung eigener Gedanken durch Sachbuchlesen.

  7. Wir wissen nicht, ob auf der Prioritätenliste der KI's eine gesunde Umwelt, ein langes Menschenleben und ein allgemeines Glück - ganz oben stehen. Und KI kann auch manipuliert werden.

  8. Außerdem muss man wiederholen: Die Bewusstseinsindustrie ist die eigentliche Schlüsselindustrie seit 1900, seit den (modernen) Massenmedien, also seit billiges Papier, Schreib- und Druckmaschinen, Verteilung durch Eisenbahn. Heute kommt dazu: Der amerikanische Film, das amerikanische Fernsehen, die amerikanische "No-Business-like-Showbiz"-"Love-to-entertain-you"-Ideologie gehören fest zur Bewusstseinsindustrie. (Und die ganzen Smartphonesachen sind ja inhaltlich Ableger der bereits etablierten Nonsens- und Sensationenkultur.)

  9. Wir haben viel versucht. Ich denke da an Bahro (grundsätzlicher Rettungsvorschlag). Ich denke da an Robert Jungk (ewiger Optimist). Ich denke da an die 90er Jahre. Mit gesellschaftlicher Aufbruchstimmung. Mit dem Stowasserbuch 1995. Kommunengründungen im Osten. Und auch Aufbau-Ost. Naturschutz. PC und Internet. Und vieles Positive mehr. - Es schien wieder mal so, als ob die Probleme lösbar wären und auch, als ob internationaler Wille vorhanden wäre, wie bei der Weltkonferenz 1992 in Rio. Da konnte man verdrängen, was man seit 1980 wusste.

  10. Aber es gibt für das alte Wissen kein kurzes Wort im Moment, denn die Sprache wandelt sich, auch weil die Sprachobjekte sich wandeln. So sind die Worte von früher heute nicht mehr gültig oder abgenutzt. Ganz gut ist: "Von der heiteren Hoffnungslosigkeit im Angesicht der ökologischen Katastrophe". Da weiß man es wenigstens ungefähr. Das eigentliche Ende kann sich noch lange hinziehen. Und wie wollten wir es definieren? Wirklich erst beim letzten Mensch? Oder wenn sicher ist, dass keine humanistische Zivilisation wiederaufgebaut werden kann? Ein breiter Elitenteil wünscht sich sogar eine posthumanistische Gesellschaftsordnung. Die lachen über mein Endewort.

  11. Nach meiner Einstellung, Vorstellung, Kinderglauben, Märchenglauben, Utopieglauben und Christusglauben - ist es so, dass das spirituelle Ende der Menschheit und der Menschheitshochentwicklung schon stattgefunden hat. Wir sind waren im Niedergang bzw. im Abschwung. Und jetzt kommen wir in den "rutschigen" Niedergang, den niemand aufhalten will. (Mit "niemand" meine ich hier breite Volksmassen und tatkräftige geistige Eliten.).

  12. Insofern ist die Forschungsarbeit für mich abgeschlossen. Egal, wie es physisch und psychisch bergabgeht, ob schnell oder langsam. - Selbst wenn eine (elektrische) Wunderenergie gefunden wird und es nochmal einen (ökonomischen) Weltaufschwung gibt, eine Gnadenfrist von einem Jahrhundert, so bleibt dennoch der fortlaufende Prozess des psychisch-sozialen Abschwungs - durch die Bewusstseins­unterhaltungs­industrie und durch die Geldmarketing­gesellschaft insgesamt.

  13. Wir sind am Ende der kollektiv-seelischen Aufwärts-Entwicklung, die vor 5000 Jahren begann. Nun geht es nur noch bergab. Das physische Ende läßt sich zeitlich eingrenzen. Aber warum darüber spekulieren? Wen interessiert es ('wirklich')? Mit "wen" meine ich das breite Volk; also genauer: wieviele Bürger? - Es kann wegen Kaschmir zu einem 'kleinen Atomkrieg' kommen, sogar morgen schon. Es kann aber noch Jahrzehnte 'alles gerade so gut gehen' - mit all den Kriegen und Katastrophen. - Aber beim Wasser und damit beim Essen läßt keiner mit sich diskutieren. Das ist sicher. Insofern können wir mit weltweiter Gereiztheit rechnen.

  14. Im Großen und Ganzen sieht es doch so aus (weltweit), dass die Menschenmassen nichts zu melden haben (zu bestimmen; mitzubestimmen).

  15. Die Machteliten haben die Machtmittel in der Hand (Waffen, Information, Kommunikation, Bewusstsein; auch Arbeitsplätze). Und sie sind "abgehoben" (vom Leben der Massen). Ich meine das jetzt ganz schnöde - und im Durchschnitt. Und das ganze System der politischen Macht ist darauf ausgerichtet, dass es so bleibt. (Mir ist momentan keine Ausnahme bekannt.) Und das Volk selbst will auch keine politische Macht erlangen und ausüben. (Nur für Eigeninteresse und Spezialziele.) Die Völker wollen "konsumieren". (Die Völker der reichen und der Schwellenländer.) Das waren nur Stichpunkte, also verkürzt und vereinfacht. - Ich will damit nur umreißen, dass 'wir' 'geistig' am Ende sind. Und damit und dadurch gehen wir (auch) auf das physische Ende zu (wegen der 'Umweltfrage' bzw. der allgemeinen und globalen Ökokatastrophe, die jetzt schon täglich stattfindet). Das kann in DL noch eine Weile dauern. Alles weiß ich nicht.

  16. Viele Dinge weiß ich nicht. Ich weiß nicht, wie robust das Staatssystem auf Krisen reagieren kann und wie (um-)lernfähig es ist. Und ich weiß nicht, wie lange das Volk braucht, um permanente 'Wohlstandsverluste' (materielle) zu akzeptieren und aus der (jeweils) neuen Lage das Beste zu machen. (Den Kopf über Wasser halten.)
    Möglicherweise haben die letzten 70 Jahre das Volk auch prinzipiell (falsch) geprägt. (Dann wird es viel Heulen und Zähneklappern geben.) Ernstgemeinte und konkrete 'Untergangswarnungen' gibt es seit 1947, seit Metternich, Vogt und Osborn. Mehr kann man nicht tun. Die Geistesriesen haben ihre Aufgabe erfüllt. (Manche sogar darüber hinaus; wenn sie die Politik direkter beeinflussen wollten, als nur durch Aufklärung; ich denke etwa an Bahro oder an James Hansen, auch an Al Gore, Gorbatschow, Robert Kennedy; auch Hammarskjöld, Rathenau und etliche mehr; jedenfalls 'genug Input').

  17. Daher brauchen wir nur noch oder hauptsächlich Trost (von Philosophie und Religion und Dichtung), Akzeptanz (der gewordenen Lage und der sich abzeichnenden nahen Zukunft), die Wertschätzung der Gegenwart, Rückblicke in Frieden, etwas Survivaltum, stabilisierende Freundeskreise, usw.

  18. Jedenfalls gibt es keine Hoffnung. Ich denke dann immer an das Fernsehprogramm (vorab Kommerz-TV). Das kann nicht ohne Folgen bleiben. Und es muss selbst wiederum eine Folge von Bedürfnissen sein (nach Ablenkung und Unterhaltung). Und ich denke: das Ergebnis von 70 Jahren modernes Entertainment hat sich auch schon manifestiert (im Gehirn und Verhalten); in DL, aber auch weltweit. Wir sind kaputt. Daraus müsen wir das Beste machen.

  19. Um diese letzten Absätze (über den kaputten Geist der Deutschen) mit anderen Autoren zu stützen oder 'breiter aufzustellen' suche ich noch nach Texten. Gerne hätte ich ein modernes Buch (kurz und volksverständlich), wo es nur um dieses Thema geht. So ein Buch liegt noch nicht vor.

 

 

Daher gebe ich einzelne Kapitel an aus verschiedenen Büchern.

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9.5.25:

Gestern Papstwahl angeguckt, heute Putinparade und abends "Kontraste" mit Bericht über Jungnazis in DL im Wachstum. ( wikipedia  Kontraste ) 

-- also alles zum Thema "Politik und Macht" (-Erhalt, Ausweitung und "Übernahme").

Ich erwarte von der römischen Kirche nichts (genügend) Gutes mehr. Sie ist weiterhin für das Weltbevölkerungswachstum mitverantwortlich. Das kann sich nach Adam Riese auch nicht mehr ändern, also niemals. Ein Kurienkardinal kriegt 13.000 Euro im Monat Arbeitslohn.

Bei Putinparade neu: die ausländischen Delegationen mit Chefs und eigenen Truppen (Vietnam, Ägypten, China, weitere). Krass! Neue Qualität. Neue "Waffenbrüderschaft" (Begriff von früher). Gut (für's Begreifen), dass wir Orwell haben: "Ozeanien". Und seine Vor-Aussicht (in 1984), dass die Staaten "zusammenwachsen". (Letztlich dann zu drei Stück, die sich chronisch bekriegen.)

Das Jungnaziwachstum in DL hatte ich länger "nicht auf dem Schirm". Vom Prinzip ist mir das Wachstum klar. Aber ich finde die Altnaziästhetik so eklig, dass ich dachte, man würde eher den "Proud Boys" in den USA nachmachen. Naja.

Ich will ausdrücken mit diesem Nachtrag: "Natur und Umwelt" ist das Hauptthema auf detopia - und meines Wissens auch für die Menschheit oder die Zukunft. Das hindert die meisten Leute aber nicht daran, sich nur um alles andere genau zu kümmern (Besitz und pol. Macht, letzteres auch um den eigenen Besitz "zu schützen".). Oben wie unten. Ost wie West. Weltlich wie kirchlich. Die Themen Umwelt und Bevölkerung sind aus dem "Gesichtskreis" der kraftvollen Weltakteure verschwunden. Waffen, Krieg und Kampf sind die "Themen der Zukunft". (Für den Normalbürger natürlich nicht. Aber auch er hat "Anti-Umwelt-Topthemen" auf seiner "Agenda" - andere als die Menschheitszukunft.) Zur Versöhnung: Laßt uns das anerkennen. Laßt uns anerkennen, dass die Macht- und Eigentumslogik "mehrfach tiefengestaffelt" ist. (Der Mensch kann nur "er selbst sein". Und das bis zum Tod.) Es wird sicher noch vielerlei (ökopax-detopische) Aufbruchsbewegungen geben (wenn das Wasser bis zum Halse steht). Aber es fehlen die zwischenmenschlichen Fähigkeiten dafür (um eine durchsetzungsfähige Organisationsform zu schaffen). Das ist unser Schicksal. Wir sollten ihm treu sein.

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Optimismus zum Schluß.
Ich schließe natürlich mit Optimismus. Die anderen tun das ja auch. Ich meine meine Vorbilder. Lauterburg-1998-letzter Satz: "Weine nicht, blauer Planet". Das ist Trost und kein Optimismus. Aber gucken wir mal bei den anderen nach.

Die letzten Sätze von Horstmann-1983, von "Die Geschichte des Untiers ist erfüllt" bis "wird wieder Eden sein auf Erden", bieten wenig Trost für jetzt und wirken wie zwanghafter "Öko-Optimismus". Jedoch ein Jahr später, nämlich 1984, sogar in einer selbstgesprochenen öffentlichen Rede, besinnt sich unser Philosoph auf seine Pflichten als "Radikaler im öffentlichen Dienst" (mit Schnurrbartmode wie im 30jährigen Krieg) und spricht:

"Die letzte Philosophie - ohnmächtig, menschenflüchtig, ephemer - verabschiedet das Untier, schenkt ihm reinen Wein ein in seiner Agonie, aber sie läßt es nicht im Stich. Sie spendet Trost, verabreicht das Morphium des Sinns, das allein uns das Ende erträglich macht, so wie es uns unsere Geschichte durchlebbar, durchleidbar machte." (In Horstmann-1991, Seite 30, auch im Audio dazu).

Und was sagen die anderen? "Ohne Illusionen zapfe man das letzte Kraftreservoir an, das Reservoir der Selbstachtung." (Fuller-1993 am Schluss).

"Wir können Kriege nicht begreifen, die Zahlen der Toten, die Spiele der Herrschenden mit ihren Waffenarsenalen. Und wir können nicht leben in tiefer Angst vor der Zukunft. Die Ängste vor dem Ende allen Lebens, auch unseres eigenen Lebens, sind in der Wirklichkeit begründet; es gibt nichts zu verklären. Wie können wir die drohenden Verwerfungen ertragen, wenn die Realität alles überwältigt? Wir werden nur leben können, wenn wir bereit sind, das Inferno als letzte Konsequenz der Menschheitsgeschichte zu denken. Guarda, sieh' hin, ist die größte Kunst von allem. -- Wir werden akzeptieren müssen, dass die Gefährdung des irdischen Lebens auch die Grundlagen unserer Kultur radikal in Frage stellt. Dass es ein postmortales, ewiges Leben der Seele gibt, eine Wiedergeburt der virtuellen Existenz des Menschen, setzt voraus, dass es überhaupt Leben gibt. Kann virtuelles Leben reinkarnieren in toter Materie, in Gestein, Asche und Staub, in den toten Vakuen des Alls? Wird es uns trösten, dass nach einem Ende allen Lebens unser schöner blauer Wasserplanet noch weitere Millionen von Jahren durch die Milchstraße schwebt? -- Wenn unsere Hoffnung schwindet, ist unser Leben nicht sinnlos, im Gegenteil. Es ist ein Akt der Würde und der Selbstachtung gegen die Zerstörung des irdischen Lebens aufzustehen. Keine Schuld, keine Empörung, kein Blick zurück im Zorn - aber wir bekämpfen jeden, der das Leben und diese Welt bedroht. - Wir haben die Gegenwart, und wir brauchen nichts als die Gegenwart: unser Leben von der Geburt bis zum Tod, unsere Liebe zur Erde, die Zeit des Glücks und den Trost des Leidens, die Einsamkeit des Abschieds und das Enigma des Sterbens." (Geulen-2023 am Schluss).

Das ist schon eine ganze Menge. Trost. Und Optimismus, Hoffnung? Auch die sind da!

"Die gegensätzlichen Positionen zum menschlichen Leben sind Jahrtausende alt. Sie werden fortbestehen. Die darin liegende Spannung müssen wir aushalten und in wechselseitigem Respekt vor der Einstellung des jeweils anderen erträglich machen. -- In der Verlagswerbung für einen Frauenroman wurde die Autorin kürzlich mit folgendem Satz zitiert: "Wenn auch nur ein einziges Kind, dem sein Leben verwehrt werden sollte, aufgrund dieses Romans sein Leben erhält, dann hat sich die Arbeit an diesem Buch gelohnt." Ich hatte mir während des Schreibens gelegentlich einen ähnlich klingenden Satz notiert: "Wenn auch nur einem einzigen Kind durch dieses Buch erspart bleibt, ins Leben gesetzt zu werden, dann hat sich die Arbeit daran gelohnt." - So ist das bei uns Menschen. -- Eine gemeinsame Aufgabe sollte die Bejaher wie die Verneiner des menschlichen Lebens allerdings zusammenführen: Das Bemühen, dem mörderischen Überwachstum der Menschheit Grenzen zu ziehen. -- Wenn das nicht in letzter Stunde gelingt, dann werden auch die Lebensperspektiven der am heftigsten gewünschten Kinder trostlos. -- Die Erde wächst nicht mit." (Neuffer-1992 am Schluss).

Wir haben also durchaus noch gute Aufgaben. Auch Lauterburg-1998 erinnert daran, was jeder weiß: Nichts dämpft eigene Angst so gut wie Arbeitsaufgaben. (Ich weiß jetzt die Seite nicht.)

Machen wir mit diesen Zitaten (zu Trost, Hoffnung und Optimismus) für heute Schluss. Ich wollte bloß nicht den Leser mit Depressionen in's Bett schicken. Die sind unnötig. Sie sind nicht nötig.

"Man kann sich eine Kleinpartei der Zukunft vorstellen, die sich darauf beschränkt, langfristige Ziele zu verfolgen, ohne Kompromisse zu schließen." (Flechtheim-1987, Seite 225)

Gruhl-1992 verteilt am Ende keine Trostspenden, aber er betrachtet und kommentiert, was die anderen so sagen: Goethe, Schopenhauer, Nietzsche, Spengler, Mainländer, Wells, Blin, Cioran, Horstmann, weitere.

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"Genau an dieser Stelle grenze ich meine Prognosen über das, was dieser Welt droht, gegen derartige Unter­gangs­prognosen ab. Ziel meiner Warnungen ist nicht, wenn der Untergang denn schon kommen sollte, mannhaft und heldenhaft diese Welt und ihre Menschen auf den Untergang vorzubereiten, sondern den einzelnen in die Lage zu versetzen, die Gefahr zu erkennen und rechtzeitig zu entfliehen. Nicht der Kampf oder das Aggressive rettet diese Welt, sondern die Flucht, das Weiche, das Ausweichen, das Entziehen, das Verweigern, das Boykottieren, das Lachen, das Spiel, die Muße. -- In einer weiblich orientierten Philosophie ist das Nichts das, was es ist, belanglos. In einer männlich orientierten Philosophie ist das Nichts das Alles, das Vernichtende — ist das, welches alles, was man gemacht hat, zunichte macht. Deshalb kann diese Zivilisation untergehen, wenn die Grundeinstellung vieler Konsumenten zur Philosophie unseres Überlebens wird: <Wenn ich alles das, was ich in dieser heutigen Zivilisation habe, aufgeben muß, dann will ich nicht überleben.>" (1992, s178)

Rieseberg-1992  - im Gleichjahr wie "der letzte Gruhl" - verteilt erstmal keine Hoffnungspende. Der Untergang der Zivilisation ist für ihn nicht diskussionswürdig und er teilt uns auch eine Zeitvorstellung mit (im Buch-1988 und im Audio-1988). Aber er streckt auch dem Optimismus die Hand aus. "Rechtzeitig entfliehen" könne der Einzelne. Das erinnert an Prepper und Survival. Zusätzlich fällt einem heute der Mars-Muskismus ein. Insgesamt ist mir nicht klar, welcher Gruppe ich R. zuordnen soll. Die beiden Endkapitel sind kurz, nur 2x6 Seiten; da kann sich jeder selbst ein Bild machen. Er bemüht - wie Lauterburg - den Vergleich zum todgeweihten (Medizin-) Patienten.

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Die neueren Entwicklungen kann ich hier nicht kommentieren. Es würde sonst unübersichtlich. Ich meine den Fortschritt bei High-Tech bis hin zur "KI". Mir fällt dabei auf, dass dieser Fortschritt von SocialMedia "gehypt" wird, also das dort kein Anstoß zum Umdenken, Neudenken, detopischen Denken erkennbar ist. Stattdessen Fatalismus und "Aufmerksamkeitsausbeutung", also dass irgendein neuer Guru die Machtübernahme der KI für 2027 vorhergesagt hat. -- Was soll ich denn dazu sagen oder schreiben?

Ich persönlich tendiere dabei zum Ansatz der "Horstmannschule" (also Typ Schopenhauer, Mainländer, Hartmann) - damit ich irgendwie mit der (all)gemeinen deutschen Volksdummheit klarkomme und mit ihr meinen persönlichen Frieden schließe. Die anderen Untergängler haben mit ihrer Sichtweise genauso recht (da könnte ich auch mehrere Details hervorheben und loben). Aber "Typ Horstmann" ist für meinen "Denktyp" unverzichtbar. Nochmal: Das Verdrängen der Notsignale (für menschheitliche Zukunft) kann entweder als schwere aktuelle Gehirnerkrankung erklärt werden oder eben als "Erbanlagen" (dazu sagt man heute im Volk: "die Gene sind schuld"). Und bei letzterem sind wir machtlos - wir Aufklärer und Warner (aller Typen und Zeiten). Daher sei uns auch ein 'bisl fantasy' erlaubt: Wir unterstellen irgendeinen großen (geheimen) 'Plan' jenseits der Erde (keinen Plan von Menschen), um die Menschheit bzw. die Völker 'zu verderben'. Ich glaube da nicht wirklich dran, aber ich flüchte manchmal in diese Vorstellung, um mich zu beruhigen. Und nebenbei: Wir müssen uns vor Augen halten, wie (sehr) jung manche Pessimisten waren zum Zeitpunkt der Festigung ihrer Grundeinstellung. (Bei einigen wissen wir es genau, dass sie dabei unter 30 (Jahre alt) waren.)

Also kurz zum Thema "KI, Musk, Mars, Robotik, Cyborg, etc.: - Ich bleibe bei meinen bisherigen "Markern" (Umweltschutz, Müllvermeidung, Bodenfruchtbarkeit, Übervermehrung). Die Verherrlichung von "Elektronisierung, Digitalisierung, Vernetzung, KI" betrachte ich wie einen weiteren Gehirninfarkt, der die Demenz verstärkt. Trost, Hoffnung und Optimismus kann man aus der Überlegung gewinnen, dass der Stress auf Erden - jetzt im kapital-technischen Zeitalter - tausend Jahre lang zunehmen wird, bis zum 31.12.2999. Es wird immer mal was (nicht alles auf einmal) jedes Jahr schlechter. Tausend Jahre lang. - Man soll mir nicht unterstellen, ich würde mich darüber freuen. Das kannst du dem Hollywood-Kapital und der Elon-Musk-Clique vorwerfen. - Ich wurde nur dazu verdonnert, erst Ruhe zu finden, wenn alle Möglichkeiten zur Erhaltung des Menschengeschlechts ausgeforscht sind. (Damit meine ich nicht die "Spezies Mars-Mensch der Elon-Musk-Ideologie", sondern die positiven kulturellen Errungschaften der bisherigen Menschheit als Voraussetzung für langes Lebensglück.)

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Nochmal: Das Wort Menschheit bedeutet (im detopischen Sinne) Zivilisation und Hochkultur (Menschenrechte, Mitbestimmung, usw.) bzw. diese Dinge sind aneinander gekoppelt; sie hängen seit 5000 Jahren zusammen. Jedoch die(se) Menschheit bewegt sch auf ihr Ende zu. Die nächste Organisationsform ist dann irgendwas anderes. Aufklärung, Mündigkeit, Kulturschätze, Traditionen, Sprache werden keine erstrebten Ziele mehr sein. Es wird dort (dann) hauptsächlich um Unterjochung und Ausbeutung gehen (vorab von Menschen'material'), gestützt mit Feindbild-Ideologien und Religionsersatz. Es gibt dann keine höheren Ziele mehr. Kein Reden über Gott und die Welt. Über Fernziele. Über den letzten Sinn der Evolution bzw. des Menschentheaters auf Erden.

Dieses Beenden des bisherigen Strebens bezeichnet man als 'Untergang der Menschheit' bzw. 'Weltuntergang' (der alten Welt). Auch dann, wenn noch lange Menschen leben werden. Und falls sie lange leben (Jahrtausende), dann müssen sie auch etwas glücklich sein; anders ist Lebensmut nicht vorzustellen. In beständiger depressiver Verstimmung ('schlechte Laune') werden sie wohl nur wenige Jahrhunderte durchhalten. Das gilt auf Erden (unter der Erde und im Urwald) und auch für Weltraumfahrer. (Irgendwelche Psychopharmaka, die dauerhaft, ja ein Leben lang wirken, sind nicht vorstellbar.)

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Nunmehr kommen die allerneuesten "KI-basierten" Endzeittheorien zu mir, etwa von Nick Bostrom und weiteren "Stars der Szene". Sie beklagen den Untergang der Menschen (und nicht der Menschheit). Das ist okay. 'Wird sicherlich stimmen.' Aber ich kann mich nicht mit allem beschäftigen. Und ich habe doch ein solides Grundwissen, oder? Oder sind die alten Bücher veraltet, ungültig nunmehr, 'überholt'? Ist es schlimmer an KI zu sterben als an Hunger, Hitze oder Kälte? -- Ich wollte hier nur kurz mittteilen, dass ich davon weiß, dass ständig neue Pamphlete mit neuer Wortwahl und neuen Schwerpunkten und neuer Reihenfolge erscheinen. Mit "Pamphlete" meine ich nunmehr auch "Influencer" auf Videoportalen im Internet.

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Gestern sah ich <Die Insel>, SciFi über 'Ersatzmenschen' von 2013 auf R2, und heute Cruise-2023 auf P7, sonntags, 20:15 (Kosten: 400 Mio USD, nach 20 min die erste Reklame, Industriepizza für Kinder; vor dem Film: Der Megablockbuster wird 'Ihnen' präsentiert vom Radebergerbier; Der Film-Vorspann kommt erst nach 35 min. Und das ist nur Teil eins.) -- Die Ideologie dieser Filme ist schlecht und schädlich. Diese Ideologie verkürzt die Zukunft real. (Vermutlich verbreitet sich diese Ideologie auch in den anderen Massenmedien, einschließlich Buchthriller, Youtube etc., Computergames etc.) - Was soll ich dazu noch sagen? Ich habe den Film nach 45 min ausgeschaltet. (Er ist zu ähnlich den mir bereits bekannten Folgen.) Es ist eine ganz neue Welt entstanden, Geisteswelt. Geisterwelt passt auch. Es ging alles so schnell. Ich meine die Um- und Neuorientierung der Einzel-Menschen und Menschheit auf Elektronik (bis hin zur KI) und Weltraum usw. Die alten Werte des Baumes, des Humus', der allgemeingebildeten Persönlichkeit, der harmonischen Entwicklung der Gesellschaft verlieren an Bedeutung. Mal sehen, was daraus werden wird. Eventuell entsteht auch etwas Neues, was nicht sofort als schlecht empfunden wird; von den Einwohnern reicher Länder. - Ein Aufstand gegen das Entertainment-Marketing wäre wünschenswert. Ein Volksaufstand wäre noch besser. Ich gehe zwar davon aus, dass der allgemeine Frust über die neuen Medien zunehmen wird. Aber gleichzeitig habe ich die Erfahrung gemacht (auch in echten Gesprächen), dass eine neue "aufgeklärte" Form des Fatalismus und der Hinnahme entsteht. Hm. Wie es auch weitergeht: Leben wird anstrengend. - Die menschliche Dummheit läßt sich nicht therapeutisch behandeln, so, wie schon früher kein Kraut gegen sie wuchs. Und ich nehme folgerichtig an (z.B. nach Adam Riese), dass auch KI 'nicht gegen Dummheit gefeit ist'. (Denn sie wird ja mit allen Geistesergüssen gefüttert, unterschiedslos, auch aus SocialMedia; woher weiß sie, z.B., dass das Wort eines Professors mehr gilt als tausend 'User-Worte' als 'Shitstrom' dagegen?)

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Jedenfalls verwirrt, weil fasziniert, die neueste High-Tech-Welle die Leute, auch die klügeren, falls es solche noch gibt. (Weltraum, KI, Supercomputer, Kernfusion, Robotik) Insofern wird wohl nichts Gutes mehr geschehen auf Erden - aber ich meine natürlich größere Sachen und dauerhafte. Über Kleinigkeiten werden wir uns noch viel freuen können.

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Youtube bot mir ein Video von einem Actionfilminfluencer, der zu Cruise-2023 sprach, ca. 20 min, keine grundsätzliche Kritik, z.B. an den Problematiken von Geheimdienst-Superhelden, sondern nur, warum der Film nicht schön genug ist. (Zuviel Action; zuwenig Handklung). Das zur Abrundung. -- Oben hatte ich das Thema, wie man die unterschiedlichen Endzeitautoren dazu benutzen kann, um seinen Frieden zu finden.

Gruhl-1992-Teil-6 hat auch Stärken, die woanders schwächer sind, auch weil kürzer, etwa bei Lauterburg, der sich auch sehr um Trost bemüht. Gruhl spricht oft das Normalmenschliche an, was auch mich interessiert. Gruhl zitiert mehr als Lauterburg die alten Soziologen; letztere finden immer wieder eine neue Wortwahl für Teilaspekte.

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Planet des Leides? Ab wann? Wie lange? Was danach? Alternativen? Auswege? Rettungswege? Hoffnung? Zukunft? Zuversicht? Optimismus? Positives Denken?

Diese Fragen werden auf detopia.de beantwortet.

Das deu Volk hat kein Interesse an seiner Gesamtzukunft. Und vielleicht ist das richtig so. Hat denn das Volk nicht immer recht?

Eine realeerscheinende Möglichkeit ist, dass die deutsche Fläche am 1.1.2100 unbewohnt 'ist' (besser: sein wird; weil unbewohnbar). Ein ganz genauer Ablauf der Zukunft läßt sich nicht ermitteln. (Warum sollten wir das wissen wollen?) Man kann nur spekulieren, hochrechnen, Pi mal Daumen, nach Adam Riese: Ich als Normalverbraucher, als normaler Schichtleiharbeiter, ohne KI und Konferenzen.

Es stehen jedoch etliche Dinge fest.

Eines dieser Dinge ist die politische Geschichte (seit -3000) samt deren Lehren und Moral. Ein anderes Ding ist allgemein das Menschenverhalten, wie es uns bekannt ist, von der Rekonstruktion des Urmenschenverhaltens (und allem, was dazwischen war) bis 'hier und heute': Massenpsychologie, Fußballpsychologie, Küchenpsychologie, Horoskopie, Milgramexperiment, Bürokratieprinzip, Ikeaprinzip, Aldiprinzip, Aida, Baumarkt, Rabattschlacht.

wikipedia  Uruk  mit einer hübschen Animation vom ZDF auf 90 Sekunden.

Wir steuern auf weltumspannendes und immerwährendes Leid zu. Es kann in diesem Jahrhundert beginnen und es kann nie enden.

Mir scheint erwiesen (heute), dass das deu Volk keinen Wunsch, keinen Willen, kein Interesse und keinen Mumm hat, daran etwas zu ändern; also zuerst dem Steuermann in das Steuerruder zu greifen; und dann selbst das Steuerruder zu bedienen.

Und dann kann es sogar sein, dass das Können nicht ausreicht. Die Fähigkeit. Die Fertigkeiten. Die Einsichten. Die Bildung. Der Menschenmassen. Der Millionen. Der Volksmassen.

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Aus dem Wissen über den Menschen (wie er heute ist und wie er früher war) schlussfogere ich die (na gut: einige) Eckpunkte (und Schwerpunkte) des weiteren Zukunftsverlaufes. Für diese Teil-Zukunft (weil ja nur Eckpunkte) kann man auch - altdeutsch - "Schicksal" sagen (oder schreiben, wie ich es jetzt tue). Darüber (über unser zukünftiges Schicksal) muss ich gar nichts schreiben. Es sollte bekannt sein. Es sollte bekannt sein, dass (nur) 15% der Menschen (aller Zeiten und Regionen) an einer endgültigen Abschaffung von Unfrieden auf Erden interessiert sind. (Ich übernehme diese Zahl von Schopenhauer 1862; sie entspricht in dieser Größenordnung auch meiner Lebenserfahrung.) - Diese Menschen kommen heute seltener als früher in 'Sprecherpositionen'. (Das liegt an den nunmehr elektronischen Massenmedien. Das liegt an der 'Wirtschaftsdemokratie'. Das liegt an der 'freien' Unternehmertumsideologie. Das waren nur Stichpunkte.) Und das liegt aber daran, dass es keine 'Anarchistenclubs' mehr gibt, also Kneipengespräche über Gott und die Welt; also Gruppen, wo man erst mal frei reden kann und nicht auf Grund seiner 'unorthodoxen' Ansichten aus der Gruppe entfernt wird; sondern mehr noch: ermutigt wird, an seiner 'Gesellschaftssuche' dran zu bleiben. Mehr will ich hier nicht in die Tiefe gehen zu dem Problem, warum ich von Jahr zu Jahr weniger über 'Utopie' oder 'Revolution' höre oder lese; also einen Ausweg aus der Mehrfachmegaüberlebenskrise, der - nach Lage der Dinge - ganz richtig als "Rettungsweg" bezeichnet werden kann. (So nennt Bahro-1987 ihn.) - Jedenfalls will niemand sich mehr so richtig 'engagieren', so richtig für das Große und Ganze. (Ich sage: will; aber 'kann' kann auch richtig sein. Denn irgendwie sind wir alle heillos beschäftigt; und sei es mit Freizeit, Baumarkt, Urlaub und Fernsehen.) - Das Thema hier war 'Eckpunkte' und: Abnahme der (ohnehin zu geringen) Menschenzahl, die sich für Zukunft interessieren. (Ein Wort zum Gummiwort "interessieren": Ich meine damit tiefenökologische Bildung und Bereitschaft zu Handlungen und Tätigkeiten; kann man auch Arbeit dazu sagen.) - Auch mir ist klar, dass die Bedingungen schlecht sind und die Bedingungen für wenigstens kleine Erfolgserlebnisse auch. (Ja, ich rede hier von einer vollständigen Systemumwandlung in Richtung Anarchismus/Sozialismus; also von etwas ganz Schwerem; ich habe Verständnis für das 'Nichtwissenwollen'.) Zu den "Eckpunkten" (m. E. gesichterten) gehören also die Klimakatastrophe, die Kriegskatastrophe, die Artenkatastrophe und - auch - die "Psychokatastrophe", also die Weigerung der Bildungsmenschen darüber nachzudenken (und Auswege zu suchen, zu finden und zu begehen).

Planet des Leides!

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21.5.25

Das wird hier zu lang. Ich muss das mal verteilen (auf Themenseiten). Aber jetzt noch nicht.

Zuerst über die Grünpartei. Neue Doku. 2025. 3 Teile. Ganz gut.

https://www.zdf.de/nachrichten/politik/deutschland/gruenen-krise-doku-frontal-100.html  mit den Videos, je 35 Minuten, mit viel altem Originalbildmaterial

Der Dreiteiler, der seine Premiere am 13. Mai 2025 auf dem renommierten DOK.fest München hatte, schildert die Geschichte einer unbequemen Partei, die das Land verändert hat – und sich selbst. Auf dem Internationalen Dokumentarfilmfestival hieß es dazu: Die Produktion bietet "ein spannendes, vielschichtiges Bild der deutschen Parteienlandschaft, das weit über die Grünen hinausweist."

Tja. Tja!

Ich kenne die Haupt-Probleme aus dem Privaterleben seit 40 Jahren; auch dieses Jahr hatte ich schon Diskussionen dazu.

Eine Grundsatzfrage ist immer: Fundamentalismus, Idealismus, Utopismus, Außerparlamentarische Opposition, Radikalismus

Gegen: Realismus, Alternativlosigkeit, Sachzwänge, Marsch durch die Institutionen, Massenwohlstandssteigerung, Lebensstandard, Volksluxus, Reichtumsstreuung, ...

Tja, tja, tja.

 

Was ist sicher? (Was erscheint einigermaßen sicher?) ("Was wissen wir wirklich?")

Und die Grünpartei muss da irgendwie mitmischen. Das kann alles nur Schadensbegrenzung und Krisenmanagement sein - wie auch in der UNO; Konflikte eindämmen; Konflikte nicht ausufern/eskalieren lassen.

Gut, dass ich Fundamentalist geworden bin - und mich aus der Praxis raushalten kann. Gut, dass 'das Internet geworden ist' (da musste ich kein selbstfinanziertes Ladenhüterbuch schreiben).

Alles gut!

Alles gut?

Ich denke zur obigen Doku, genauer: den angesprochenen Problemen: Die Texte auf detopia erhellen etliche Fragen weiter. Insbesondere die Rückblicke von Leuten, die dabeigewesen sind. (Amery, Bahro, Gruhl, Fenske, Henrich). Entscheidend bleibt aber die Grundeinstellung des Lesers - dafür, wie er die Dinge für sich bewertet und in sich einordnet. Im Prinzip bleiben hinsichtlich der damaligen und heutigen Grünpartei zwei Dinge sicher: 1. Sowohl 1980 als auch 1990 (in der DDR) kamen Leute zu den Gründungsversammlungen 'aus aller Herren Ideologien'. (Was habe ich da 1990 nicht alles erlebt! "Vielfalt"!: aber die kann man nur unter einen Hut bringen auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner.)

2. Wenn die Partei an der DL-Demokratie teilnimmt, dann ist sie schon ursurpiert oder "geentert" (wie Bahro es nennt) und wird angepasst und eingepasst. Petra Kelly hat sich deswegen von Anfang an für eine "Anti-Parteien-Partei" starkgemacht (z.B. Rotationsprinzip). Und die Anthroposophen und Protestanten haben "Basisdemokratie" eingebracht. Das war alles gut und richtig! (Aber die menschlichen Fähigkeiten fehlten und fehlen heute.)

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Wie bei vielen anderen Sachen (Problemen, Fragen), kann man hier kein kurzes Resümee ziehen. Man kann es nicht auf DEN Punkt bringen, sondern immer nur auf EINEN.

"Man hätte es anders machen sollen" (...wenn es gegangen wäre). Andererseits wurde gerade so, wie es gelaufen ist, Schlimmeres verhindert: Ja! - Nochmal: Wir hätten heute schon alle tot sein können oder zumindestens vergiftet.

"Wenn die Grünen nicht gewesen wären." Wobei ich die Weltbewegung meine, vorab in den reich-westlichen Ländern, ab "1962", also seit dem Carsonbuch (um einen modernen Neu-Anfang nennen zu können).

Weitere Stichworte: Ostermarsch *1958, Club-of-Rome *1968, Erste radikale Umweltrede im Deutschen Bundestag 1970, Greenpeace *1971, Anti-Vietnam-Krieg, usw.

Insofern war die 'reale' deu Grünpartei (ab 1980) ein Teil der Weltbewegung. (Von P. Kelly wird allgemein gesagt, dass es ohne sie nicht diese Anfangserfolge gegeben hätte, also Einzug in LT-Hessen und BT-1983.)

Man hätte es wohl gar nicht anders machen können. Warum? Weil es ja versucht wurde! Und es hat nicht geklappt. (z.B. die Gruhl-Linie; die Bahro-Linie). Und eine Bestätigung haben wir heute, insofern, weil kaum die Namen bekannt sind, und noch weniger die Namen der Hauptbücher (letzteres schließt ein, dass sie nicht gründlich bekannt sind). Selbst heutige jüngere Grüne kennen weder die Namen Gruhl noch Bahro (manchmal nichtmal Kelly oder Beuys).

Dennoch werde ich mir alle drei Teile der Frontal-Doku gründlich reinziehen. Als "Fundi" habe ich immer Nachholebedarf beim "Realo-Wissen".

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Gestern spätabends auf ZDFinfo noch bisl die Musk-Doku geguckt. Auch wieder so "ein schwieriges Thema". Ich sah berührende persönliche Augenblicke ('Hab' ich immer ein Pech.') Höchstvermutlich ist die Doku professionell "gestylt"; aber mich hat es trotzdem erwischt. "Es bleibt schwierig" - auch für mich. Man möchte Mitleid haben mit Elon und ihm die Daumen drücken, dafür, dass er alles schafft, was er sich vorgenommen hat. Auch diese Doku werde ich nochmal länger gucken. (Es ist natürlich schwierig, wenn wir "das Kapital" nicht mehr als alte dicke zigarrenrauchende Ausbeuter und Unterdrücker und Imperialisten und Kriegstreiber und so weiter darstellen können.)

zdf.de/portraits/elon-musk-genie-und-wahnsinn-100  2023, 3 Teile, je 57 min.

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Es bleibt alles schwierig? Eigentlich nicht!

Der normale Mensch müsste nur seine jetzigen Freizeitaktivitäten kürzen und dafür Bildung sich aneignen. Dann/danach "können wir über alles reden". Und wir finden einen Nenner, der etwas größer ist als der kleinste.

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Gerade kinostartet Cruise-2025. Es war wohl ein Wendepunkt der Geschichte (ins Schlechte), als herauskam, und als feststand, wie sehr der Mensch durch die neuen Medien beeinflussbar ist - und ich meine hier aber die Zeit um 1925, die Erfindung des Tonfilms und des Farbfilms. Das war ein Sprung zu vorher, zu Schwarzweißstummfilm und Sensationspresse, samt Extrablatt und Abendzeitung.

Das Fernsehen steigerte die Wirkung nochmal, vorab "das amerikanische". (Und über die heutige "Medien-Lügen-Lage" muss ich gar nicht reden; aber ich meine zuerst immer das Entertainment.)

Ja, auch die "nichtmediale" (kapitalistische bzw. gewinnorientierte) Unterhaltungsindustrie spielt eine Rolle. Und auch die "staatliche", also Massenaufmärsche (Stalin, Nordkorea), Fackeln, Fahnen, Marschmusik, Militärparaden.

Aber wenn ich mich für einen "Weltwendepunkt" entscheiden sollte, dann würde ich den Farbtonfilm wählen, genauer: die Entdeckung seiner Faszination und die kommerzielle (und staatliche) Ausnutzung (Ausbeutung) dieser 'Entdeckung'.

Ja sicher: Am Anfang standen Produkte mit höherem (ja sogar: hohem) Wahrheitsanspruch als "Cruise-2025". Aber wir sehen ja, wohin sich das heute entwickelt hat.

Zu einem Nonsens-Entertainment. Zu einem Welt-Entertainment ohne Sinn und Verstand. Ich will keine Beispiel nennen! Oder doch: Nein, lieber nicht. Nicht erst anfangen. Postman-1985 bleibt immer eine solide Grundlage.

Aus diesem tiefen Dilemma kann es nach (meinem) heutigem menschlichen Ermessen keinen Ausweg geben. Wie wollte man das für Deutschland anstellen? Petition? Volksabstimmung? Parteigründung? Was? Was tun? - Wie tun? - Das Volk schreit ja schon bei viel kleineren Dingen "des Verzichts" auf. Und dann "hängen" - "natürlich" - "Arbeitsplätze" an Medien mit Reklame. Da will selbst ich als eingefleischter und tiefgläubiger Utopist nicht meine Lebenszeit damit verschwenden, hier irgendeinen "Ausweg" zu suchen, einen "ganz kleinen gemeinsamen Nenner", einen "Mini-Minimalkonsens". - Die "einzige reale Hoffnung" ist Volkverweigerung aus Überdruß (aber ich meine das Entertainment und nicht die "Lügenpresse"!) und... Stromausfall.

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Nach diesen Tagesnotizen muss ich auf Grundbausteine zurückkommen, um ordentlich abschließen zu können.

 

Die Menschheit hat ein "Verfallsdatum" (pardon für meine schwache Begriffswahl). Aber das will ich nicht jedesmal nennen. Das tut mir weh. Ebenso tun mir die Gründe weh. Und mir tut auch weh, dass es keine unendlich lange und unendlich schöne Zukunft für meine Nachkommen gibt, geben kann, geben wird. (Ich selbst habe es ja in ein paar Jahrzehnten 'geschafft' bzw. 'es überstanden'.)

1990 dachte ich noch: Gut! Nun haben wir das westliche Wissen und der Volksaufklärung und Volksmündigkeit steht nichts mehr im Wege. (Die Kriege der 90er hielt ich für Nachwirkungen der ideologischen Spaltung der Welt, also des fehlenden 'Weltwissens'.) In der BRD samt angrenzender Deutschsprachigkeit hatten wir einen Sprachraum, für den das wesentliche Wissen in preiswerten pop-wiss Taschenbüchern vorlag. (Ich selbst sah 1992 in einem - nicht mal "alternativen" - Buchladen in Potsdam den Postman-1985 stark präsentiert liegen.)

Jedenfalls ist es nicht so geworden, wie ich es 'gedacht hatte'. - Sicher war auch ein entscheidener 'Fehler', dass man im März 1990 nicht allein auf das "Neue Forum" setzte (Volkskammerwahl). Aber das hängt wohl mit den Mechanismen zusammen, die auch zehn Jahre vorher die Grünpartei in ihre Richtung trieb. Jedenfalls habe ich noch nichts Genaues über das Zustandekommen von "Bündnis 90" gelesen. (Die Bündnispartner IfM und BJ waren ja zahlenmäßig 'gar nichts' und nur auf paar Großstädte beschränkt.)

Jedenfalls ist es so geworden wie es heute ist. Ich hatte 30 gute Jahre. Danke an alle!

Die Menscheitsgeschichte wird aus dem Bauch heraus gesteuert. (Auch wenn es dann und wann idealistisches Heldentum gibt; aber wir kennen selten die Antriebskräfte der Helden - jenseits der Legenden.)

Es gab (vermutlich) auch "Einzeltäter". Aber eher nur früher, in der 'Vordemokratie'. Peter der Große könnte einer sein, auch Friedrich der Große. Auch Napoleon wäre möglich. Aber dazu weiß ich zuwenig. Ich kann nichtmal sicher nähere einordnen, wie Stalin, Mao oder Kim. Auch hier wissen wir nur Zweitrangiges über deren psychisch-seelisch-religiöses Geschehen. (Hitler sehe ich nicht als Einzeltäter, denn ihn trug ja eine Massenbewegung 'demokratisch' nach oben.)

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Heute stehen wir am Ende der Geschichte und zwar aller Geschichte. Die weitere Geschichte findet ohne uns statt, aber keiner wird sie (auf-) schreiben (oder gar 'filmen'). Wir hatten eine gute Zeit. Insgesamt aber war es eine schwere Zeit (seit Ur und Uruk). Ich messe das an den vielen "Unterdrückten". Die Summe der Leidtage übersteigt - vermutlich - die Summe der guten Tage. (nochmal: Insgesamt gesehen. Zur Auffrischung etwas Dollinger-1973 lesen.)

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Eines Tages muss ich mit dieser Webseite endgültig zum Abschluss kommen - inhaltlich gesehen. Danach darf sie noch Jahrzehnte "als Webarchiv" dienen. (Bis 2040 habe ich mir vorgenommen.) Danach ist dann 'wirklich gut'. Es reicht dann. Dann kommen andere. (Die sind teilweise jetzt schon da.) Mit anderen Botschaften. Ohne Utopismus. Ohne Masterplan. Ohne realitätsferne Kritik an den Zuständen. Ohne Aufforderung zum eigenen Denken. - Stattdessen 'ganz volksnah'. Nur Survival und Prepper. Aufgemischt mit Mars und künstlicher Lebensverlängerung. Und viel Entertainment, Ablenkung, "Vergnügen". Allerdings frage ich mich, wer noch Katastrophenfilme sehen will, wenn er auch aus dem Fenster schauen kann.

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Jetzt kommen die Nachträge.

 

Mir gefällt schon einiges vorhin mühsam Geschriebene nicht mehr. Aber das ist wohl normal. Man darf erst einige Tag später wiederlesen.

Inzwischen habe ich wieder ein bisl Musk-Doku-2023 und Grün-Doku-2025 geguckt.

Bei der Musk-Doku gehe ich davon aus, dass jedes Bild/Video, dass ihn zeigt, von seinen PR-Leuten genehmigt ist. Außerdem scheint er selbst - auch innerlich - "ein Medienprofi" zu sein. Aber ich will ihn hier nicht schlechtmachen, wenn er über seine Kindheit berichtet; aber es fällt mir trotzdem auf, wie perfekt inszeniert das ist. (So ähnlich, wie auch Oprah Winfrey eine Milliardärin geworden ist.)

Jedenfalls will ich sowohl über die neuen jungen Tech-Milliardäre als auch über das neuste High-Tech-Unwesen nicht viel schreiben, denn das führt alles zu heißer Luft. Nichts davon hat Bedeutung - menschheitliche; außer dass es das Aussterben vorverlegt.

Ich sehe das alles an als letztes Aufgebot zum letzten Gefecht mit sicherer Niederlage. Deswegen muss ich hier meine Zeit nicht versenken. Die Denkspaltung ist heute weit fortgeschritten - im Allgemeinvolk (ohne Bücher) und auch bei den Gebildeten mit einiger Bücherkenntnis. - Was bedeutet es, wenn heute Privatkonzerne Atomkraftwerke bauen und betreiben? Und das wegen "KI"? Die Antwort kann sich jeder selbst geben.

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Die Gründoku-2025 habe ich auch weitergekuckt. Ich finde es traurig, dass kein besserer Weg gefunden wurde (seit 1980). Aber ich kenne auch keine Massen von grünen Parteimitglieder, die ja letztendlich alles entscheiden. (Ja! Das, was ich hier meine, ist "Basiskonsens".) Ich kenne hier in meiner Stadt natürlich viele Grüne, auch privat, auch seit Jahren. Alles rechtschaffende Leute. (Wie auch viele bei der AfD, die ich selbst kenne.) Also: Dss Grünbewusstsein, das die Partei trägt, ist "mittelständig" bzw. "kleinbürgerlich". (Ähnliche auch bei der PDS.) Das müssen wir klar sehen. Mehr kann ich der Kürze nicht sagen. Ich habe auch nie eine besondere (Ökopax-) Literaturkenntnis bei aktiven Grünen festgestellt; auch nicht bei "Bündnis-90-Leuten". (Außer einige absolute Ausnahmen, die ich aber nicht persönlich kenne; und die nur einfache Parteimitglieder waren; ohne viel "Sprecherlaubnis".)

Jedenfalls wurden die Grünen auf 11% abgewählt. Und das nur aufgrund, weil sie den Kapitalismus retten wollten, indem sie ihn ökologisch modernisieren. Ein weiterer Grund ist die Ausländerfrage; hier begreift das Volk heute noch nicht, was ich oben sagte, nämlich, dass Einwanderungsdruck immer weiter zunehmen wird und dass die Lösung nur "AfD" sein kann (Abschottung, Dexit), was auch bedeutet, dass 'der Wohlstand sinkt', also eine andere Art 'grüner Enteignung' ist.

Oder anders: Die Amokfahrt von Magdeburg (12/24) war schlimm und böse - und sie hat die BTW-2025 beeinflusst. Darauf will ich hinaus. Mit solchen spontan-emotionalen Reizreaktionen (Grüne raus; AfD rein) erreichen wir womöglich nichtmal gesund das Jahr 2050. Darauf will ich hinaus. (wir: Deutsche in DL).

Das ist das Problem. Ein einfaches Problem.

Abr 'man' kann absolut nichts tun. Wirklich nicht. Die Bewusstseinspaltung ist (schon) zu groß oder zu tief. - Wenn 70 Jahre High-End-Sachbuch (pop-wiss) nichts gebracht haben, dann kann sich der Geist heute unter dem Kreuz- und Trommelfeuer der Amüsierkanonen nicht mehr erheben. Das ist Fakt. Das hat nichts mit Pessimismus zu tun. Pessimismus sieht anders aus. - Wir müssen zugeben, wenn wir verloren haben. Wenn wir uns das nicht eingestehen, dann sind wir verloren.

Naja, man soll mir die Wortdopplungen nicht übelnehmen.

Jedenfalls kurz: Die deutsche Grünpartei war ein Volksausdruck und wird es wahrscheinlich auch in Zukunft bleiben. (Denn die Ökopaxprobleme bleiben auch und verstärken sich.) Ich denke, dass auch das BSW bleibt; auch meine ich das als (neue) Geistesrichtung im Politikbetrieb. (Zum Thema kann man mal den Wikipediaartikel zur Piratenpartei überfliegen. Bei der BTW-2025 meist nicht angetreten; sonst 0,2%. Man erinnere sich an die große Zeit vor zehn Jahren.).

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Momentan sieht es für mich so aus: Wir in DL machen so weiter. Die Welt tut es auch. (Wenn es Ausnahmen gibt, dann sind sie klein oder noch zu kurz.) Es wird überall voll auf Industrie und Technik gesetzt. (In Afrika, im Weltraum und in der Hochrüstung.) Der Boden, das Wasser, die Luft - bekommen kaum Aufmerksamkeit ab. (Auf Konferenzen ja; aber danach nicht mehr.) Pro Jahr geht Wald verloren (auch in DL durch Brand), Humusboden, und auch normaler Erdboden wird betoniert oder zugepflastert. Wasser wird knapper, trinkbares meine ich. Die Luft wird nicht nur nach oben dünner. Auch hier unten sinkt der Sauerstoffgehalt; noch langsam, aber in hundert Jahren könnte es schon merkbar sein. Feinstaub, Bodenozon und PFAS sind dagegen Stoffe, die neu in die Atemluft einsteigen. - Das soll als Hinweis genügen, damit uns bei der Eroberung des Weltenraumes nicht die Bodenstation wegbricht.

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Es kann nur noch eines geben: Welche Möglichkeiten habe ich, um "zukunftsfähig und nachhaltig" in der Gegenwart zu handeln? Und zwar mit "radikalen" Zielen. Und "radikal" meint hier: 1. das Gesamtleid verringern. 2. die Restzeit vergrößern. 3. einen Gesamtplan zu haben und dem Volk nahezubringen. - Bei dieser Aufgabe kann man durchaus (auch) bei einer etablierten Partei mitmachen. Oder in einer "NGO" (=NRO). Wichtig ist nur, dass es auch Leute gibt, die sich mehr (praktisch) sorgen als es üblicherweise die Regierungsparteien tun. Ich weiß, dass Erfolge und Erfolgserlebnisse klein sind. Aber: Dann gehe eine Nummer kleiner ran. Oder mache etwas ganz Kleines, aber dafür ganz "Richtiges" (nachhaltig, zukunftsfähig, radikal, detopisch). Das geht auch. So geht es auch. - Immer wichtig bleibt auch sowas wie ich mache: versuchen, den Überblick über alles zu behalten (und alles Neue auch irgendwie zu begreifen und zu verarbeiten). Auch das Buch ist noch nicht tot! - Man kann eine Webseite machen, eine App für Smartphone machen, ein (dünnes) Buch schreiben (dicke gibt es schon genug). - Und man kann immer versuchen - oder immer mal -, dem Volk klarzumachen, dass es nicht so bleiben kann (weil: wird), wie es (das Volk) sich wünscht (und begehrt). Das wäre eine Hauptsache. Dann wäre viel gewonnen.

Aber zur Erinnerung: Als Partei im BT-Absichten geht das natürlich nicht. Also für die Grünpartei geht das nicht. Und auch nicht für die PDS, die ja anfangs (1990) ökologisch werden wollte. Es geht aber für eine Kleinpartei, die stur an langfristigen Zielen festhält und mit 1% zufrieden ist, weil sie getan hatte, was sie konnte.

Und es geht immer noch viel im Privaten und Halbprivaten. "Fitzek und die Reichsbürger" machen es vor, "das was geht", zumindestens bei DENEN. Aber es gibt schon seit Jahrzehnten kleine Projekte, die das beweisen und von denen man lernen kann, um noch besser zu werden. Kommunen, Anthroposophen, Begegnungszentren, u.v.m. - Ich denke, man könnte das auf eine neue Stufe höher heben, vielleicht nicht viel, aber doch deutlich. Man müsste eine Form finden, die allseits respektiert wird, also von den kommunalen Verwaltungen in der Nähe und von den "Extremisten vor Ort" (und allen dazwischen). Das Wort "Meditation" könnte man heute verwenden. Es ist nun eingeführt und klingt in deutschen Ohren nicht mehr fernöstlich. Singen kann man viel. Gärtnerarbeit. "Bildschirmfreie Zone". "Kommune" war einst ein schönes Wort, aber heute wäre ein anderes wohl besser. "Meditationspartei"?  "Meditationsparteiortsverein"?

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Also sowas wäre gut (weil zukunftsfit). Und dass uns das heute schwer vorkommt, zeigt, wie sehr wir schon abgebaut haben (und wie tief wir im seelischen Schlamassel stecken). Dann hätten die 'anderen' Leute vor Ort einen Anlaufpunkt. (und könnten wenigstens zusammenhalten - aber dazu muss man sich erstmal gut kennen.) Jedenfalls ist eine einfache ('westliche') Mediationspraxis ein (neuer) Schlüssel (damit wir Leute kennenlernen mit denen wir 'gut können'.) - Eine bundesweite Vernetzung (samt Erfahrungsaustausch) - zumindestens digital - ist heute gut vorstellbar.

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Nochmal zum Schluss: Wir haben keine Chance mit unserem System! Jeder Endzeitautor hat seinen eigenen Fokus. Hier auf detopia interessiert mich am meisten: die kapitalistische Medienbranche. Und hier wieder der Fokus auf Reklame und Marketing. Ich wiederhole mich gerne: Wenn ich täglich zufällige 10 Minuten Privatradio oder Privatfernsehen höre/gucke (samt Reklame), dann weiß ich, dass wir auf der Verliererstraße stolz voranschreiten. Das ist mein voller Ernst. - Ich höre/sehe dort mehr als nur Ablenkung, Zerstreuung, 'Verblödung' (pardon). Das ist mehr. Das ist wie Umprogrammierung der Gehirne auf etwas ganz Falsches. Und diese 'Programmierung' bleibt. (z.B. Rabatte, Sparen, Jackpot beim Lotto). - Ich bin jedenfalls überzeugt davon! - Wir können nicht gleichzeitig öko-pax-sozial denken und auf Schnäppchenjagd gehen. Das geht nicht. Das wird niemals gehen. (Und wahrscheinlich sind auch die meisten heutigen Grünparteimitglieder davon infiziert und damit identifiziert. Und alle anderen Volksparteimitglieder sowieso und ebenso.)

Ich will es wegen der Kürze nicht genauer ausdrücken - falls mir das überhaupt je gelingen würde; das geht theoretisch nur, wenn ich youtube-Videos mache würde (indem ich dort Beispiele vorführen würde); und selbst dann werden die meisten sagen: "Na und?". - Daher auch hier nochmal: Postman-1985 analysiert wesentliche Aspekte dieser (allgemein akzeptierten) Volksverdummung. Eventuell könnte ich zu 70% meiner heutigen Kritik auf ihn verweisen.

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Die heutige Form der Marktgesellschaft in der BRD fördert - und fordert vielleicht - eine ständige 'Abwärtsprogrammierung' des Volkshirns. Da das langsam vonstatten geht, wird es subjektiv nicht bemerkt. Auch sind Ältere sicher resistenter (erstmal; durch ihre Lebenserfahrung aus 'schlechteren Zeiten'). - Ich finde, da gibt es keinen Ausweg, da allen Leuten das (Permanent-Marketing) gefällt. Niemand stöhnt. (Außer früher mal in den USA beim täglichen "Wetterporno".) Alle Leute, die ich kenne, empfinden nichts gesellschaftlich-politisch Schlimmes bei den Privatmedien. Und sie nutzen gerne "die Vielfalt". - Ja, ich weiß: Früher gab es Protest gegen Bildzeitung, Pressekonzerne, Einführung des Privat-TV-1986. Und schon Ulrike Meinhoff hat eine Zeitungspolemik gegen "Aktenzeichen xy" geschrieben, vor RAF. Grundsätzliche Fernsehkritik gab es schon reichlich vor Kommerz-TV. (Ich schreibe also gar nichts Neues.) Von Walter Jens, Enzensberger, Böll. - Und das Fernsehen (in der BRD) kann als deutliches Beispiel dafür dienen, wie wenig Wort gegen Tat ausrichten kann. In der Praxis setzte sich nämlich der Kommerz und nicht das Bildungsfernsehen durch. (Und dies müssen wir auch bei internationale Umweltschutzkonferenzen mitdenken. Einmal Greta vor der UNO-Vollversammlung macht noch kein Klimakatastrophenende.)

Wir sind am Ende - unserer Entwicklung. Meiner Meinung nach war es eine Aufwärtsentwicklung. Vom Schimpansen zum Marsianer. Das hatte Kubrick gut und deutlich dargestellt (in seinem Film 2001). Und nun geht es bergab. Ich bin nicht froh darüber! Aber ich muss anerkennen, was ich sehe.

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Zum Ausklang kann man bisl Audio anhören: Etwa den Blühdorn 2024 über das Ende des ökoemanzipatorischen Projektes (in DL) und Walter Jens 1973 über das Fernsehen (in DL).

Und auch ein Standardtext auf 5 Seiten eignet sich zum glättenden Tagesausklang:  Lauterburg-1998 über die "Diktatur des Bildschirms".

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Nun gibt es erstmal nichts mehr mitzuteilen.

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Es gibt auch brauchbare erzählerische Darstellungen über die (lethargische) Selbst-Bezogenheit der Deutschen im künftigen Ernstfall. (Guha, Kunert). Die eignen sich vl auch zum abschaltenden Tagesausklang. Man muss richtig im Bauch spüren, dass nichts zu löten ist. Das beruhigt. Ich meine aber nicht die Umweltpolitik, denn die finde ich erfolgreich, weil sie viel mehr ist als nichts. Und ich wiederhole: Die Grünbewegung hat in DL Großes zustandegebracht seit 50 Jahren, seit 1975, wenn wir die Natur- und Heimatschutzverbände hinzunehmen (als Vorläufer und Ergänzung).

Heute jedoch weht ein anderer Wind. Ich kann ihn nur als Privatmann orten. Es scheint mir als ob eine Art Weltentertainment Groß-Einfluss gewonnen hat. Trump war Realitystar. Selensky war ein Filmstar. Der Milliardär Schwarzenegger wurde Gouverneur von Kalifornien. Reagan ist nicht vergessen, G. W. Bush mit Iraklüge auch nicht, wie die Brexit-Komödie mit Johnson. - Das alles scheint Teil eines neuen Windes. Doch wo weht er her? Und wohin weht er uns? In welche psychologische Fallgrube? - Naja, vielleicht bin ich nur überspannt und es ist alles viel einfacher. Mal sehen, wie lange es noch so gut weitergeht. Ich bin jedenfalls zufrieden mit mir und der Welt. Nie ging es mir so gut wie heute.

Das war jetzt ein privater Abschluss, um wieder die Realwelt zu betreten.

 

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