"Wenn
die Entwicklung der nächsten Jahrzehnte darauf hinausliefe, daß die 10
bis 15 Milliarden, auf die sich der Bestand der Menschheit einpegeln
soll, den Verbrauchs- und Emittierungsmaxima der entwickeltsten Länder
nachjagen, dann werden die kommenden Generationen sich damit befassen,
Sauerstoff für die Atmosphäre, Wasser für die Flüsse, Kälte für die Pole
herzustellen." (Rudolf Bahro in seiner ALTERNATIVE)
Wie
ist es so weit gekommen? Und wie sind wir zu einer Welt geworden, in der die
reichen Länder immer reicher werden, während immer mehr ihrer Bürger auf
Suppenküchen und gemeinnützige Tafeln angewiesen sind? Könnte es unter
anderem daran liegen, dass uns gesagt wurde, die Reichen noch reicher zu
machen, sei gut für die Wirtschaft, aber die Armen reicher zu machen, sei
schlecht? Wie kommt es, dass so viele von uns all diese Dinge glauben, obwohl
es noch gar nicht so lange her ist, dass wir ganz andere Überzeugungen und
Wertvorstellungen hatten? Wie auch immer Sie zu Bankern stehen mögen, zu den
Profiten großer Konzerne, zu Wahlen, kostenlosen Online-Inhalten, zur
Klimaveränderung oder zu gesellschaftlichen Ungleichheiten – nur allzu oft
scheinen wir in unserer heutigen Weltanschauung gefangen zu sein (manche
Kommentatoren haben sie »Neoliberalismus«* genannt, aber dieses Wort wird
Ihnen in diesem Buch nicht noch einmal begegnen). (Aldred 2019)
Mit
schwerwiegenderen Folgen als für andere Genre-Vertreter ist die Darstellung
Dollingers von den besonderen Leistungsanforderungen der Schwarzbücher
geprägt, der Aufklärung durch Aufdeckung und Anklage des 'Schwarzen'.
Durchbrochen wird die Stilisierung der Geschichte zur Kriegsgeschichte deshalb
nur dort, wo Dollinger ausdrücklich die historischen Bedingungen hervorhebt,
denen die Bluttaten entsprungen sind. Dass sie im Namen von Königen, von
Völkern, der Freiheit, der Religion, oder der Staatsräson begangen wurden,
weist darauf hin, dass Krieg und Gewalt keine festen Größen sind, sondern in
ihrer kulturellen Bedeutung durchaus variieren. Auch wenn manches an diesem
Buch auf mangelnde Sorgfalt im Umgang mit den Quellen hinweist, besitzt das
"Schwarzbuch der Weltgeschichte" einen anderen, bislang noch nicht
gewürdigten Wert. (aus einem Lesebericht zum Schwarzbuch der
Weltgeschichte)
Sowohl
bei der Empfängnisverhütung wie beim Schwangerschaftsabbruch handelt es sich
um Schlüsselstrategien für gleich zwei Hauptziele im Sinne der hier
vorgetragenen Thesen: das fundamentale Ziel, niemanden ohne seine Zustimmung
ins Leben zu setzen, und das zeitbedingt-aktuelle, die Wucht des
exponentiellen Bevölkerungswachstums, wenn irgend möglich, etwas
abzumildern. Die Zusammenhänge sind allgemein bekannt und als solche
unbestritten. Ohne die kreuzzugartige Kampagne der Römisch-katholischen
Kirche würde man nicht viele Worte darüber verlieren, sondern alles daran
setzen, die Geburtenzahlen durch den Einsatz jedes sich bietenden humanen
Mittels zu verringern.
(Neuffer 1992)
In
der Zwischenzeit rasen wir, sehr viel schneller als wir uns vorzustellen
wagen, auf den verhängnisvollen Zeitpunkt zu, der um das Jahr 2030 oder auch
früher eintreten dürfte und an dem das Zusammenspiel von
Klimaveränderungen, Öl- und Wasserverknappung und weiteren 1,5 Milliarden
Menschen auf dem Planeten negative Synergien erzeugen wird, die jenseits
unserer Vorstellungskraft liegen dürften. --- Auch wenn die
Paläoklimatologie den Wissenschaftlern helfen kann, die nichtlinearen
Auswirkungen einer Erderwärmung zu berechnen, gibt es keinen historischen
Präzedenzfall, auf dessen Grundlage wir besser begreifen könnten, was in den
2050er Jahren geschehen mag, wenn eine Weltbevölkerung von 9 bis 11
Milliarden Menschen mit Klimachaos und der Erschöpfung von fossilen
Brennstoffen kämpfen wird. --- Wenn Ihnen dies wie ein sentimentaler
Schlachtruf oder ein Überbleibsel aus der 68er-Generation erscheint, sei's
drum. Wer auch nur einige der Beweise aus dem ersten Teil dieses Vortrags
akzeptiert, der muss, so er es wagt, einen "realistischen" Blick auf
die Zukunftsaussichten der Menschheit zu werfen, genau wie beim Anblick des
Kopfes der Medusa, auf der Stelle zu Stein erstarren. (Mike Davis,
2008)
An
Heiligabend des Jahres 1968 macht der Astronaut William Anders in der
Raumkapsel der Apollo-8-Mission in 780 Kilometer Höhe über dem Mond eine
glückliche, wenngleich zufällige und im Flugprogramm keineswegs vorgesehene
Entdeckung. Bereits dreimal während des ersten bemannten Fluges zum Mond hat
die Apollo-Kapsel den Erdtrabanten umkreist. Um Fotos von seiner Oberfläche
zu machen, ist die Spitze des Raumschiffs stets zu ihr ausgerichtet. Als die
Astronauten dann die Apollo-Kapsel um ihre Längsachse rotieren lassen, sehen
sie plötzlich im Seitenfenster, wie die Erde als kleine, blaue Kugel, noch
halb im Schatten liegend, knapp über dem Horizont des grauen Mondes
auftaucht. William Anders nimmt eine Hasselblad-Kamera und macht eine
historische Aufnahme. (Glaubrecht 2019)
detopia-16.09.2020:
Der
anonyme Q weist den Weg, wohin die Welt gehen soll. Das taten andere vor ihm
auch schon - denken wir an Scientology, denken wir an die Zeugen Jehovas (als
deutsches Beispiel für eine amerikanisch-evangelikale Sekte). Und es werden
sicher - da können wir ganz sicher sein - noch mehr neue irre Kulte
entstehen. Mehr ist dazu eigentlich nicht zu sagen (aus detopischer
Sichtweise). Die Auflösung einer gemeinsamen Weltkultur schreitet
weiter. Und man kann diese ganze Verschwörungskulte auch gar nicht mehr
widerlegen, weil sie ganz offiziell ihre Quellen geheimhalten, nach dem Motto:
"Wir wissen was, was ihr nicht wisst, aber wir sagen es euch nicht."
- Naja.
Jedenfalls
ist das Ende eingeleitet - nicht unbedingt der Menschheit, sondern das Ende
der modernen Zivilisation (mit Rechtssicherheit und Redefreiheit). Vielleicht
bietet das künftige halb-zivilitärische Regiment auch etwas Lebensfreude mit
an. Das ist nicht auszuschließen.
Q-anonym
- USA - Audio dlf - 6min (16.09.2020)
wikipedia
QAnon
dw
verschwörungsmythen-qanon-auf-dem-vormarsch
detopia-24.09:
Noch
mal kurz zum Thema "Überbevölkerung":
Das
Wort "Bevölkerungszunahme" ist wohl heute besser. Die Zahlen sind
bekannt (alle 13 Jahre eine Milliarde mehr). Und bekannt ist auch, dass der
Pro-Kopf-Verbrauch steigt. Mir ist klar, dass Milliarden Leute mausarm sind
und viel viel weniger verbrauchen als wie ich - ein hiesiger
Normalverbraucher. - Woran liegt das alles? An mehreren Ursachen. Nicht nur an
der katholischen Kirche. Aber von ihr können wir auch die anderen Ursachen
mit aufrollen. Wenn der katholisch-sexuelle Skandal tatsächlich so groß ist
wie medial dargestellt, dann fragt man sich um so mehr, aus welchen seelischen
Tiefen die Kardinäle der letzten hundert Jahre gegen die Geburtenkontrolle zu
Felde ziehen.
#
Letztendlich
ist der Geist kaputt, der menschliche Geist, heute.
Ich
weiß nicht wie es früher wirklich im Alltag war, aber zumindestens von 1850
bis 1930 sind mir viele kluge und tatkräftige Leute in Erinnerung, so dass
ich annehme: "damals war es besser". - Ergo: die vergangenen 70
Jahre "amerikanisches" Fernsehen haben das normale Denken kaputt
gemacht. Wir können noch anderes dazu nehmen: Bildzeitung, Actionfilme,
Katastrophenfilme, Horrrorfilme, Fantasyfilme, Kommerzradio mit täglichem
Jackpot bei Anruf.
Kollmann
2014 Fernsehen - Die tägliche Dosis Menschenunwürde
Hinzu
kommt die Marketinggesellschaftsordnung ("Haste was, bist was"). Und
vieles mehr. Funk/Fromm
Jedenfalls
ist die Welt aus diesem (geisteskranken) Grund auf jeden Fall am Ende bzw. sie
geht zum Ende hin. Die Leute werden ja immer dümmer statt klüger. Und die
Vernunft kann sich weniger Gehör verschaffen und noch weniger durchsetzen als
in den letzte 50 Jahren.
Aber
ich glaube fest daran, dass alles (z.B. Verschwörungsglaube) einen Grund und
einen Sinn hat. Und dass alles irgendwie menschlich ist und auch was Gutes
haben kann/könnte.
Aber
ich will heute nicht darüber spekulieren - sonst komme ich nie ins Bett.
Wir
müssen konstatieren, dass auf dem gegenwärtigem Wege alles aus und vorbei
und zu Ende ist.
Und
wir müssen konstatieren, dass bibelforschende Menschen über das Danach
reden. (Ein neues Reich Gottes - ER macht alles neu.)
Und
Korangläubige denken ähnlich - mit ihren Huris im paradies. Und manche
Esoteriker auch.
Und
die heutigen Milliardäre glauben an ein besseres Leben in einer Endzeitwelt
in ihren Bunkern auf dem Berge.
usw.
Man
kann ja nicht mal mehr die Wahrheit verbreiten. Zwar enstehen weiterhin
hervorragende Sachbücher. Und sie werden auch gelesen - von einem Prozent der
Bevölkerung.
Aber
die realen Zukunftskräfte kennen nicht den Namen der Autoren oder den
Buchtitel. Und viele Milliarden können kaum lesen. - Die Wahrheit breitet
sich jedenfalls icht aus.
Aber
es scheint auch nicht so, dass der detopische Grundgedanke von alleine aus den
Menschen hochwächst. Anzeichen dafür sind mir nicht bekannt.
Wir
müssen annehmen, die Große Geisteskrankheit breitet sich weiter aus - im
Einzelhirn und in der Volksseele.
Egal,
ob es hätte anders kommen KÖNNEN - im Einzelfall ja, aber insgesamt können
wir keine Aussage machen.
Als
Beispiel für den Einzelfall: Karthago hätte Rom verbrennen können,
materiell gesehen; es scheiterte zweimal nur an der herrschenden Klasse in
Karthago. Die nordeuropäische Geschichte wäre auf jeden Fall anders
verlaufen. Es hätte kein (europäisches) Christentum gegeben (denn das
wurde ja durch Rom erst groß). -- Aber Karthago als alleinige Mittelmeermacht
war noch diktatorisch-gewalttätiger als Rom mit seinem Versuch von Demokratie
und Rechtsstaat. - Die Kelten und Germanen hätten mehr Zeit gehabt, ihr
Kulturen und Staatsformen zu entwickeln. - Aber wir können unsere Hauptfrage
nicht beantworten, nämlich wann und wie sich Humanismus, Frieden,
Völkerfreundschaft als feste Werte etabliert hätten. Wann hätte es
Völkerbund, UNO, Weltfrieden gegeben? Wann ABC-Waffen? Und deren
"Ächtung"? Wann Verträge zwischen Staaten?
Egal
heute. Alles vorbei. Wahrscheinlich haben wir es versaut. Nur Horstmann sagt,
dass wir sogar Glück hatten, dass es überhaupt solange ging. Wir hätten
schon früher scheitern können. Und nicht erst im kalten Krieg. Schon davor.
Jedenfalls war der unbedingte Zerstörungswille schon im 19. Jahrhundert
vorhanden. Aber die Waffentechnik war noch nicht soweit.
Ich
geh schlafen.
#
"Mich
interessiert nur noch in zweiter Linie, was wir alles tun könnten,
obwohl ich noch mal kenntlich und verständlich machen will, mit der nötigen
Zuspitzung, was not tut: der Ausstieg aus der großen Megamaschine
und dem kleinen Auto, die einseitige militärische und industrielle
Abrüstung, die Umrüstung auf einen Haufen ziemlich unabhängiger
Ökorepubliken, die sich nur ganz wenig Bundesrepublik, noch weniger EG, gar
keine NATO, jedoch eine internationale Rechtsinstanz leisten. Wenn wir
alles das nicht wenigstens erst einmal ernsthaft in Betracht ziehen möchten,
sagen wir damit, daß wir sterben wollen." (Bahro 1987)