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Der Störenfried – Georg Sperbers Kampf um Bayerns Wälder
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wikipedia Sperber *1933 in Nürnberg bing Sperber
aus wikipedia-2026
1967 kehrte Sperber als Forstmeister ohne Revier nach Mittelfranken zurück und wurde mit der Vorbereitung der Tagung des Deutschen Forstvereins 1968 in Nürnberg beauftragt. Seine Festschrift Die Reichswälder bei Nürnberg war eine bedeutsame, anerkannte Studie und brachte ihm 1968 den Lorenz-Wappes-Preis.
1969 wurde er zum stellvertretenden Leiter des neu geschaffenen Nationalparkamtes Bayerischer Wald ernannt und war so mit dem Leiter Hans Bibelriether am Aufbau des ersten deutschen Nationalparks beteiligt.
Sperber arbeitete intensiv mit Horst Stern zusammen und war an dessen zu Heiligabend 1971 gesendetem Film Bemerkungen über den Rothirsch beteiligt, in dem er auch selbst auftritt.
Ab 1972 leitete Sperber – zuletzt als Forstdirektor – bis zu seiner Pensionierung 1998 das Forstamt Ebrach. In der Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft engagiert, setzte Sperber deren Konzepte in seinem Amtsbereich in die Praxis um. Unter seiner Leitung wurde der Rückgang der Buche gestoppt, der Wald erschlossen, und es wurden Pflegerückstände abgebaut.
Sperbers oft kämpferischer Einsatz für eine Verringerung der Rehwild-Population brachten ihm nicht nur die angestrebte Naturverjüngung im Wald, sondern auch viel Kritik aus der Jägerschaft ein.
Sperbers Engagement wurde in dem ihm gewidmeten Buch Jagdwende – Vom Edelhobby zum ökologischen Handwerk (2000) von den Autoren Wilhelm Bode und Elisabeth Emmert ausführlich gewürdigt.
Sperber wollte zeigen, dass sich Naturschutz und nachhaltig genutzter Wirtschaftswald nicht ausschließen. So ließ er während seiner Amtszeit im Staatsforst Ebrach rund 400 Waldtümpel anlegen, die unter anderem für den seltenen Fadenmolch geeignete Laichgewässer darstellen. Das Forstamt Ebrach entwickelte sich unter seiner Leitung zu einem forstlich-naturschützerischen „Wallfahrtsort“.
Als Anfang der 1980er-Jahre die Diskussion um das so genannte Waldsterben aufkam, war Sperber einer der ersten Warner.
In den 1990er-Jahren konzentrierte sich Sperber dann auf die Themen Waldethik und globale Erwärmung.
Als der WWF das Projekt „Klimazeugen“ ins Leben rief und dazu 2005 in Brüssel ein Gespräch initiierte, vertrat Sperber Deutschland. Als „Klimazeuge“ überreichte er dem EU-Umweltdirektor Jos Delbeke 1313 deutsche Unterstützer-Postkarten.
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