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Begleitschreiben

 

 

An den Präsidenten

Sir: In Ihrer Botschaft zur Umweltproblematik an den Kongreß vom 23. Mai 1977 forderten Sie das Council on Environmental Quality und das Außenministerium auf, in Zusammenarbeit mit anderen Bundesbehörden, die »voraussichtlichen Veränderungen der Bevölkerung, der natürlichen Ressourcen und der Umwelt auf der Erde bis zum Ende dieses Jahrhunderts« zu untersuchen. Dieses Unterfangen sollte »als Grundlage für unsere längerfristige Planung dienen«.

Die Anstrengungen, die wir daraufhin unternahmen, um Prognosen über gegenwärtige Entwicklungstrends zu erstellen und eine Planungsgrundlage zu liefern, sind jetzt abgeschlossen, und wir freuen uns, Ihnen unseren Bericht heute vorlegen zu können. Er enthält Prognosen der US-Regierungsbehörden darüber, was mit der Weltbevölkerung, den Ressourcen und der Umwelt geschehen wird, wenn sich an den Grundlagen der heutigen Politik nichts ändert.

Die Schlußfolgerungen, zu denen wir gelangt sind und die auf den folgenden Seiten zusammengefaßt werden, sind beunruhigend. Sie deuten für die Zeit bis zum Jahre 2000 auf ein Potential globaler Probleme von alarmierendem Ausmaß. Der Druck auf Umwelt und Ressourcen sowie der Bevölkerungsdruck verstärken sich und werden die Qualität menschlichen Lebens auf diesem Planeten zunehmend beeinflussen. Die Belastungen sind schon heute so stark, daß ihretwegen vielen Millionen Menschen die Befriedigung ihrer Grundbedürfnisse nach Nahrungsmitteln, Wohnraum, Gesundheit und Arbeit und jede Hoffnung auf eine Besserung versagt sind. Gleichzeitig nimmt die Belastbarkeit der Erde - die Fähigkeit biologischer Systeme, Ressourcen für die Bedürfnisse der Menschen zur Verfügung zu stellen - immer mehr ab. Die sich in der vorliegenden Studie widerspiegelnden Trends deuten nachdrücklich auf einen zunehmenden Abbau und eine Verarmung der natürlichen Ressourcenbasis auf der Erde hin.

Wenn die Trends verändert und die Probleme verringert werden sollen, werden weltweit mutige und entschlossene neue Initiativen erforderlich sein, um die Bedürfnisse der Menschen zu befriedigen, und gleichzeitig muß die Fähigkeit der Erde, Leben zu ermöglichen, geschützt und wiederhergestellt werden. 

Grundlegende natürliche Ressourcen - Agrarland, Fischgründe, Wälder, mineralische Rohstoffe, Energie, Luft und Wasser - müssen erhalten und der Umgang mit ihnen verbessert werden. Eine weltweite Veränderung der Politik ist erforderlich, bevor sich die Probleme weiter verschlimmern und die Möglichkeiten für wirkungsvolles Handeln immer stärker eingeschränkt werden.

An zahlreichen Punkten hat man begonnen, sich mit den Ressourcen-, Umwelt- und Bevölkerungsproblemen auseinanderzusetzen. In der vorliegenden Studie werden diese Initiativen nur gestreift. Das erhöhte internationale Interesse spiegelt sich in den »Mammutkonferenzen«, die die Vereinten Nationen im Lauf des letzten Jahrzehnts einberufen haben: über Umwelt (1972), Bevölkerung (1974), Nahrungsmittel (1974), Siedlungsprobleme (1976), Wasser (1977), Wüstenausbreitung (1977), Wirtschaft und Technologie im Verhältnis zur Entwicklung (1979) und über neue und erneuerbare Energieressourcen, die für 1981 in Nairobi geplant ist. Die USA haben sich an diesen Konferenzen aktiv beteiligt, haben Hilfsaktionen angeregt und unterstützt, von denen jetzt viele durchgeführt werden. Auch bilateral arbeiten wir mit anderen Nationen zusammen. Die Problematik des Bevölkerungswachstums, der natürlichen Ressourcen und der Umwelt wird in unseren Entwicklungshilfeprogrammen immer stärker berücksichtigt, und mit unseren direkten Nachbarn kooperieren wir bei

 

hier fehlt die seite3; jetzt also links lesen.

 

dioxyd oder des drohenden Verlusts an Tier- und Pflanzenarten in großem Maßstab.

Um sich den in der vorliegenden Studie beschriebenen Herausforderungen gewachsen zu zeigen, bedarf unsere Bundesregierung schließlich auch einer sehr stark erweiterten Kapazität, langfristige Trends zu prognostizieren und zu analysieren. Die Studie macht die Notwendigkeit einer Verbesserung der heute vorhandenen Grundlagen für ein langfristiges Planen sehr deutlich. Auf diesen Grundlagen beruhen Entscheidungen, von denen das künftige Wohlergehen unserer Nation abhängt.

Wir möchten dem Leiter von Global 2000, Dr. Gerald O. Barney, und seinem Team unseren Dank und unsere Bewunderung aussprechen. Ihre Sorgfalt, ihre Hingabe und das Geschick, mit dem sie eine Vielzahl von Beiträgern dazu bewegten, ihr bestes zu geben, wissen wir zu würdigen. Besonderer Dank gilt auch all jenen vom Council on Environmental Quality und vom Außenministerium, die zum engen Kreis der Mitarbeiter bei der Untersuchung gehörten, und den elf anderen Behörden, die in reichem Maße zu ihr beitrugen.* Ohne das von den Experten dieser Behörden zur Verfügung gestellte detaillierte Wissen wäre die vorliegende Studie nicht möglich gewesen.

 

Hochachtungsvoll

Thomas R. Pickering
Assistant Secretary, Oceansland International Environmental and Scientific Affairs, Außenministerium

Gus Speth 
Vorsitzender des Council on Environmental Quality

 

 

* Folgende Bundesbehörden arbeiteten bei diesem Projekt mit uns zusammen: 
die Ministerien für Landwirtschaft, Energie und Inneres, die Agency for International Development, die Central Intelligence Agency, die Environmental Protection Agency, die Federal Emergency Management Agency, die National Aeronautics and Space Administration, die National Science Foundation, die National Oceanic and Atmospheric Administration und das Office of Science and Technology Policy.

 

 

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