|
20 Sätze über Detopia
-
Eine
frei konstruierte - ergo künstliche - Wirtschafts- und Sozialordnung
- auf die Probleme 'maßgeschneidert' - ohne
Privatbesitzvermehrungsideologie, als
Gleichbesitzgesellschaftsordnung organisiert; geschaffen durch
einen Gesellschaftsvertrag mittels Volksverfassungsabstimmung mit
85% "Ja, ich will!". Noch besser: Mit Wahlpflicht und
(freiwilliger) Namensangabe.
-
Diese
Lösung wird selten gepredigt und gehört somit in den
Lösungsblumenstrauß der anderen Ökopaxautoren mit
hinein. Andererseits sind detopische Utopien nichts Neues und am
Biertisch und auf Partys werden sie mit Kopfnicken und einem "Ja,
aber..." quittiert (zumindestens früher,
als ich noch redend herumgelaufen bin.)
-
Begründung, Grundlagen, Zweck, Ziel
und Weg hin zu den "detopischen Zuständen" - können heute
allgemeinverständlich dargelegt werden. Das
allgemein-volks-verständliche "populär-wissenschaftliche" (Sach-) Buch bleibt das mediale Hauptwerkzeug
für den selbstgesteuerten Bewusstseinsprozess, um "sich selber
zu überzeugen".
-
Die
Beschreibung und Veranschaulichung einer detopischen
Gesellschaftsordnung ist nötig, auch philosophisch-religiöser
Trost bei der jetzigen Eigentums-Zukunft.
-
Alle
Vergleiche mit Kommunismus, Diktaturen und Totalitarismus (Orwell
1984) dürfen
gezogen und müssen beantwortet werden - aber nicht als erstes,
sondern nachdem der detopische Grundgedanke verstanden wurde. Gleiches
gilt für die Argumente der Anti-Umweltschützer.
-
Es
ist auch eine ausgefeilte Gegenpropaganda entstanden,
wissenschaftlich gesteuert durch Meinungsmacherinstitute
(Public-Relation-Denkfabriken) und Reklameindustrielle; vorbereitet
und flankiert durch die Unterhaltungs- und Zerstreuungsindustrie. Diese
Gegenpropaganda (einfache, schnelle, technische Lösungen) wirkt
wie Blei beim Schwimmen. (Klimaskepzis, Öko-Optimismus)
-
Es
werden immer neue Umwelt-Bücher publiziert, auch aus kapitalistischen
Gründen. Die schiere Masse senkt die Aufnahmefähigkeit der Massen; meine
auch.
-
Selten
wird "Detopia
als Lösung" präsentiert, propagiert, angepriesen - als Lösung der Krisen der Gegenwart. Es gibt zwar etliche nicht-kapitalistische
Aufrufe,
aber sie verheddern sie sich schlussendlich in der Eigentums- und
Machtfrage.
-
Detopia
will maximale Volkswohlfahrt durch maximale Demokratie samt maximaler
Freiheit. Letztere muss
auch das
bedeuten: "Wenn Freiheit überhaupt irgend etwas bedeutet, dann
das Recht, den Menschen das zu sagen, was sie nicht hören
wollen.", also maximale Bildungsanstrengungen, solange, bis die
Überlebensgrundausbildung erreicht ist (dann kann man ruhiger
treten).
-
Detopia
ist in einem Punkte mehr wie das (ideale) Christentum und weniger wie
(idealer) Sozialismus/Kommunismus: Detopia "will" "ewiges Leben des
Volkes". Den Bürgern eines detopischen Landes ist es wichtig,
das nicht nur ihre Kinder und Enkel gut existieren, sondern auch deren
und deren usw. Eine Kurzform zur Anschaulichkeit: "Deutsches
Kinderlachen auf deutschem Boden im Jahre 3000". Soweit und so
konkret denken die Bürger von Detopia. Und daraus folgt, dass
"ein guter Staat" aufgebaut werden muss. Einige
Grundprinzipien liegen heute auf der Hand, so dass darüber nicht mehr
diskutiert werden kann: Sauberes Trinkwasser, frische Luft,
Reisemöglichkeiten, Internet, genügend Freiheit, erträgliches
Arbeiten, Renten- und Krankenversorgung, innere und äußere
Sicherheit, Stabilität. - Andere Grundprinzipien sind jedoch neu -
oder, wo seit langem bekannt, so doch "volksunbekannt";
jedesfalls "tut das Volk so", als höre es zum ersten Mal
davon, auch, wenn ich ihm nachweise, dass schon vor 2000 Jahren
darüber geredet und geschrieben wurde.
-
Ein
detopischer Gesellschaftsplan erscheint als der gedanklich-reale Weg
in eine lange und gute Zukunft. Auf
der anderen Seite ist der "gedanklich-reale Weg"
gegenwärtig noch ganz unreal. Der normale (deutsche) Mensch kennt ihn
nicht einmal. Deswegen wissen wir auch nicht, wie sehr er dagegen ist. Man
kann da nur eines tun: Nachholen, was in der Kindheit, der Familie,
der Schule, der Christenlehre den Bürgern nicht nahe-gebracht
wurde: das urtümliche Grundwissen um Detopia.
-
Für
Organisation der Öffentlichkeitsarbeit ist eine politische Partei
nützlich. Aber das hat nur Sinn, wenn "ohne Stress". Das
bedeutet: Es muss eine Mindestanzahl von fähigen Leuten vorhanden
sein, damit sich die ehrenamtliche Arbeit genügend verteilt.
Bescheidener geht es als "Infoclub Detopia e.V", als
einfacher "Verein für Informationen, die du noch nicht kennst", mit mehr "Reichweite" als
diese einfache Webseite, die letztendlich auf Google angewiesen bleibt.
-
Wir
müssen jetzt auf altes und neues deutsches Heldentum warten. Darunter verstehe
ich: Normale Leute knapsen sich Zeit ab von ihrem Alltagsleben - für
die Predigt und Propaganda über Detopia. Das ist heutiges Heldentum,
denn die Alltagssorgen werden immer größer (nach Corona ist vor
Corona) und eigentlich hat man für alles Zusätzliche keine Zeit,
keine Kraft, keine Energie. Außerdem wird man als Spinner betrachtet
(so, wie die Umweltschützer vor 30 Jahren). Und sowas kann eben nur
ein Held aushalten - und vorwärtsgehen. Es wird solche Helden geben;
es fragt sich nur, wieviele es sein werden - und wann sie kommen.
-
Wir
wissen aus den letzten 50 Jahren der Propagierung der politischen
Ökologie, dass manche Denkschritte nicht gegangen werden; auch nicht
im privaten Gespräch oder im Rahmen einer Party mit lockernder Musik
und geistigen Getränken.
-
Mehrere
Buchwerke über Detopia sind nötig: was kurzes, was langes, was mit
Bildern, was für Kinder, was für Ältere, was für Politiker, was
Erzählendes, usw.
-
detopia.de gibt einen Überblick, was sachbuchschreibende
Menschen über die Ökologiezukunft denken.
Weiterhin wissen wir, was Verleger sich zu veröffentlichen trauen und auch, was das Volk
manchmal liest und manchmal "für's Leben lernt".
Über einen künftigen modernen Sozialismus des laufenden 21. Jahrhunderts ist auch
ausführlich nachgedacht worden..
Es läuft ja immer hinaus auf Macht,
Parlament, Regierung,
Vernunft, Besitz,
Religion, Geld, Steuern,
Gleichheit.
Die Denk- und Gestaltungsvarianten sind also begrenzt und
mitnichten
unendlich.
-
Um Detopia
"wollen zu können", muss jeder seinen Willen dazu trainieren.
Sogar den
Willen zum Willenstraining
müssen wir in uns erwecken. Die Erweckung setzt voraus, dass Spuren, Sporen, Keime in uns
verhanden sind. Wir müssen uns fragen, wie wichtig es
uns ist, ob das menschheitliche Leben ordentlich weitergeht und
wie es weiter geht, ob mit Zivilisation oder ohne. Weiterhin müssen wir uns fragen, wie
wichtig uns unsere Familie und Freunde sind. Wollen wir wirklich
tatenlos zusehen..... ?
Und wir
fragen auch nach unserem
eigenen Lebensprojekt. Wollen wir alt werden und
das im gesunden Körper, in Würde und Demut? Christen und Sozialisten aller Zeiten
antworten in der Regel mit: "Ja, das interessiert mich." Auch
wenn "überzeugte Christen und gläubige Sozialisten" "Mangelware" sind: der
"christlich-jüdische Hintergrund" bleibt erhalten und findet sich in
neuen sozialen Bewegungen (Grünes, Klimatisches, Buddhistisches,
Therapeutisches, usw.).
Insgesamt
und stärker breitet sich aber eine Art kapitalistischer Individualismus aus;
eine
(neue) Grundeinstellung zum Leben ("Selbstoptimierung"), die sich nur mit sich
selbst befassen will (und teilweise auch zwingend muß). "Jeder ist seines Glückes
Schmied; "Eigenverantwortung"; Vom Tellerwäscher...; usw." Dennoch:
Teilmotivationen für
Detopia sind in jeden Menschen vorhanden.
-
Die
"Privatbesitzvermehrungsideologie" ist älter als die Weltreligionen - es
gibt diese Ideologie seit Krösuszeiten - wikipedia
Krösus. Aber sie macht keinen Sinn mehr - heutzutage und morgenzutage. Sie
ist Wegbereiter des "Exterminismus - als letztes Stadium der Zivilisation"
(Thompson-1980). Geologisch heißen wir jetzt Anthropozän, sagen uns die Erdgeologen. Gesellschaftlich sind wir über Marx und den Imperialismus hinausgewachsen. Das
wichtigste Zivilisationsmerkmal ist heute nicht mehr Profit, Reichtum (Weltraumfahrt,
Computer, usw) -
sondern der "Exterminismus".
-
Die
weltuntergangsuhr.de wird jährlich im Januar
'gestellt'. Die
Seriösität und Gewissenhaftigkeit der Uhrensteller stehen außer Frage. Die
Aussagekraft jedoch ist begrenzt, da wir die Kriterien nicht kennen und 'die
Uhr' mittlerweile medial verballhornt wird. (Jüngst im Saurierfilm-2021 durch
Goldblum in der deutschen Synchronisation.)
-
Zu detopia und Detopia gehört
nun auch Metzinger (Meditation), Haller (Kränkung), Ott
(Spiritualität), Kast (Ernährung und Seele).
Das muss ich noch erklären: Ohne inneren Halt wird gar nichts, weder im Kleinen
noch im Großen. Denn: man kann ja durchaus "Öko-Start-Ups" gründen, aber in der zu
erwartenden (undetopischen) Gesamtzukunft (= "jetzige Zukunft"; "kapitalistische
Zukunft") sind organisatorische Zusammenschlüsse (von primär
Gleichgesinnten) genauso "konflikthaft" wie früher und seit je her, weil jeder
seine eigene Persönlichkeit mitbringt.
"Psychotraining" ist also nötig und heute einfacher als
jemals und abgesichert durch Wissenschaft und Wirksamkeitsstudien. Stichworte:
Kränkungstherapeut, "Emo-Runden", Metzinger, Meditation/Achtsamkeit, Bornemann,
Kast, Ott.
Ohne Bereitschaft zur "Psychoarbeit" (einzeln und in der Gruppe) kann
Neues Denken (Gorbatschow) und detopisches Handeln nicht befriedigend gelingen.
|