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Karel
Der
Krieg Fiction-Roman
2025 im Verlag Elsinor/NRW |
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1936 300 Seiten ca.
wikipedia Autor *1890
in Böhmen-NO dnb Capek dnb Name (500) dnb Nummer (320) detopia Ökobuch Utopiebuch C.htm Sterbejahr |
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Auflage: 2025 - Inhalt:
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Zufällig entdeckt Kapitän J. van Toch vor einer indonesischen Insel eine Kolonie lebender Fossilien – zutrauliche Riesenmolche, groß wie Kinder. Die überraschend klugen Tiere erlernen die Perlenfischerei und lassen sich für einen Tauschhandel gewinnen. Aber dabei bleibt es nicht: Internationale Unternehmen erkennen die Tauglichkeit der Molche als Arbeitskräfte; die Tiere, in Massen gezüchtet, werden zur Handelsware. Doch die Amphibien werden sich ihrer Lage bewusst und setzen sich zur Wehr. Mensch oder Molch – wer wird diesen Konflikt gewinnen?
Audio 2014 auf dlf mit Katja Lange-Müller wikipedia Katja Lange-Müller *1951 in Ostberlin
Das internationale Wort "Roboter" geht auf Capeks Schauspiel R.U.R. zurück.
Der Ursprung des Wortes Roboter liegt im tschechischen Wort robota, Robot, das mit ‚Frondienst‘ oder ‚Zwangsarbeit‘ übersetzt werden kann. Es geht wiederum über Altkirchenslawisch rabota ‚Knechtschaft‘ auf Protoindoeuropäisch *orbh- zurück und ist damit mit dem deutschen ‚Arbeit‘ verwandt. Ähnlich gab es im Spätmittelhochdeutschen für einen ‚Arbeiter im Frondienst‘ den Begriff robater, robatter. Die Bezeichnung robot wurde 1920 von Josef Capek, einem bedeutenden Literaten, geprägt, dessen Bruder Karel Capek ursprünglich den Namen labori verwendet hatte, als er in seinem Theaterstück R.U.R. in Tanks gezüchtete menschenähnliche künstliche Arbeiter auftreten ließ, die dafür geschaffen worden sind, menschliche Arbeit zu übernehmen, und die dagegen revoltieren. Mit seinem Werk griff Capek das klassische, ebenfalls in der Prager Literatur der jüdischen Mystik verbreitete Motiv des Golems auf. Heute würde man Capeks Kunstgeschöpfe als Androiden bezeichnen. Vor der Prägung des Wortes Roboter wurden solche Maschinen Automaten oder Halbautomaten genannt.
Lesebericht
Dystopien gibt es wie Sand am Meer, aber eine so facetten- und fantasiereiche Inszenierung des Untergangs steht in der Literaturgeschichte einsam da. (...) Čapeks Roman ist eine polyphon und multiperspektivisch inszenierte satirische Parabel auf einen entfesselten Kapitalismus, auf die Hegemonialansprüche vermeintlich überlegener Staaten und Kulturen, die letztlich in den Untergang der Zivilisation münden. Eine groteske Dystopie, in der Čapek die Verwerfungen seiner Gegenwart spiegelt – Gefährdung der Demokratie, radikale Ökonomisierung der Gesellschaften rund um den Globus, Verteilungskämpfe, Entstehung von Diktaturen (konkret: das Aufkommen des Nationalsozialismus), Kriege –, in der zugleich aber auch eine politische Mahnung verborgen ist, die in ihrer Aktualität bis in unsere Gegenwart reicht. Die große Freude an der äußerst vergnüglichen Lektüre des Romans bleibt einem daher mitunter im Halse stecken.
Gerald Funk |
Capek *1890