blog 

28.7.26

 

So langsam begreife ich es auch, dass es keinen Sinn mehr macht. Sowohl mit dieser Webseite als auch überhaupt... wenn man glaubt (hofft, will, anstrebt), grundsätzlich Gehör zu finden. (also einen Beitrag leisten möchte).

 

Ich las eben über KI im Wahlkampf in Israel.
Und über Bücherinfluencer auf Tiktok etc.
==> "Ausgeträumt" von Kollmann 2014

 

Gestern las ich in einem Buch eines Sozio-Prof. (Alexander Nagel, *1978) über Bahros "Logik der Rettung" (1987).
Das hat mich auch runtergezogen = die Augen geöffnet.

 

Kurz: Die menschliche Dummheit übernimmt nun die Macht.

 

swr.de/kultur/literatur/booktok-wenn-lesen-zur-performance-wird-100.html

tagesschau.de/ausland/asien/israel-wahlkampf-ki-100.html

detopia.de/Rudolf-Bahro.htm#2021-Nagel

detopia.de/1/K/Kollmann-Karl/2014/Ausgetraeumt-index.htm  und überhaupt: die Professoren  Kollmann und Hamm

 

 

Man muss noch dazu sagen, welche Bücher "auf Tiktok trenden". Jedenfalls keine "Hochliteratur" oder "Hochsachbücher". (Sondern "Schmöker", "Thriller", Gewalt und "Fantasy".)


8/2026

Ich war auf einer "günstigen" Busreise mit 50% Rentnern am Gardasee. Es dort sehr schön. Die Haupterkenntnis waren die Gespräche der Bus-Leute. Und zwar hinsichtlich 'der Zukunft', also der Lage der (deutschen) Gesellschaft.

Klar: Nicht anderes hörte ich als im 'Fernsehen'. Oder bei meinen sonstigen Gesprächen. Aber hier war es 'am Stück' und 'breit' (50 Leute)... im Gegensatz zu Arbeitskollegen oder Fitnessstudio.

Und: Die Leute waren sich ja fremd. Das war dann auch neu+interessant.

Jedenfalls: Keine Chance! Auf Änderung der Zukunft. ==> Die Leute denken, es geht immer so weiter. Und wenn nicht, dann sagen sie: "Das erlebe ich nicht mehr."

Mehr gibt es zu dieser Reise aus 'erkenntnistheoretischer Sicht' nicht zu sagen.

#


8/26

Durch Zufall bin ich auf Panik-Macher von Krämer von 2001 gestoßen. Siehe Anti-Öko.


25.8.26

Perrow-1984 erwähnt in seinem Vorwort 1987 Galileio-Satellit, also die Plutoniumbatterie im Vorbeiflug an der Erde.

Heute wird Plutonium wohl ohne Diskussionen eingesetzt. Will jetzt nicht googeln. Weil:

Musk macht diese Methode ganz offiziell, nämlich Raketen starten und gucken, was passiert.

Also: Vergiftung der Erde "als Preis".

taz.de/Galileo---mit-zwanzig-Kilo-Plutonium-ins-All/!1798058

„Galileo“ - mit zwanzig Kilo Plutonium ins All   18.9.1989

Ein erfolgreicher Start der US-Raumfähre Atlantis am 12.Oktober wird nicht nur für die Besatzung des Challenger-Nachfolgemodells zur Überlebensfrage. George Bush genehmigte am Wochenende den Flug des Raumgleiters mitsamt der Forschungssonde „Galileo“. Die Sonde, die zunächst die Erde umkreisen und dann auf eine Reise zum Planeten Jupiter geschickt werden soll, ist mit einer mit 20 Kilogramm Plutonium betriebenen sogenannten Atombatterie ausgerüstet.

Sollte die Atlantis- so wie die Challenger-Mission 1986 nach wenigen Sekunden in der Katastrophe enden, wäre die größte Plutonium-Verseuchung der Atmosphäre vorprogrammiert.

Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat Proteste amerikanischer Umweltschützer bisher mit der Behauptung zurückgewiesen, die Plutonium-Generatoren seien praktisch unzerstörbar und würden auch einen Absturz der Fähre überstehen. Frühere Berechnungen (taz v. 29.7.89) hatten jedoch ergeben, daß Unfälle beim Start der Fähre die Atomgeneratoren Drücken aussetzen könnten, die die Auslegung der Sicherheitssysteme um das Neunfache übersteigen. Präsident Bush schloß sich nun den NASA-Verlautbarungen an und empfahl den Start der Sonde zum vorgesehenen Zeitpunkt.

Amerikanische Umweltverbände kündigten daraufhin Demonstrationen in der Nähe des Startgeländes von Kap Canaveral an und erwägen gerichtliche Schritte gegen den Start.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der internationalen Solarenergie-Organisation „Eurosolar“, Hermann Scheer, rief unterdessen zu weltweiten Protesten gegen den Start der Sonde auf. Insbesondere die Europäische Raumfahrtorganisation (ESA) und die Europäische Gemeinschaft müßten alles tun, um das Galileo-Projekt noch zu stoppen.

Bei einem Fehlstart könne das Plutonium für den Erdball eine radioaktive Verseuchung nie dagewesenen Ausmaßes heraufbeschwören, meinte Scheer und erinnerte daran, daß bereits ein millionstel Gramm Plutonium im Körper des Menschen tödlich wirke.

Für ihn sei „unvorstellbar“, daß nach den Fehlschlägen bei Weltraumexpeditionen der Vergangenheit Wissenschaftler und Politiker bereit seien, der menschlichen Zivilisation das Risiko einer großflächigen Plutonium-Verseuchung aufzubürden, erklärte Scheer.

Mit der „Galileo„-Mission zur Erkundung des Planeten Jupiter gerät das Problem der atombetriebenen Erdtrabanten erstmals seit dem Beinahe-Absturz des sowjetischen Spionage-Satelliten „Cosmos 1900“ im Herbst letzten Jahres wieder in die Schlagzeilen.

Nach Schätzungen des Eurpäischen Operationszentrums für Raumfahrt (ESOC) in Darmstadt umkreist bereits heute etwa eine Tonne Uran-235, Plutonium und andere Spaltprodukte die Erde. Während die UdSSR seit 1967 etwa 30 Satelliten mit uranbetriebenen Mini-Reaktoren ins All schickte, setzen die USA seit den sechziger Jahren vor allem auf Atombatterien, in denen die beim radioaktiven Zerfall entstehende Wärme als Energiequelle dient.

Mindestens drei atombetriebene sowjetische und vier mit Atombatterien bestückte US-Satelliten gerieten bis heute außer Kontrolle und verglühten teilweise in der Atmosphäre. Da es sich bei den meisten Missionen um militärische Projekte handelt, sind allerdings die Informationen nach wie vor sehr bruchstückhaft.

In den USA wird gegenwärtig ein mit 150 Kilogramm Uran betriebener 100-Kilowatt-Reaktor entwickelt, der zur Stromversorgung von Starwar-Systemen (SDI) verwendet werden soll. Die Sowjets wollen ihre Späh-Satelliten auch weiterhin mit Mini-Reaktoren ausstatten.

Bereits 1964 erreichte ein amerikanischer Navigationssatellit nicht die vorgesehene Umlaufbahn und setzte beim Zerplatzen seines atombetriebenen Stromgenerators Plutonium-238 und eine Aktivität von 17.000 Curie in die Atmosphäre frei. Von der Explosion einer plutoniumbestückten Trägerrakete blieb die Menschheit bisher verschont.

 


 

18. September

Es kann nie klappen. Es wird schiefgehen.

Es liegt einfach an der menschlichen Psyche, wobei ich ein Laie bin bei der Frage, ob prinzipiell oder weil die Psyche seit 1000 oder 100 Jahren nur/immer in die falsche Richtung entwickelt wurde.

Wäre der Mensch prinzipiell zu mehr kollektiver Vernunft fähig (gewesen)?

Ich habe keine Kraft mehr, diese Frage zu beantworten. Ich bin nun alt. Und nun kommen die Krankheiten. Und im Kapitalismus brauchst du für alles Geld. (Im Noch-Sozialstaat DL geht es noch einigermaßen.)

Aber die Antwort auf die Frage ist auch fast nicht mehr interessant. Man spürt keine Neugier mehr darauf.

Denn die "falsche Psyche" ist nun verfestigt. Fast so als wäre sie schon immer so gewesen.

Ich habe ja mit meiner detopischen Idee in 20 Jahren Internetarbeit - mit 1 Mio Lesern insgesamt auf der Webseite - nicht eine (einzige) positive Rückmeldung zu Detopia erhalten. Das besagt einiges, will ich meinen.

Das liegt natürlich auch daran, dass es immer mehr Medienstoff zum konsumieren gibt. Einschließlich (ökopaxliche) professionelle Gegenpropaganda (seit 1980, mit Milliarden in der Hinterhand).

Heute kommt nun ein ausuferndes "Angebot" an Ablenkung, Zerstreuung, "Unterhaltung", fake news und Trolle dazu.

Zumindestens für eine friedsame tausendjährige Zukunft ist heute kein Zuhör-Ohr mehr zu bekommen.

#


 

6.10.26

Wir sind also total am Ende. Und das ist normal. Wie ich heute weiß.

Wir sind nämlich die einzige technische Zivilisation im Kosmos=Weltall=Universum. Wir sind nämlich Versuchs"kaninchen" für den Schöpfer des Himmels und der Erde. Wir haben nicht versagt, aber wir haben ihm die Erkenntnis gebracht, es mit der Gehirnentwicklung nicht zu weit zu treiben, also letztendlich auf Tiere ganz zu verzichten.

Warum ist Ende?

Dafür brauche ich ein neues Wort: Ökopsychopax.

Öko für Ökologie, für das Gesamtproblem mit der Natur - alle sieben Sphären bis hoch zur Ozonschicht. Müll, Abfälle, Entsorgung, Verklappung, Versenkung, Vergrabung, Vergiftung,

Pax für Frieden, also Krieg, Zerstörung bei Einsatz von Waffen und bei deren Herstellung.

Psycho für den eigentlichen Antrieb hin zu aller Enden aus dem Gehirn, dem Bewusstsein, der inneren Einstellung, der Überzeugung, dem Glauben, usw.

Die Weltbevölkerungsaufblähung können wir auch hier bei Psycho mit einordnen.

Auch Hyperschallatomraketen, komfortabel weltraumgeparkt mit KI-Computer, können wir mehrmals einordnen.

Aber die drei Hauptgruppengründe bleiben bestehen.

Öko: Lebensgrundlagen weg.

Pax: Krieg bzw. Waffenproduktion und deren Einsatz als Beschleunigungs"motor", vorerst nur, bis hin zum "Finale", also dem sportlichen Endkampf aller KIs dieser Welt gegeneinander.

Psycho: Antrieb, Trieb, Motivation, Wille, Wunsch für "Alleskaputthauen".

Das sind unsere drei Gründe für das Ende aller Tage und Dinge in diesem Jahrhundert, also dem Tod bzw. umgekehrt für eine menschleere bzw. menschenfreie Erde. (Mond und Mars und Meteoriten ignoriere ich.)

Hoffnung gibt es keine weil wir bei Öko und Pax schon viel "Fortschritt haben", (aber) nach unten, also nur noch wenig Öko und Pax da sind.

Auch "Psycho" sinkt weiterhin bzw. Fortschritt nach abwärts. - Also die Dummheit nimmt weltweit zu, also die Ignoranz, die Akzeptanz des Endes aller Kinder und Enkel und Völker und die fleißige und eifrige Mitwirkung daran.

Zukunft reparieren? Geht nur mit klugen Psycho, also mit dem Willen dazu,  sein Psycho zu erhöhen, also sein Bewusstsein, also klug und vernünftig zu werden.

Geht NICHT mit Dummheit.

#

Zeit? Wer weiß das schon? Wer kennt sie schon? Ich am allerwenigsten. - Es bleibt uns nichts anderes übrig als den Leuten vom Fach zu vertrauen, also professionellen Instituten, die die Zukunft mit wissenschaftlichen Mitteln und im Hauptberuf untersuchen. Solche Institute gibt es nicht nur eines. Und sie tun das schon lange, eigentlich schon seit 1968, seit Forrester und Meadows und Randers und Clubofrome und Global-2000. Heute sind da echte "Think-Tanks" draus geworden. Sie sagen alle: Zusammenbruch (des Weltsystems) zwischen 50 und 99.

Natürlich sagt und weiß niemand, ob danach noch gute, genügend, viele Lebensmöglichkeiten vorhanden sind - und wie stabil diese sind. Ich persönlich glaube, dass die Natur (Erdnatur mit allen sieben Sphären) so geschwächt ist, dass der Zusammenbruch einhundert Jahre dauert, weil sich immer wieder doch noch ein weiteres Ökosystem auflöst. 

Es ist auch egal und gleichgültig, ob und wie viele Menschen noch dahinvegetieren. Mehr als dahinvegetieren wird nicht möglich sein, weil keine neue Zivllisation aufgebaut werden kann (mit Spezialisten für alles Mögliche, alles Denkbare). Insofern ist die Menschheit als Menschheit unexistent und schnell und bald auch als "mal Dagewesenes" vergessen. (Auch irgendwelche Bauwerke wird man nach hundert Jahren nicht mehr begreifen können. Es wird also anders sein als in der sogenannten wissenschaftlichen Fiktion der Zerstreuungsindustrie.)

Summa Summarum: Wenn wir uns den Aussterbeprozess als absteigende Linie vorstellen, dann wird der Nullpunkt in dreihundert Jahren erreicht sein. Das ist meine Meinung. So ist meine Meinung. Meine private. Am Ende dieser Linie nähert sich der Lebenstandard der Urzzeit, der Vorzeit, den Neandertalern an (weil Technikbenutzung Wissen und Bildung voraussetzt; letztere geht verloren; schon wegen der ganzen Umzüge und dem kurzen, 30jährigen, individuellen Lebensalter.)

#

Löbsack, Horstmann, Gruhl und Lauterburg untersuchen "das Danach" und beschreiben ihre Ergebnisse. Das genügt mir. Und zwar vollauf. Genauer können wir es uns nicht vorstellen, denn es gibt tatsächlich eine breite mögliche "Bandbreite". Eine Krankheit kann die Menschheit gemächlich dahinraffen. Dann wird weniger zusätzlich Umweltzerstörung ausgekippt. Ein "KI-ABC-Krieg" wird bis zur letzten Patrone/Rakete schießen, auch, wenn es schon lange keine Menschen mehr gibt. Danach könnte die Erde so aussehen, wie Horstmann 1983 beschrieben. Es gibt ja auch mittelbare Waffenwirkung, wenn etwa eine Atomrakete ein Atomkraftwerk trifft. Oder wenn Keime auftauen, die Millionen Jahre einfroren waren im Frostboden. Dann könnte die Erde noch anders aussehen, als sämtliche Fiction-Filme usn weismachen wollen; also die Belebtheit der Erde würde auf ein Minimum herabgedrückt; eventuell nur noch im Wasser möglich. Aber darum geht es hier nicht. Hier geht es darum, dass dies egal ist. Es ist egal, weil es sich wiederum verändert - über kurze und lange Zeiträume: Für Lebewesen ein permanenter Anpassungsstress. Für Lesenlernen und Bücherlesen wird keine Zeit sein; um es mal konventionell auszudrücken. (Eventuell auch kein Licht, keine Bücher.)

Die heutigen Technikfantasien werden nicht gelingen, auch wenn noch viel davon realisiert woird. Aber "gelingen" bedeutet, dass irgendwas Nützliches dabei hinten rauskommt und übrigblebt. Und da ist ja nichts Reales in der "Mondpipeline". Also Nichts, was auch nur annähernd die Zerstörung ausgleicht, die durch Raketenbau und Raketenstarts auf Erden "unten" angerichtet wird. Mehr muss man dazu nicht sagen. Ich weiß von erwachsenen Männern, dass sie an "Wurmlöcher" glauben. Ergo muss man nicht mehr sprechen, weil die Kommunikations-Distanz zu groß ist. Da springen wir nicht rüber. Wie sehen das an den Seuche der Verschwörunsgtheorien seit ca. 1980 in DL, wenn wir entsprechende Bücher von großen Taschenbuchverlagen zur Hand nehmen. Auch das US-amerikanische Blockbusterunwesen ist mir ein Indiz. Oft geht ja um den Kampgf gegen den eigenen Staat.

Also: Die Milliardäre der Welt, nicht nur aus den USA, werden sich ganz sicher Bunker über Bunker bauen bzw. noch mehr und noch bessere und noch tiefere und noch größere Bunker bauen. Ja! Wir müssten sie eigentlich daran hindern, sich "abzusetzen". Stattdessen machen wir es ihnen nach. Prepperunwesen. -- Aber all das führt ja dennoch zum Tod des allerletzten Menschen. Nur etwas später. Mehr will ich dazu nicht nachdenken. Jetzt nicht und später auch nicht. Ich bin sicher, dass mir irgendwann ein Buch begegnet, wo ein Autor mit großen Recherchemöglichkeiten alle jene Zukunfsfaktoren mal durchdenkt und für mich aufbereitet. Ich habe ja auf detopia schon genug Beispiele für solche Autoren. Jedenfalls kann ein lebenslanges Leben im Bunker nicht lange dauern. (Und im Weltraum wird es ganz kurz.)

#

Ich muss an DETOPIA erinnern, damit der Leser mir nicht puren Pessimismus und Negativität und Defätismus und Abwehrkraftzersetzung vorwirft.

Und ich erinnere an das Fernsehprogramm, das tägliche, auch das bei öffrecht, auch an das am Vormittag und spätnachts. Und ich erinnere daran, dass das Fernsehprogramm ein Ausschnitt ist, von all anderen Medien, auch Kommerzradio. Das öffRadio geht wohl einigermaßen; im Gegensatz zum öff-TV.

Zur Sicherheit widerspreche ich dem Leser, der glaubt, dass die Deutschen schlau genug sind Fiktion von Realität zu unterscheiden. Dem ist nicht so. Niemand kann das. Nichmal ich. Und ja: Leute im Berufsleben schauen wenig fern und ihre Arbeit beweist uns, dass sie real denken. Ja. Aber mir geht es um den Durchschnitt, den Mittelwert, also auch alle Kinder und Alten. Und Leute, die nichts gelesen haben im Leben; Leute, die alle Bildung vom Bildschirmen haben; also von Kommerzprodukten.

Also nochmal zum Schluß:

Psycho ist Kacke: das deutsche Bewusstsein wabert sich nach unten. Und mit Bewusstsein meine ich klares und modernes Denken. Nachdenken über die gesellschaftlichen Probleme. Und ich meine auch die Gefühle. Unsere Gefühle. Ich habe schon gestandene Frauen aus Angst vor der Zukunft weinen sehen. Und Weinen ist hier angemessen und gibt auch persönliche Stärke zurück. Aber das muss man erstmal können.

Wir haben also alles versucht und nichts erreicht. Wenn wir als Zweck der letzten 3000 Jahre angeben, eine stabile Gesellschaft zu schaffen, die potenziell ewig funktioniert oder mindestens äonenlang.

Und wenn ich Psycho angucke, dann sehe ich auch nicht, dass es zu schaffen wäre, wenn wir noch hundert Jahre Zeit hätten. Ich sage es gerne nochmal: Psycho geht nach unten. Selbst bei wackeren, rechtschaffenden Leuten, Männern wie Frauen. Und dafür muss ich noch nichteinmal anführen, dass ich in 20 Jahren keine positive Zuschrift auf Detopia (als wünschenswerter Gesellschaftsordnung) erhalten habe. (Auch nicht von Verfassern utopischer Schriften, die ich extra dafür angeschrieben habe.) - Psycho geht nach unten bedeutet: die Lethargie und Gleichgültigkeit (in puncto Zukunft des Menschengeschlechts) nehmen zu. Allgemeiner "Wahlspruch": "Man lebt nur einmal." und "Nach mir die Sintflut." - Ich verübele das keinemn aber: So kann nichts werden und so wird auch nichts. Gar nichts. Nur Terminator + Mad-Max wird. #

 


20.10.26

Wir nähern uns dem Ende. Vielleicht mit "Apoka", vielleicht ohne. Dann eben so "pö-a-pö".

Über die - "unsere" - "Restlebenszeit", wie lang ist sie? Da gibt es genügend Äußerungen von Zukunftsinstituten und Einzelautoren. Zu unterscheiden ist hier der Zusammenbruch des Weltsystems vom wirklichen Tod des letzten Menschen. Letzterer kann sich noch "hinziehen", da die Geldleute schon lange in Überlebensbunker "investieren" - und auch wissenschaftlich darüber forschen. Naja.

Heute denke ich anders darüber. Das kann an meinem eigenen Alter liegen. Oder daran, was ich inzwischen gelesen habe. Neuffer-1992 hat mich kürzlich überzeugt. Es lohnt sich nicht, um den Erhalt des Menschengeschlechts zu kämpfen. Dem Weltall ist es egal. Ich will das nicht weiter ausführen. Davon abgesehen dachte ich all die Jahrzehnte, dass all das verhinderte Menschenglück der Zukunft, der nächsten Tausend oder Millionen Jahre ein hinreichend-glücklicher Grund wäre. Aber nun glaube ich, dass man das mit dem individuellen Leben vergleichen kann, also: nicht gelebtes Glück wird nicht vermisst.

Aber darüber steht noch: Heute nach Jahrzehnten der Beschäftigung mit den Ermahnungen an das Menschengeschlecht (von anderen vorab, aber auch von mir, auch in persönlich-eindringlichen Gesprächen), heute also, ist meine Überzeugung "total": Der Mensch ist nicht zu bessern und zu bekehren. Einzelne ja, maximal ein Sechstel jedes Volkes. Aber auch nur dann, wenn man Zugang zu ihren Ohren hat. Letzteres entschwindet heute täglich. (z.B. durch die allgegenwärtige und täglich mehr ausufernde Kommerzpropaganda; vorab sichtbar am "Entertainmentfaktor", also der Ablenkung und Zerstreuung.)

Deswegen können wir nun - in Ruhe - Gruhl, Fuller, Löbsack, Horstmann, Lauterburg und den vielen anderen zustimmen. Die Zukunft verläuft nach ihren eigenen Gesetzen, den Gesetzen der menschlichen Psyche, also letztendlich des Gehirns, vorab den "festverdrahteten Schaltkreisen" (Nervenzellen), also der Archaik (wie ich es gerne nennen, um ein kurzes Wort dafür zu haben).

Meine Gespräche zeigen mir, dass niemand auf Utopie kommt. Alle denken, glauben, reden, dass man nur Industrie und Grenzen (gegen Ausländer) fördern müsste. Das wäre alles.

Niemand weiß, dass bereits seit hundert Jahren gegen Geburtenüberschuss und Wüste (Klimawandel) gekämpft wurde. Niemand. Auch Akademiker nicht.

Es ist wirklich aussichtslos. Der Glaube der Menschen wird immer verrückter. Ich akzeptiere unser Schicksal. Es scheint gottgewollt. (Wobei das kirchliche Christentum eine Hauptursache unseres Aussterbens in diesem Jahrhundert ist. Aber auch diese Aussterbereligion ist menschengemacht, also eigentlich kein unabhängiger Faktor. Alles, was man sagen kann, ist, dass die hochgebildeten akademischen Kleriker der letzten 200 Jahre auch nur arme Teufel waren/sind: geistig.)

Wir nähern uns dem Ende. Wann und die genauen Umstände sind nebensächlich. Oder doch nicht: Schmerzarm und leidarm wäre natürlich besser als andersrum, als "langsame Apokalypse" mit Siechtum.

 

 

 

 

 

 

 

 

   ^^^^     detopia.de     ^^^^