Sherwin
Bernard
Nuland

 

Chirurg

Medizin-
historiker

 

Professor
für Bioethik

  

wikipe Autor  *1930 in
Connecticut bis 2014 (83,Kr)

dnb Name   dnb Person

dnb Nummer (19)

ecosia Autor


detopia 

Psychobuch 

N.htm   Sterbejahr

Kübler-Ross 

 

 

 

 

 

 

  

Schriften auf deutsch:

  1. 1988  Im Dienste des Hippokrates - Der Fortschritt in der Medizin  /784 Seiten/ = Doctors /    Inhalt.pdf

  2. 1993  Wie wir sterben - Ein Ende in Würde?    = How We Die  /400 Seiten/

  3. 1997  Wie wir leben. Das Wunder des menschlichen Organismus // = Wisdom of body = Weisheit des Körpers  //     qwant Buch    dnb Buch

  4. 2007  Die Kunst zu altern - Weisheit und Würde der späten Jahre     Audio dlf 6 min

  5. 2000  Der Blick unter die Haut - Der Weg der Medizin von der Magie zur Wissenschaft und zurück  /The mysteries within/  315 Seiten

  6. 2000  Leonardo da Vinci - Biografie

  7. 2003  Semmelweis - The Doctors’ Plague.  211 Seiten   Inhalt.pdf


Biographie

  • Sherwin Bernard Nuland (Shepsel Ber Nudelman) war ein US-amerikanischer Chirurg und Autor, der Bioethik , Medizingeschichte und Medizin an der Yale School of Medicine lehrte und gelegentlich Bioethik und Medizingeschichte am Yale College.

  • Sein 1994 erschienenes Buch How We Die: Reflections on Life's Final Chapter war ein New York Times-Bestseller und gewann den National Book Award for Nonfiction  und war Finalist für den Pulitzer-Preis.

  • Im Jahr 2011 wurde Nuland die Jonathan Rhoads Goldmedaille der American Philosophical Society für „Herausragende Verdienste um die Medizin“ verliehen.

  • Nuland schrieb nicht-akademische Artikel für The New Yorker , The New York Times , The New Republic , Time , MIT Technology Review und die New York Review of Books .

  • Er war Fellow des Hastings Center , einer unabhängigen bioethischen Forschungseinrichtung.

  • Er ist der Vater von Victoria Nuland , die von 2021 bis 2024 als Staatssekretärin für politische Angelegenheiten fungierte.  de.wikipedia  Victoria_Nuland  *1961

  • Nuland wurde am 8. Dezember 1930 als Shepsel Ber Nudelman in der Bronx in New York City als Sohn der eingewanderten Eltern Meyer Nudelman (ein moldawischer jüdischer Textilreparaturarbeiter, 1889–1958) [ 5 ] [ 6 ] und Vitsche Lutsky (ein weißrussischer Jude , 1893–1941) geboren.

  • Obwohl er in einem traditionell orthodoxen jüdischen Elternhaus aufwuchs, betrachtete er sich selbst als Agnostiker , besuchte jedoch weiterhin die Synagoge . [ 8 ] Als Jude wurde er Zeuge der antisemitischen Diskriminierung seines Cousins ​​und änderte seinen Namen, als er sich an einem College bewarb, um die Zulassung zu erhalten.

  • Nuland war Absolvent der Bronx High School of Science , der New York University und der Yale School of Medicine , wo er seinen Doktortitel erlangte und auch eine Facharztausbildung in Chirurgie absolvierte.

  • Zum Zeitpunkt seines Todes lebte er mit seiner zweiten Frau Sarah Nuland in Connecticut . Er hatte vier Kinder, zwei aus jeder Ehe.

  • Dr. Nuland bekannte sich zu einer „einzigartigen Beziehung“ mit dem Tod. Sein Werk <How We Die> wurde 1994 mit dem National Book Award für Sachbücher ausgezeichnet .

  • In einem TED- Vortrag aus dem Jahr 2001, der im Oktober 2007 veröffentlicht wurde, sprach Nuland über seine schwere Depression und seine Zwangsgedanken in den frühen 1970er Jahren, die wahrscheinlich durch seine schwierige Kindheit und das Scheitern seiner ersten Ehe verursacht wurden. Da die medikamentöse Therapie wirkungslos blieb, wurde eine Lobotomie vorgeschlagen, doch sein behandelnder Arzt schlug stattdessen eine Elektroschocktherapie vor , die zu seiner Genesung führte. Zwölf Jahre nach dem Vortrag erinnerte sich TED-Kurator Chris Anderson daran, dass Nulands Vortrag „weiterhin einer der eindringlichsten Momente in der Geschichte der Konferenz“ sei.

  • Nuland war auch eine der Hauptdozentinnen der One Day University. -- Im Jahr 2005 hielt Nuland im Rahmen der „The Great Courses“ der Teaching Company eine Vorlesungsreihe über die Geschichte der westlichen Medizin mit dem Titel „Doctors: The History of Scientific Medicine Revealed Through Biography“ (Ärzte: Die Geschichte der wissenschaftlichen Medizin anhand von Biografien enthüllt).

  • Nuland starb am 3. März 2014 in seinem Haus in Hamden, Connecticut, an Prostatakrebs.


Bücher auf englisch-wikipedia

  1. 1988  Ärzte: Die Biographie der Medizin  

  2. 1992  Medizin: Die Kunst des Heilens

  3. 1994  Wie wir sterben: Betrachtungen über das letzte Kapitel des Lebens

  4. 1997  Die Weisheit des Körpers  bzw 1998: Wie wir leben

  5. 2000 Leonardo Da Vinci 

  6. 2000 Die Geheimnisse im Inneren: Ein Chirurg erforscht Mythos, Medizin und den menschlichen Körper 

  7. 2003  Die Pest der Ärzte: Keime, Kindbettfieber und die seltsame Geschichte von Ignac Semmelweis

  8. 2003  Lost in America: Eine Reise mit meinem Vater

  9. 2005  Maimonides (Jewish Encounters) 

  10. 2007  Die Kunst des Alterns: Ein ärztliches Rezept für Wohlbefinden 

  11. 2008  Die unsichere Kunst: Gedanken über ein Leben in der Medizin 

  12. 2009 Die Seele der Medizin: Geschichten vom Krankenbett 

  englische Titel:

  1. 1988  Doctors: The Biography of Medicine 

  2. 1992  Medicine: The Art of Healing

  3. 1994  How We Die: Reflections on Life's Final Chapter

  4. 1997  The Wisdom of the Body  bzw.  1998:  How We Live

  5. 2000 Leonardo Da Vinci

  6. 2000  The Mysteries Within: A Surgeon Explores Myth, Medicine, and the Human Body

  7. 2003  The Doctors' Plague: Germs, Childbed Fever and the Strange Story of Ignac Semmelweis

  8. 2003  Lost in America: A Journey with My Father 

  9. 2005  Maimonides (Jewish Encounters)

  10. 2007  The Art of Aging: A Doctor's Prescription for Well-Being 

  11. 2008 The Uncertain Art: Thoughts on a Life in Medicine 

  12. 2009 The Soul of Medicine: Tales from the Bedside 

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Leseberichte zu How we die (amazon)

 

Mehr im Web  

 

 


 

Ehrlich und nüchtern dem Tod ins Auge geschaut!   2003  Von Seither, Stephan aus Berg 

Mit diesem Buch hat uns der Autor kein Trostbüchlein zum unausweichlichen Thema Tod geschrieben, vielmehr ist es die unumgängliche, ungeschminkte Wahrheit. 

Der Tod? Ist er für uns Menschen nur so schwer zu akzeptieren, weil wir uns vor ihm verstecken - ein Leben lang, bis es keinen Ausweg mehr gibt? Stirbt es sich leichter, wenn man solche Bücher gelesen hat?

Sherwin B. Nuland beschreibt die Phasen, die ein Mensch durchlebt der z.B. die Diagnose "Krankheit ohne Heilungschance" durchläuft - er kennt das nur zu gut aus seiner beruflichen Laufbahn (Chirurg und Medizinhistoriker) heraus...

Ein Mediziner der mit dem Tod vertraut ist teilt uns sein Wissen, seine Erfahrungen mit und das nimmt die Angst vor dem unausweichlichen Ereignis - bereitet vor! Ein Buch das nicht gedacht ist Todessehnsucht zu wecken, ein Buch das vorbereiten möchte auf den Tag X

 


Sehr bewegend     2002   von Schuhbeck aus Traunstein, Bayern  

Das beste Buch das ich zu diesem Thema gelesen habe. Die detaillierten Beschreibungen de einzelnen Todesarten sind auch für einen einigermassen fachkundigen Leser sehr menschlich und anrührend dargestellt. Ein sehr bewegendes und persönlich geschriebenes Buch.


Ergreifend und helfend zugleich     2002 von Lothar Hitzges  aus Schweich  

Das Thema „Wie wir sterben" ist für die meisten ambivalent. Zu einen möchte man schon gerne wissen was da genau passiert, aber Ängste vor Schmerz und Endgültigkeit schrecken wiederum ab.

Hier schreibt ein Chirurg und Medizinhistoriker über seine Berufs- oder treffender Lebenserfahrung mit dem Tod. Das heißt aber nicht, das Autor Nuland nur die physikalische und biologische Seite einseitig darstellt. Er schreibt zudem treffend wie unsere Gesellschaft heute und in der Vergangenheit mit diesem Thema und den betroffenen Menschen umgeht. Deshalb ist der Untertitel des Buches „Ein Ende in Würde?" auch gut gewählt.

Niemand sollte Angst haben vor seinem Tod und erst recht nicht vor diesem Buch haben. Im Gegenteil dieses Buch hilft, in dem es sehr detailliert erläutert, was da mit dem Menschen bei seinem nahenden Ende passiert. Die Beschreibung der realen biologischen und physikalischen Tatsachen sind nicht brutal oder gar schokierend -wie meist unsere Erwartungshaltung dazu ist-, sondern Wissen und Einsicht vermittelnd. Mit diesem Wissen und der Einsicht, das wir ein Teil der Natur sind und das wir den Tod als etwas natürliches begreifen, tritt beim Leser Frieden und Ruhe ein. Die Angst verschwindet und ermöglicht einen sachlichen Umgang mit sich selbst und seiner Umwelt in dieser Frage.

Ich kann jedem, den Ungewissheit und Ängste quälen, dieses Buch nur nahelegen. Es vermittelt dem modernen Menschen ein leider verloren gegangenes Wissen und versetzt ihn in die Lage mit dem Tod wieder natürlich umzugehen, wie es unsere Vorfahren auch konnten. 


Das Sterben sollte kein Tabu-Thema mehr sein      2002 Von Kuettner aus Chemnitz  

Auf 400 Seiten (mit detailliertem Stichwortverzeichnis) gibt Nuland sehr ausführlich und in einer für den Nicht-Mediziner gut verständlichen Sprache detaillierte Antworten auf die Frage, wie der Vorgang des Sterbens verlaufen kann. Er zeigt dies exemplarisch an den sechs häufigsten Krankheitsbildern, die zum Tode führen: Herzversagen, Krebs, AIDS, Alzheimersche Krankheit, gewaltsame Tötung (durch fremde und eigene Hand) und Alterstod. 

Er zeigt dem Leser, - wie (im Prinzip) gleich und wie (im Einzelfall) unterschiedlich diese verschiedenen Symptome beharrlich und unbeirrt ihr zerstörerisches Werk betreiben, bis der Organismus nicht mehr lebensfähig ist; - welche (zunächst an sich harmlose) biologische Veränderung oder physiologische Funktionsstörung zu welchen weiteren (immer weniger harmlosen) Folgeschäden führt und wie dieser Teufelskreis des im Körper um sich greifenden Chaos sich dem Menschen bemerkbar macht; - wie machtlos die Medizin auch heute noch ist, dieser einmal ins Rollen gekommenen Lawine wirksam Halt zu gebieten, und daß der Arzt diese Grenze der Möglichkeiten - die ihm rational durchaus bewußt ist - irgendwann auch emotional akzeptieren und eine mitmenschliche Begleitung des Sterbenden an die Stelle der letztendlich objektiv erfolglosen Bemühungen zur Verlängerung eines nicht mehr rettbaren Lebens setzen muß.

Sehr beeindruckend finde ich die Darstellung, daß auch ohne Krankheit der Tod Endpunkt eines bereits im frühen Embryonalstadium beginnenden Alterungsprozesses ist, der, weil er einer biologischen Gesetzmäßigkeit folgt, objektiv nicht aufgehalten werden kann. Demzufolge seien, so Nuland, solche Symptome wie Arteriosklerose, Bluthochdruck, Altersdiabetes, Fettleibigkeit, Verwirrtheit, Krebs und Immunschwäche u.a. zwar die konkreten Anlässe, nicht aber die eigentliche Ursache des Todes: die Altersschwäche. Der Autor zieht daraus die Schlußfolgerung, daß die Ärzte sich mit den Grenzen der Natur abfinden müßten und nicht ihren Berufsehrgeiz dafür einsetzen sollten, das Leben sterbenskranker alter Menschen bis über diese natürliche Grenze hinaus um jeden Preis ausdehnen zu wollen.

Als einen Kernsatz habe ich meinem Exemplar von Nulands Buch dick rot unterstrichen:

 "Am Ende des Lebens steht der Tod und nicht der Versuch, das Sterben zu verhindern. Der atemberaubende Fortschritt der Wissenschaft in unserem Jahrhundert hat dazu geführt, daß unsere Gesellschaft hier falsche Akzente setzt. Der Sterbende muß im Drama des Todes als Hauptfigur wieder in den Mittelpunkt rücken." (S. 376)

Bei aller prinzipiellen Zustimmung zu diesem Standpunkt sehe ich aber auch eine große Gefahr in ihrer möglichen logischen Konsequenz. Wenn Nuland z.B. den Sinn krebsbedingter Totaloperationen oder gar von Dialysebehandlungen für Hochbetagte ernsthaft in Frage stellt, dann könnte sich in der Zukunft eine zahlungsunfähig gewordene gesetzliche Krankenversicherung auf solche Überlegungen berufen, wenn sie (wie in Großbritannien heute schon Realität) alten Menschen ohne Vermögen aus Kostenersparnisgründen lebenswichtige Therapieformen vorenthalten und sie damit zum vorzeitigen Tod verurteilen will! 

Ebenso teile ich nicht Nulands befürwortende Haltung gegenüber der aktiven Euthanasie und seine abwertende Ansicht zur Selbsttötung, die sich nach meiner Überzeugung jeglicher moralischer Bewertung entzieht.

Der Verfasser führt den Leser zu der ernüchternden Erkenntnis, daß trotz bester Absicht ein Sterben in Würde nur in seltenen Einzelfällen erreichbar ist: Den meisten von uns wird ein Ende ohne die spürbaren Merkmale einer auch heute noch unbeeinflußbar grausamen biologischen und klinischen Realität versagt sein.

Diese schonungslose Darstellung der Wirklichkeit habe ich aber nicht als Horrorszenario empfunden, sondern - es hilft mir dabei, von idealisierten Sterbensvorstellungen Abschied zu nehmen; - es erleichtert mir die Erfüllung meines Anliegens, beim medizinischen Personal für die notwendige Prioritätsverschiebung zugunsten der mitmenschlichen Zuwendung zu Sterbenden zu werben; - und es verstärkt meinen Wunsch, die mir verbleibende kostbare Zeit möglichst sinnerfüllt zu leben.

Die Sprache Nulands ist trotz der Härte der dargestellten Realität einfühlsam bis ehrfürchtig; jene Rigorosität im Ausdruck mancher Mediziner, die tagtäglich mit dem Sterben konfrontiert sind, ist ihm erfreulicherweise nicht anzumerken.

Dieses Buch ist mir nicht nur eine wertvolle Grundlage für meine Arbeit geworden, sondern hat auch mein Verhältnis zum Sterben nachhaltig beeinflußt. Bei aller Widersprüchlichkeit überwiegt sein informierender, aufklärender und (im positiven Sinne) bewußtseinsverändernder Wert. Ich möchte es jedem kritischen Leser empfehlen, der die – unbedingt auch kontrovers zu führende - Auseinandersetzung mit den behandelten Themen nicht scheut. Die meisten von uns beschäftigen sich ohnehin zu wenig mit den wirklich wichtigen Fragen des Lebens, wie ich immer wieder bedauernd feststelle.  

 

 

(Ordner)   www.detopia.de   ^^^^ 

Sherwin B. Nuland