GOD

detopia im Dezember 2024 zum Jahresabschluss

 

detopia.de hat seine Aufgabe seit dem 1.4.2001 (Erstsendung) erfüllt - andersherum: Die Bedeutung nimmt ab. Das liegt an Audios, Videos, Podcasts, Asozialmedia - alles im Überfluss vorhanden. Man sagt, die Lesebereitschaft nimmt allgemein ab; Andere sagen: die Lesefähigkeit für lange Sachtexte.

detopia-2025, wie? Die Suchmaschinen abwimmeln, die Basisadresse ändern, die man aber auf www.detopia.de lesen kann (und mit Hand eingeben muss).

Dadurch sind die Tieflinks futsch - geht nicht anders. Grund ist die Rechtesache, also es Geld kosten kann; mehr als bei einer Abmahnung über 500 Eu.

"KI" wird die Sache  verschärfen, die dann selbständig mögliche Urheberrechte an Text und Bild aufspüren "will"; also worauf ein Mensch nie kommen würde; etwa normale alte schmucklose Buchcovers. Die Bibliotheken in DL zahlen eine jährliche Pauschale an die entsprechende "Gema/GEZ", allerdings moderat für alle Biblios und alle Covers.

Bisher war mein Motto "Unter dem Radar bleiben". Das hat bis jetzt funktioniert. Die Maschinenintelligenz wird mich aber hier unten entdecken, denn sie kann ohne zu ermüden, das ganze Internet "kreativ" durchwühlen, also alles mit allem auf Ähnlichkeiten vergleichen.

Letztendlich geht alles so weiter. Immer so weiter. Also so wie immer. Seit 5000 Jahren, also seit Uruk ungefähr. Wie es vorher war, weiß ich nicht.

Die heutigen DL- und Weltnachrichten sind so wie immer. (Saudi-Arabien baut eine grüne Parklandschaft in die Wüste; berichtet eine Reportage im dlf.)

Man hat (wir haben) eine gewisse ökologische Modernisierung erreicht seit 1970 - "Blauer Himmel über der Ruhr."

In DL haben wir vieles Gute, viel saubere Luft, Trinkwasser, Autobahnen (kam heute eine Großdoku im ARD), viele Brücken und die AOK, Kardiologen und Kliniken. (Nur mal als Beispiel).

Das war's. - Mehr war nicht drinn. - Es hätte schlimmer kommen können in der Vergangenheit (mehr und längere Kriege, Weltunfälle, Ozonschicht, ...).

In gewisser Weise war der (deutsche) Mensch lernfähig! Jetzt aber zeigt sich Stillstand und Rückschritt. Was aus den USA wird, werden wir sehen; vielleicht wird ja nicht alles schlecht.

Jedenfalls begreifen die Militärs nicht, dass sie solange kämpfen werden, bis alle Streitobjekte kaputt sind, also nicht mehr da. Der alte Greenpeace-Cree-Indianer-Spruch: "Erst wenn der letzte Baum... - dass man Geld nicht essen kann."

Ich dachte vor 30 Jahren, es wäre ganz leicht, das Volk mittels Büchern, Bildung und Wissen klug und weise zu machen - und "das Richtige" herauszufinden und "in die Praxis zu überführen". - Ich sah da kein Problem drinn.

Die Zukunft - die zu erwartende, die jetzige - wird für die meisten Erdbürger insgesamt gesehen kurz werden. Der jeweils überlebende Teil wird dauerhaft schlechte Laune haben. Ob es einen geregelten und behüteten Nachwuchs geben wird, ist nicht abzusehen; ist eher zu bezweifeln.

Letztendlich geht alles so weiter. Immer so weiter. Also so wie immer. Seit 5000 Jahren.

Man kann das Volk nicht "aufklären". Man kann es nicht "bessern und bekehren". Es ist nicht möglich. Allerdings müssen wir die westliche Staatsform miteinberechnen, also den Parlamentarismus, der zwar nicht automatisch die Dummen an die Macht bringt, aber dennoch insgesamt die Dummheit. Mit "Dummheit" meine ich hier das Gelddenken, das Eigentumsdenken, die faustische Selbstverwirklichung (auf Teufel komm' raus).. Das wirkt dann auf's Volk zurück, wie oben so will man unten auch sein. Und einseitiger Verzicht sowieso niemals.

Aber das ist so drinn im Menschen - und es ist nicht rauszukriegen. (Selbst nach Kleinkatastrophen nur kurzzeitig; und bei Großkatastrophen tut der Mensch sich ohnehin nur um sich und den morgigen Tag kümmern.)

Jedenfalls ist es so, wie es geworden ist - und es gibt keine gültige und kurze Formulierung dafür. Ich meine jetzt die Hoffnung, also ob nun alle Zukunft vorherbestimmt ist oder ob man noch auf irgendwas hoffen darf.

Denn ich kann ja nur von mir reden. Das allein ist schon ein Symptom; nämlich dass es keine Volksaussprache gibt; keinen verbindlichen "Volksbildungsinhalt" zu den nächsten Jahrzehnten.

Hoffnung habe ich nicht. Ich sehe nichts, was mich hoffen läßt. Ich unterschreibe nun Fuller-1993 und  Lauterburg-1998. (Lauterburg untersucht mehr als Fuller die Volkspsyche, also woher die Kraft zum Aufbegehren kommen müsste.)

Ich sehe nichts, was hoffen läßt? - Dabei ist ja wichtig, welche Zielvorstellung man hat - und der Leser. (Vermutlich wird letzterer ähnlich mir sein, weil er irgendwie auf detopia gelandet ist.)

Meine Zielvorstellung: Erstmal selbst noch weiter und zuendeleben. (Ja! Ukraine und Magdeburg sind nicht weit. Auf die Autobahn muss ich auch ab und an - und von dort höre ich schlechte Nachrichten jeden Tag.)

Dann: "Welt im Gleichgewicht" drückt es gut aus. Also Lebenssicherheit im Großen wie Kleinen und über kurz und lang.

Beim heutigen Stand der Rüstungsindustrien bedeutet das: vollständige Abrüstung weltweit. Das bedeutet: die menschliche Bereitschaft dazu. Das bedeutet friedliche Konfliktbearbeitung und -lösungen müssen vorhanden sein und funktionieren.

"Welt im Gleichgewicht" bedeutet auch: Ökologie hat Vorrang (vor allem, auch vor "Wirtschaft") wegen der notwendigen Lebensgrundlagen.

Weitere Zielvorstellung: Freiheit, Menschenrechte, Grundrechte, freie Rede, freie Gedanken. - Das ist notwendig, damit die Menschheit sich moralisch hochentwickelt - dorthin, wo einige Heilige waren; also geht das auch für alle.

Nur nebenbei: Das hat nichts mit Musk-X zu tun. Freie Rede meine ich im ursprünglichen Sinn ohne Elektronik. Um Gedanken (Einsichten, Argumente, Wahrheiten) formulieren zu können, was ja mündlich anders geht als schriftlich.

Soweit zu "keine Hoffnung" bei mir. Wobei Andere viel Hoffnung haben können, weil sie das bejahen, ersehnen, anstreben, was kommt - auf uns zukommt, also die "jetzige Zukunft" wollen sie "haben".

Ein einfaches Beispiel für letzteres sind die Zeugen Jehovas in Deutschland. Die machen sich überhaupt keine Rübe. (In meiner Region sind sie sehr präsent und ich rede öfter mit ihnen, seit Jahrzehnten, auch mit jungen und sehr redegewandten.)

Auch aus den USA kommt Zukunftshoffnung - aber mir graust davor. Stichworte: Thiel, Musk, Bezos, "Alle Macht den Milliardären", Unsterblichkeitsforschung, Posthumanismus, Optimierung des Menschen durch Technik, Weltallbesiedelung, ja: Weltraumschwerindustrie! (Bezos).

ERGO: Bei Anderen gibt es positive Bewertungen - ja dort gibt es Hoffnung, Zuversicht, Optimismus, vielleicht sogar Vorfreude auf Zukunft, 'Zukunftsfreude'. - Meine Bewertung jedoch: Ich muss es einüben, ohne Hoffnung (dass alles gut würde oder werden könnte) zu leben. Um es zeitlich einzugrenzen: Im zeitlichen Mittelwert vermute ich, dass Neujahr 2100 die Katastrophenereignisse Vergangenheit sind, weil sie "schon gewesen waren".

Muss ich das hier schreiben? Ja - aus detopischer Sicht (Einstellung, Überzeugung, Moral), denn mensch kann immer was tun und machen, um zu lindern und zu mildern: den Schmerz, das Leid, die Not, den Mangel. Psychisch und seelisch nach Metzinger. Physisch und objektiv ist auch einiges denk- und machbar, wenn man weiß worauf man sich alles vorbereiten muss. (Im Idealfall: Echtes Gruppentraining, Gruppenbildung und Bestand über Jahre. In der Gruppe/Großfamilie ("Stamm") ist alles effektiver und sei es der Trost zum Einschlafen.) - Natürlich kann (und sollte) auch Einflußnahme auf die Politik in DL versucht werden. (Wer Kraft dazu hat.) Auch eine kleine Oppositionspartei kann Grundsätzliches bewirken, um unnötiges Leid (in DL) zu lindern (selbst wenn sie nicht im Bundestag ist).

 

 

www.detopia.de     ^^^^