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20 Sätze über Detopia

  1. Eine frei konstruierte - ergo künstliche - Wirtschafts- und Sozialordnung - auf die Probleme 'maßgeschneidert' - ohne Privat­besitz­vermehrungs­ideologie, als Gleich­besitz­gesell­schafts­ordnung organisiert; geschaffen durch einen Gesellschafts­vertrag mittels Volks­verfassungs­abstimmung mit 85% "Ja, ich will!". Noch besser: Mit Wahlpflicht und (freiwilliger) Namensangabe.

  2. Diese Lösung wird selten gepredigt und gehört somit in den Lösungs­blumen­strauß der anderen Ökopax­autoren mit hinein. Andererseits sind detopische Utopien nichts Neues und am Biertisch und auf Partys werden sie mit Kopfnicken und einem "Ja, aber..." quittiert (zumindestens früher, als ich noch redend herumgelaufen bin.)

  3. Begründung, Grundlagen, Zweck, Ziel und Weg hin zu den "detopischen Zuständen" - können heute allgemeinverständlich dargelegt werden. Das allgemein-volks-verständliche "populär-wissenschaftliche" (Sach-) Buch bleibt das mediale Haupt­werk­zeug für den selbstgesteuerten Bewusstseinsprozess, um "sich selber zu überzeugen".

  4. Die Beschreibung und Veranschaulichung einer detopischen Gesellschaftsordnung ist nötig, auch philosophisch-religiöser Trost bei der jetzigen Eigentums-Zukunft.

  5. Alle Vergleiche mit Kommunismus, Diktaturen und Totalitarismus (Orwell 1984) dürfen gezogen und müssen beantwortet werden - aber nicht als erstes, sondern nachdem der detopische Grundgedanke verstanden wurde. Gleiches gilt für die Argumente der Anti-Umwelt­schützer.

  6. Es ist auch eine ausgefeilte Gegenpropaganda entstanden, wissenschaftlich gesteuert durch Meinungsmacherinstitute (Public-Relation-Denkfabriken) und Reklameindustrielle; vorbereitet und flankiert durch die Unterhaltungs- und Zerstreuungs­industrie. Diese Gegenpropaganda (einfache, schnelle, technische Lösungen) wirkt wie Blei beim Schwimmen. (Klimaskepzis, Öko-Optimismus)

  7. Es werden immer neue Umwelt-Bücher publiziert, auch aus kapitalistischen Gründen. Die schiere Masse senkt die Aufnahmefähigkeit der Massen; meine auch.

  8. Selten wird "Detopia als Lösung" präsentiert, propagiert, angepriesen - als Lösung der Krisen der Gegenwart. Es gibt zwar etliche nicht-kapitalistische Aufrufe, aber sie verheddern sie sich schlussendlich in der Eigentums- und Machtfrage.

  9. Detopia will maximale Volkswohlfahrt durch maximale Demokratie samt maximaler Freiheit. Letztere muss auch das bedeuten: "Wenn Freiheit überhaupt irgend etwas bedeutet, dann das Recht, den Menschen das zu sagen, was sie nicht hören wollen.", also maximale Bildungsanstrengungen, solange, bis die Überlebens­grund­ausbildung erreicht ist (dann kann man ruhiger treten).

  10. Detopia ist in einem Punkte mehr wie das (ideale) Christentum und weniger wie (idealer) Sozialismus/Kommunismus: Detopia "will" "ewiges Leben des Volkes". Den Bürgern eines detopischen Landes ist es wichtig, das nicht nur ihre Kinder und Enkel gut existieren, sondern auch deren und deren usw. Eine Kurzform zur Anschaulichkeit: "Deutsches Kinderlachen auf deutschem Boden im Jahre 3000". Soweit und so konkret denken die Bürger von Detopia. Und daraus folgt, dass "ein guter Staat" aufgebaut werden muss. Einige Grundprinzipien liegen heute auf der Hand, so dass darüber nicht mehr diskutiert werden kann: Sauberes Trinkwasser, frische Luft, Reisemöglichkeiten, Internet, genügend Freiheit, erträgliches Arbeiten, Renten- und Krankenversorgung, innere und äußere Sicherheit, Stabilität. - Andere Grundprinzipien sind jedoch neu - oder, wo seit langem bekannt, so doch "volksunbekannt"; jedesfalls "tut das Volk so", als höre es zum ersten Mal davon, auch, wenn ich ihm nachweise, dass schon vor 2000 Jahren darüber geredet und geschrieben wurde.

  11. Ein detopischer Gesellschaftsplan erscheint als der gedanklich-reale Weg in eine lange und gute Zukunft. Auf der anderen Seite ist der "gedanklich-reale Weg" gegenwärtig noch ganz unreal. Der normale (deutsche) Mensch kennt ihn nicht einmal. Deswegen wissen wir auch nicht, wie sehr er dagegen ist. Man kann da nur eines tun: Nachholen, was in der Kindheit, der Familie, der Schule, der Christenlehre den Bürgern nicht nahe-gebracht wurde: das urtümliche Grund­wissen um Detopia.

  12. Für Organisation der Öffentlichkeitsarbeit ist eine politische Partei nützlich. Aber das hat nur Sinn, wenn "ohne Stress". Das bedeutet: Es muss eine Mindestanzahl von fähigen Leuten vorhanden sein, damit sich die ehrenamtliche Arbeit genügend verteilt. Bescheidener geht es als "Infoclub Detopia e.V", als einfacher "Verein für Informationen, die du noch nicht kennst", mit mehr "Reichweite" als diese einfache Webseite, die letztendlich auf Google angewiesen bleibt.

  13. Wir müssen jetzt auf altes und neues deutsches Heldentum warten. Darunter verstehe ich: Normale Leute knapsen sich Zeit ab von ihrem Alltagsleben - für die Predigt und Propaganda über Detopia. Das ist heutiges Heldentum, denn die Alltagssorgen werden immer größer (nach Corona ist vor Corona) und eigentlich hat man für alles Zusätzliche keine Zeit, keine Kraft, keine Energie. Außerdem wird man als Spinner betrachtet (so, wie die Umweltschützer vor 30 Jahren). Und sowas kann eben nur ein Held aushalten - und vorwärtsgehen. Es wird solche Helden geben; es fragt sich nur, wieviele es sein werden - und wann sie kommen.

  14. Wir wissen aus den letzten 50 Jahren der Propagierung der politischen Ökologie, dass manche Denkschritte nicht gegangen werden; auch nicht im privaten Gespräch oder im Rahmen einer Party mit lockernder Musik und geistigen Getränken. 

  15. Mehrere Buchwerke über Detopia sind nötig: was kurzes, was langes, was mit Bildern, was für Kinder, was für Ältere, was für Politiker, was Erzählendes, usw.

  16. detopia.de gibt einen Überblick, was sachbuchschreibende Menschen über die Ökologiezukunft denken. Weiterhin wissen wir, was Verleger sich zu veröffentlichen trauen und auch, was das Volk manchmal liest und manchmal "für's Leben lernt". Über einen künftigen modernen Sozialismus des laufenden 21. Jahrhunderts ist auch ausführlich nachgedacht worden..  Es läuft ja immer hinaus auf Macht, Parlament, Regierung, Vernunft, Besitz, Religion, Geld, Steuern, Gleichheit. Die Denk- und Gestaltungs­varianten sind also begrenzt und mitnichten unendlich.

  17. Um Detopia "wollen zu können", muss jeder seinen Willen dazu trainieren.
    Sogar den Willen zum Willenstraining müssen wir in uns erwecken. Die Erweckung setzt voraus, dass Spuren, Sporen, Keime in uns verhanden sind. Wir müssen uns fragen, wie wichtig es uns ist, ob das menschheitliche Leben ordentlich weitergeht und wie es weiter geht, ob mit Zivilisation oder ohne. Weiterhin müssen wir uns fragen, wie wichtig uns unsere Familie und Freunde sind. Wollen wir wirklich tatenlos zusehen..... ?
    Und wir fragen auch nach unserem eigenen Lebensprojekt. Wollen wir alt werden und das im gesunden Körper, in Würde und Demut? Christen und Sozialisten aller Zeiten antworten in der Regel mit: "Ja, das interessiert mich." Auch wenn "überzeugte Christen und gläubige Sozialisten" "Mangelware" sind: der "christlich-jüdische Hintergrund" bleibt erhalten und findet sich in neuen sozialen Bewegungen (Grünes, Klimatisches, Buddhistisches, Therapeutisches, usw.).
    Insgesamt und stärker breitet sich aber eine Art kapitalistischer Individualismus aus; eine (neue) Grundeinstellung zum Leben ("Selbstoptimierung"), die sich nur mit sich selbst befassen will (und teilweise auch zwingend muß). "Jeder ist seines Glückes Schmied; "Eigenverantwortung"; Vom Tellerwäscher...; usw."  Dennoch: Teilmotivationen für Detopia sind in jeden Menschen vorhanden.

  18. Die "Privatbesitzvermehrungsideologie" ist älter als die Weltreligionen - es gibt diese Ideologie seit Krösuszeiten - wikipedia  Krösus. Aber sie macht keinen Sinn mehr - heutzutage und morgenzutage. Sie ist Wegbereiter des "Exterminismus - als letztes Stadium der Zivilisation" (Thompson-1980). Geologisch heißen wir jetzt Anthropozän, sagen uns die Erdgeologen. Gesellschaftlich sind wir über Marx und den Imperialismus hinausgewachsen. Das wichtigste Zivilisationsmerkmal ist heute nicht mehr Profit, Reichtum (Weltraumfahrt, Computer, usw) - sondern der "Exterminismus".

  19. Die weltuntergangsuhr.de wird jährlich im Januar 'gestellt'. Die Seriösität und Gewissenhaftigkeit der Uhrensteller stehen außer Frage. Die Aussagekraft jedoch ist begrenzt, da wir die Kriterien nicht kennen und 'die Uhr' mittlerweile medial verballhornt wird. (Jüngst im Saurierfilm-2021 durch Goldblum in der deutschen Synchronisation.)

  20. Zu detopia und Detopia gehört nun auch Metzinger (Meditation), Haller (Kränkung), Ott (Spiritualität), Kast (Ernährung und Seele). Das muss ich noch erklären: Ohne inneren Halt wird gar nichts, weder im Kleinen noch im Großen. Denn: man kann ja durchaus "Öko-Start-Ups" gründen, aber in der zu erwartenden (undetopischen) Gesamtzukunft (= "jetzige Zukunft"; "kapitalistische Zukunft") sind organisatorische Zusammenschlüsse (von primär Gleichgesinnten) genauso "konflikthaft" wie früher und seit je her, weil jeder seine eigene Persönlichkeit mitbringt. "Psychotraining" ist also nötig und heute einfacher als jemals und abgesichert durch Wissenschaft und Wirksamkeitsstudien. Stichworte: Kränkungstherapeut, "Emo-Runden", Metzinger, Meditation/Achtsamkeit, Bornemann, Kast, Ott. Ohne Bereitschaft zur "Psychoarbeit" (einzeln und in der Gruppe) kann Neues Denken (Gorbatschow) und detopisches Handeln nicht befriedigend gelingen.

 

 

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